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Armutsgefahr in Solingen? Wie clevere Geldanlagen die Gefahr der Altersarmut eindämmen können

Lange Zeit galt das Eigenheim als Golden Standard bei der privaten Altersvorsorge. Inzwischen legen jedoch auch viele Bundesbürger ihr Geld in Aktien und ETFs an. (Bild: OpenAI)

Lange Zeit galt das Eigenheim als Golden Standard bei der privaten Altersvorsorge. Inzwischen legen jedoch auch viele Bundesbürger ihr Geld in Aktien und ETFs an. (Bild: OpenAI)

Armut wird in Deutschland zu einem immer größeren Thema, denn sie betrifft immer mehr Menschen. So lebten laut dem Paritätischen Gesamtverband zu Jahresbeginn 2026 so viele Bundesbürger unterhalb der Armutsgrenze wie seit 2020 nicht mehr.

Hauptsächlich betrifft die Armutsgefährdung dabei Menschen, die allein leben, ihre Kinder allein erziehen oder die bereits im fortgeschrittenen Alter sind.

Auch in Solingen steigt laut Hilfsorganisationen sowie sozialen Einrichtungen die Zahl derer, denen es im Alltag an Geld mangelt. Insbesondere bei Senioren sieht die Solinger Armutskonferenz dabei einen steigenden Unterstützungsbedarf.

Die Gefahr der Altersarmut macht jedoch nicht nur den Solingern, sondern Menschen in der gesamten Bundesrepublik zu schaffen. Viele fragen sich: Wie können sie einem solchen Risiko vorbeugen? Schließlich steht die gesetzliche Rente inzwischen seit Jahren in der Kritik. Abhilfe soll vor allem die private Altersvorsorge schaffen.

Privat fürs Alter vorsorgen – welche Möglichkeiten gibt es?

Bereits im Februar 2026 teilte der Paritätische Wohlfahrtsverband mit: Die Armutsquote in Deutschland hat einen bis dato neuen Höchststand erreicht. Laut dem Armutsbericht stieg ihr Anteil von 2024 auf 2025 um 0,6 Prozentpunkte.

16,1 Prozent der Bevölkerung seien daher von Armut betroffen. Das entspricht 13,3 Millionen Menschen, schaut man sich allein die relative Einkommensarmut an.

Bereits im Jahr 2025 belegten Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Rund ein Fünftel der Über-65-jährigen ist armutsgefährdet. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern. Besonders stark wachse die Armutsgefährdung in Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Daher verwundert es nicht, dass auch in Solingen die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema ansteigt. So suchen verstärkt junge Menschen einen Finanzberater in Wuppertal oder Umgebung auf, um sich über private Vorsorgemaßnahmen zu informieren.

Schließlich ist die Bildung von privatem Vorsorgekapital eines der besten Mittel, um einer drohenden Armut im Alter vorzubeugen. Wer in die private Vorsorge investieren möchte, kann dabei zwei Maßnahmen in Erwägung ziehen.

Das Eigenheim als Geldanlage

Ein Großteil der Deutschen wünscht sich Wohneigentum. Bei den 18- bis 29-jährigen träumen ganze 85 Prozent vom Eigenheim oder der Eigentumswohnung. Zu dem Ergebnis kam 2025 eine repräsentative Umfrage im Auftrag von ImmoScout24.

Laut dieser ist das eigene Haus für ein Drittel der Befragten gleichbedeutend mit Unabhängigkeit und Sicherheit. 25 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen es als wichtigen Teil der Altersvorsorge an.

Ob sich ein Eigenheim für die private Vorsorge fürs Alter nutzen lässt, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. So muss genug Eigenkapital vorhanden sein, um überhaupt einen Kredit aufnehmen zu können. Zudem muss das Einkommen ausreichen, um die Raten der Baufinanzierung zu stemmen. Damit ein Haus als Altersvorsorge taugt, ist es ebenfalls wichtig, dass es bis zum Renteneinstieg schuldenfrei ist.

Die Investition in Aktien und ETFs

Lange Zeit galt das Eigenheim als Golden Standard bei der privaten Altersvorsorge. Inzwischen legen jedoch auch viele Bundesbürger ihr Geld in Aktien und ETFs an. Die Investition in Einzelaktien geht dabei mit einem höheren Risiko einher, da die Diversifizierung fehlt.

Sicherer sind sogenannte Fondssparpläne, mit denen sich langfristig Kapital aufbauen lässt. Das gelingt bereits mit geringen monatlichen Raten.

Das Fondssparen kann demnach an die individuellen finanziellen Verhältnisse angepasst werden. Um sich damit eine private Altersvorsorge aufzubauen, ist es jedoch entscheidend, früh mit dem Sparen zu beginnen und konsequent am Ball zu bleiben.

Daraus ergeben sich gleich mehrere Vorteile. Wer langfristig in Fonds investiert, senkt das Verlustrisiko, das durch kurzfristige Schwankungen an der Börse entsteht. Gleichzeitig wirkt sich der sogenannte Zinseszinseffekt positiv auf den Kapitalzuwachs aus.

Unterschieden wird bei dieser Art der Geldanlage zwischen der Investition in aktive Fonds und in ETFs, also die Indexfonds. Bei der ersten Variante wählt ein Fondsmanager aus, in welche Wertpapiere investiert wird. Bei der zweiten bildet der Fond dagegen einen Index wie den DAX oder den MCSI-Weltaktienindex ab.

Aktiv gemanagte Fonds können abhängig von der Erfahrung des Fondsmanagers zwar mehr Rendite abwerfen. Allerdings sind ihre Nebenkosten aufgrund der Verwaltung oft höher als bei den ETFs. In beiden Fällen empfiehlt es sich jedoch, Geldanlagen auszuwählen, die das Anlagekapital möglichst breit streuen.

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