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Deutscher Lesepreis 2027: Zwei Nominierungen für Solingen

Redaktion
Für ihr Engagement in der Sprach- und Leseförderung sind die Stadtbibliothek Solingen und die Geschwister-Scholl-Schule für den Deutschen Lesepreis 2027 nominiert. (Symbolfoto)

Für ihr Engagement in der Sprach- und Leseförderung sind die Stadtbibliothek Solingen und die Geschwister-Scholl-Schule für den Deutschen Lesepreis 2027 nominiert. (Symbolfoto)

(Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (red) – Die Stadtbibliothek Solingen und die Geschwister-Scholl-Schule stehen auf der Shortlist für den Deutschen Lesepreis 2027. Damit gehören gleich zwei Einrichtungen aus der Klingenstadt zu den bundesweit 50 ausgewählten Projekten und Initiativen. Beworben hatten sich knapp 400.

Die Stadtbibliothek ist mit ihrem Projekt „Aufsuchende Sprachbildungsarbeit“ in der Kategorie „Herausragendes kommunales Engagement“ nominiert. Die Geschwister-Scholl-Schule zählt zu den zehn Nominierten in der Kategorie „Herausragende Leseförderung an Schulen“. Wer die Auszeichnungen erhält, wird im März 2027 bekanntgegeben.

Stadtbibliothek bringt Bücher und Geschichten zu Familien

Mit ihrer aufsuchenden Sprachbildungsarbeit erreicht die Stadtbibliothek Kinder und Eltern direkt in ihrem Alltag. Mitarbeitende besuchen regelmäßig Familienzentren, Kitas, Mutter-Kind-Einrichtungen und Quartiere mit besonderen sozialen Herausforderungen. Im Gepäck haben sie Bücher, Geschichten sowie altersgerechte Sprach- und Spielangebote.

Im Mittelpunkt steht die frühkindliche Sprachbildung. Interaktives Vorlesen, Fingerspiele, Musik, Reime und kreative Mitmachaktionen regen bereits Kleinkinder zum Sprechen, Zuhören und Mitmachen an. Eltern erhalten zugleich praktische Anregungen, wie sie Vorlesen und Erzählen in den Familienalltag einbauen können.

Unterstützt wird das Projekt regelmäßig von einer ehrenamtlich tätigen Logopädin. Sie informiert Eltern über die sprachliche Entwicklung ihrer Kinder und gibt ihnen praktische Hinweise. Das Angebot soll insbesondere Familien mit erschwerten Bildungszugängen oder Zuwanderungsgeschichte erreichen und Kindern frühzeitig bessere Bildungschancen eröffnen.

Leseförderung begleitet alle Jahrgänge der Schule

An der Geschwister-Scholl-Schule ist die Leseförderung über alle Jahrgänge hinweg Teil des schulischen Konzepts. Von Klasse 5 an wird der Aufbau der Lesekompetenz systematisch begleitet. Dazu gehören Tandemlesen, Vorleseprojekte und die Arbeit mit der schuleigenen Mediothek.

Hinzu kommen Kooperationen mit der Stadtbibliothek und einer benachbarten Kita. Dort lesen Schülerinnen und Schüler jüngeren Kindern vor. Für ihr Leseförderkonzept erhielt die Geschwister-Scholl-Schule bereits 2025 den ersten Platz beim Cornelsen Zukunftspreis.

Zwei Nominierungen als Anerkennung für Solingen

Die beiden Nominierungen würdigen unterschiedliche Ansätze: Während die Stadtbibliothek bereits bei der frühkindlichen Sprachentwicklung ansetzt und Eltern einbezieht, begleitet die Geschwister-Scholl-Schule das Lesenlernen im weiteren Bildungsweg. Beide Einrichtungen gehören nun zur bundesweiten Auswahl für den Deutschen Lesepreis.

„Ich freue mich über die Nominierungen, denn sie sind ein starkes Zeichen für die Leseförderung in unserer Stadt und sie ermutigen, auf das zu blicken, was gelingt“, erklärt Anna Lenker-Koukounarakis, Beigeordnete für Jugend, Schule, Integration, Kultur und Sport.

Deutscher Lesepreis ist mit 25.000 Euro dotiert

Die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung vergeben den Deutschen Lesepreis seit 2013. Die mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt Personen, Einrichtungen und Projekte, die sich besonders für die Leseförderung von Kindern und Jugendlichen einsetzen.

Die fünf Kategorien umfassen individuelles und kommunales Engagement, Leseförderung in Kitas und Schulen sowie digitale Leseförderung. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.deutscher-lesepreis.de.

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