Start Aktuelles Explosion in Ohligser Mehrfamilienhaus sorgt für Großeinsatz der Feuerwehr

Explosion in Ohligser Mehrfamilienhaus sorgt für Großeinsatz der Feuerwehr

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Feuerwehrleute der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr waren am Dienstagnachmittag im Einsatz bei einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Ruhrstraße in Ohligs. Dichter Rauch drang aus dem Gebäude, rund 60 Einsatzkräfte waren vor Ort. (Foto: © Tim Oelbermann)
Feuerwehrleute der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr waren am Dienstagnachmittag im Einsatz bei einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Ruhrstraße in Ohligs. Dichter Rauch drang aus dem Gebäude, rund 60 Einsatzkräfte waren vor Ort. (Foto: © Tim Oelbermann)

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SOLINGEN (red) – Ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in Solingen-Ohligs hat am Dienstagnachmittag einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Zwei Menschen wurden dabei verletzt, einer von ihnen schwer. Der Brand ereignete sich gegen 17.30 Uhr an der Ruhrstraße.

Zigarette angezündet: Explosion im Hausflur

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein Hausbewohner zuvor Gasgeruch wahrgenommen und wollte im Keller nach der Ursache sehen. Als sich der 25-jährige Solinger im Hausflur eine Zigarette anzündete, kam es offenbar zu einer Explosion. Dabei wurden unter anderem Glasscheiben der Haustür auf die Straße geschleudert.

Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus dem Gebäude. Der 25-jährige Mann erlitt schwere Brandverletzungen. Nach der Erstversorgung wurde er von der Feuer- und Rettungswache III in Wald mit einem Rettungshubschrauber in ein spezialisiertes Brandverletztenzentrum nach Bochum geflogen.

Ein Sprungpolster der Feuerwehr an der Gebäuderückseite der Ruhrstraße: Eine Bewohnerin sprang wegen der starken Rauchentwicklung aus dem ersten Obergeschoss in das Rettungskissen. (Foto: © Tim Oelbermann)
Ein Sprungpolster der Feuerwehr an der Gebäuderückseite der Ruhrstraße: Eine Bewohnerin sprang wegen der starken Rauchentwicklung aus dem ersten Obergeschoss in das Rettungskissen. (Foto: © Tim Oelbermann)

Menschenrettung über Sprungpolster

Auf der Rückseite des Gebäudes machte sich eine 28-jährige Bewohnerin an einem Fenster im ersten Obergeschoss bemerkbar. Aufgrund der starken Rauchentwicklung konnte sie das Haus nicht mehr selbstständig verlassen. Die Feuerwehr brachte ein Sprungpolster in Stellung, in das die Frau schließlich sprang. Sie wurde anschließend unter notärztlicher Begleitung in ein Krankenhaus gebracht.

Mehrere Trupps der Feuerwehr gingen unter Atemschutz in den Keller des Gebäudes vor, um den Brand zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Insgesamt wurden drei C-Rohre eingesetzt. Das Feuer konnte zwar relativ schnell gelöscht werden, allerdings war das Gebäude stark verraucht. Mithilfe von Hochleistungslüftern musste das Haus anschließend mehrere Stunden lang belüftet werden.

Hund rettete sich aus Mehrfamilienhaus ins Freie

Währenddessen kontrollierten Einsatzkräfte sämtliche Wohnungen im Gebäude auf weitere Bewohner. Teilweise mussten Türen gewaltsam geöffnet werden. Weitere Personen wurden jedoch nicht gefunden. Ein Hund, der sich zuvor im Gebäude befunden hatte, lief während des Einsatzes selbstständig ins Freie und konnte später von der Polizei seinem Besitzer übergeben werden.

Ein Hund konnze sich während des Einsatzes selbstständig ins Freie retten und wurde anschließend von der Polizei betreut. (Foto: © Tim Oelbermann)
Ein Hund konnze sich während des Einsatzes selbstständig ins Freie retten und wurde anschließend von der Polizei betreut. (Foto: © Tim Oelbermann)

Die Stadtwerke Solingen trennten das Haus vorsorglich von der Strom- und Gasversorgung. Das Gebäude gilt nach dem Brand zunächst als unbewohnbar. Bis auf eine Person konnten alle Bewohner bei Bekannten oder Verwandten unterkommen; ein Bewohner wurde durch den Stadtdienst Wohnen in einem Hotel untergebracht.

Rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr beteiligt

Im Einsatz waren alle drei Wachen der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Ohligs/Merscheid. Zwei Wachen der Berufsfeuerwehr wurden währenddessen durch die Freiwilligen Löscheinheiten Gräfrath und Rupelrath besetzt. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte beteiligt. Unterstützung erhielt der Rettungsdienst zudem von einem Notarzt aus Hilden.

Während des Einsatzes kam es zu Verkehrsbehinderungen rund um Ruhrstraße und Bonner Straße. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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Dieser Beitrag stammt von unserer Redaktion.

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