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Fuhrpark der Technischen Betriebe setzt auf E-Mobilität

Treiben die E-Mobilität bei den Technischen Betrieben Solingen (TBS) voran: v.li. Heidi Baltes, Leiterin des Fuhrparkmanagements, Stadtdirektor Hartmut Hoferichter und TBS-Leiter Martin Wegner. (Foto: © Bastian Glumm)

Treiben die E-Mobilität bei den Technischen Betrieben Solingen (TBS) voran: v.li. Heidi Baltes, Leiterin des Fuhrparkmanagements, Stadtdirektor Hartmut Hoferichter und TBS-Leiter Martin Wegner. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Die Technischen Betriebe Solingen (TBS) werden ihre Fahrzeugflotte sukzessive auf emissionsfreie E-Mobilität umstellen. Noch in diesem Jahr wollen die TBS gut 2,5 Millionen Euro in die Neuanschaffung von 44 Fahrzeugen und 26 Ladestationen stecken. Im kommenden Jahr folgen im Rahmen der ersten Phase weitere 21 Autos und zwölf Ladesäulen. Bis zum Jahr 2030 sollen schließlich alle 350 TBS-Fahrzeuge auf Elektromotoren umgestellt sein.

1,6 Millionen Euro Fördermittel abgeschöpft

Dabei ist es den TBS und der Stadtverwaltung gelungen, für die Anfangsphase der Umstellung auf Elektromobilität Fördergelder in Höhe von 1,6 Millionen Euro abzuschöpfen. Mit der Fördersumme sollen 75 Prozent der Mehrkosten abgedeckt werden, die gegenüber der Anschaffung von herkömmlichen „Benzinern“ anfallen. Soll heißen: Die Stadt trägt die regulären Anschaffungskosten des Fahrzeugs sowie 25 Prozent der Mehrkosten, die restlichen 75 Prozent davon sind in der Förderung enthalten.

„Diese Maßnahme ist ein wichtiger Baustein in einem kommunalen integrierten Elektromobilitätskonzept, das wir noch vor der Sommerpause vorlegen werden“, erläuterte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter am Mittwoch im Rahmen eines Pressegesprächs. Gesamtziel sei es einerseits, den CO2-Ausstoß der städtischen Fahrzeugflotte zu reduzieren, dabei aber andererseits gleichzeitig als gesellschaftliches Vorbild zu wirken: „Wenn wir neue Fahrzeuge beschaffen, dann setzen wir auch auf solche Technologien, die in Sachen Verkehrswende und Klimaschutz den aktuellen Anforderungen genügen“, so Hoferichter.

Umstellung der Fahrzeugflotte bei kleineren Modellen

Die Umstellung der TBS-Fahrzeugflotte auf die E-Mobilität fängt ab sofort bei den PKW und den leichten Nutzfahrzeugen an. Ab 2022 sollen dann auch die größeren Fahrzeuge, wie Transporter, Kehrmaschinen und Müllwagen, folgen. Letztere werden allerdings nicht ausschließlich per Elektromotor und Brennstoffzelle zu betreiben sein: „Ein Müllfahrzeug hat sein Gewicht, hier bei uns im Bergischen wäre man mit einem Akku recht schnell am Ende. Deshalb geht man in diesem Bereich in die Hybrid-Technik, auch bei den Straßenkehrmaschinen“, erklärte TBS-Leiter Martin Wegner.

Heidi Baltes leitet seit zehn Jahren das städtische Fuhrparkmanagement. (Foto: © Bastian Glumm)

Bestandteil der Fördermaßnahme ist der Ausbau der städtischen Ladesäuleninfrastruktur. Analog zur Anschaffung der neuen E-Fahrzeuge werden 38 Ladesäulen auf und an den städtischen Liegenschaften installiert. Zwei weitere Ladesäulen schafft der TBS aus eigenen Mitteln für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an.

Aufbau einer Ladesäuleninfrastruktur

In diesem Bereich strebt man eine enge Kooperation mit den Stadtwerken Solingen an: „Wir werden mit den Stadtwerken gemeinsam die Ladesäuleninfrastruktur aufbauen“, sagte Heidi Baltes, Leiterin des Fuhrparkmanagements. Derweil hat man Ausschreibungen für die Fahrzeuge europaweit auf den Weg gebracht, aber es mangele noch an Angeboten. „Es gibt beispielsweise im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge nur zwei Anbieter auf dem Markt. Wir haben das Geld zur Verfügung, aber es fehlen einfach die Angebote“, bedauerte Heidi Baltes. Das Thema E-Mobilität hat in Solingen ganz hohe Priorität, betonten alle Akteure am Mittwoch.

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