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Galerie ART-ECK: Helmut Büchters surreale Welt

Künstler Helmut Büchter (Mitte) stellt zum ersten Mal bei Dirk Balke (re.) in der Galerie ART-ECK aus. (Foto: © Martina Hörle)

Künstler Helmut Büchter (Mitte) stellt zum ersten Mal bei Dirk Balke (re.) in der Galerie ART-ECK aus. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Am Samstag fand in der Galerie ART-ECK die Vernissage zur Ausstellung „Spielplatz für Schimpansen“ statt. Es war proppenvoll, denn viele Besucher waren gekommen, um die Werke Helmut Büchters zu betrachten. Der 1947 in Essen geborene Maler stellt zum ersten Mal bei Galerist Dirk Balke aus.

Großes Interesse an Büchters Werken

Büchters Darstellungen sind grundsätzlich gegenständlicher Art. Der Künstler verwandelt eine Vielzahl von alltäglichen Bildern in surreale Ansichten. Wie zufällig tauchen Gegenstände des täglichen Lebens, Menschen und vor allem überdimensionale Tiere nebeneinander auf. Ein riesiger Käfer auf einem Kaktus, direkt darunter ein Stier in gleicher Größe. Ein elegant gekleideter Mensch sitzt inmitten von Hirsch, Rassehunden und lauernden Geiern. Ein Schimpanse, der größer ist als das Auto, auf dem er sitzt.

Der riesige Käfer hat ungefähr die gleiche Größe wie der Stier. Proportionen spielen bei Büchter nur eine nebensächliche Rolle. (Foto: © Martina Hörle)

Groß- und kleinformatige Werke wechseln sich ab, nehmen Bezug aufeinander. Der Junkie mit dem Frosch spiegelt sich in den Farben des Toreros im Bild daneben. Frösche als verbindendes Element. Charaktere, Farben und Figuren wiederholen sich und schaffen Verbindung. In seiner ganz eigenen Art arrangiert, komponiert Büchter einzelne Sequenzen zu einem übernatürlichen Gesamtwerk. Erlebtes und Imaginäres, alte und neue Begebenheiten vermischen sich zu einer Art zeitlicher Collage und zeigen überraschende Zusammenhänge auf.

Narrative Bilderwelten

Galerist Dirk Balke dazu: „Helmut Büchter konzipiert frei und ungezwungen in seinen Anordnungen und Größenverhältnissen. Proportionen treten in den Hintergrund, verlieren an Bedeutung. Trotzdem ist alles in sich stimmig.“ Genau das ist es, was der Galerist an Büchters Arbeiten schätzt. „Es harmoniert etwas miteinander, was theoretisch gar nicht funktionieren kann.“

Schimpansen ohne Fell neben einen elegant gekleideten Menschen – ein typisches Beispiel für die fantasievollen Zusammenhänge, die der Künstler in seinen Arbeiten herstellt. (Foto: © Martina Hörle)

Die Gemälde Büchters haben Balke überzeugt, den Künstler mit in sein Programm aufzunehmen. „Er schafft narrative Bilderwelten, gibt dem Betrachter Rätsel auf“, sagt der Galerist dazu. „Bei jedem Bild hat man das Gefühl, es stecke eine Geschichte dahinter.“ Auch wenn alle Werke Titel tragen, ist der Betrachter eingeladen zu spekulieren, eigenen Assoziationen Raum zu geben.

Raum für eigene Assoziationen

Die Galerie ART-ECK besteht seit etwa 32 Jahren und wurde seinerzeit von Jan Boomers gegründet. 2010 übernahm Dirk Balke und wurde so neben seiner künstlerischen Tätigkeit auch zum Galeristen. Pro Jahr präsentiert er dort rund sieben bis acht Ausstellungen mit wechselnden Künstlern. Büchters Werke sind bis zum 10. Februar immer freitags von 14 – 19 Uhr und samstags von 10 – 14 Uhr sowie nach Vereinbarung zu besichtigen.

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