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Ideenreichtum ausleben in der Kreativakademie Kabelli

In diesem in Weiß und Türkis gehaltenen Kreativraum können künstlerisch Interessierte ihrem Erfindungsgeist freien Raum lassen. Der Blick ins Grüne schafft eine behagliche Atmosphäre. (Foto: © Martina Hörle)

In diesem in Weiß und Türkis gehaltenen Kreativraum können künstlerisch Interessierte ihrem Erfindungsgeist freien Raum lassen. Der Blick ins Grüne schafft eine behagliche Atmosphäre. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Am Samstag eröffnet die Kreativakademie Kabelli auf der Ritterstraße 13 ihre Pforten. Kreativsinnige, Formenmacher, Papierverliebte und Farbträumer sind herzlich eingeladen. Die kleine Akademie ist ein Treffpunkt für alle, die ihre Gestaltungskraft ausleben möchten. Basteln, Malen, Zeichnen, Drucken und Buchbinden sind nur ein kleiner Teil des umfangreichen und vielseitigen Programms.

Kreativer Treffpunkt für Gestalterisches

Beim kreativen Montag sind Farbpinsler, Vielzeichner und Gelegenheitsmaler gern gesehene Gäste. Das Kinderatelier am Dienstag bietet kleinen Künstlern die Möglichkeit, in eine bunte Farbenwelt einzutauchen. Geschichten, Ideen und Träume nehmen Gestalt an. Das Motto für den Mixed Media Mittwoch heißt: Vielschichten – Ausprobieren – Drübermalen. Nichts muss – alles darf.

Künstlerin und Fotografin Bogi Bell gestaltet aus Briefkuverts, Klorollen und anderen Materialien kleine Mini-Alben mit Bildern oder Sinnsprüchen. „Sie ist ein Quell an Ideen“, sagt ihre Kollegin Steffi Kalter. (Foto: © Martina Hörle)

Kabelli, das sind Diakonin Steffi Kalter (*1975) und Künstlerin Bogi Bell (*1971). Kalter hat schon vor 20 Jahren die Kunst als Hobby für sich entdeckt und sich in vielen Kursen umfangreiche Kenntnisse und Techniken angeeignet. 2015 hat sie ihre Ausbildung zur Kunsttherapeutin am IBKK-Kunstverein in Bochum begonnen. Hier lernte sie Bogi Bell kennen. Bell hat nach ihrem Pädagogikstudium freie Kunst an der Kunstakademie in Arnheim studiert. Jetzt arbeitet sie als bildende Künstlerin und Fotografin. Genau wie Steffi Kalter lässt sie sich seit 2015 am IBKK zur Kunsttherapeutin ausbilden. Ursprünglich wollten beide eine Lerngruppe bilden. Beim gegenseitigen Austausch fanden sie viele Gemeinsamkeiten.

Upcycling von großer Bedeutung

„Wir können von unser beider Erfahrungen unglaublich profitieren“, sind sich die beiden einig. „Bogi hat eine so tolle mitreißende Art an sich“, schildert Kalter ihren Eindruck. „Sie ist in ihrer Kreativität ein Quell an Ideen.“

Den letzten Anstoß für die Akademie gab ein Koffermarkt in Rheine. Die Idee hinter diesem Kunsthandwerkermarkt war, dass nur aus alten Koffern verkauft wurde. Kalter und Bell waren von dieser Idee begeistert. „Besonders reizte uns der Vintage-Gedanke.“ Als Variante zu alten Koffern gibt es bei den erfinderischen Frauen die alten Schachteln, die sie geschickt und einfallsreich in zauberhafte kleine Kunstwerke verwandeln. Aufgetrennte Teebeutel auf Notenblättern ergeben fantasievolle kleine Bilder. Briefkuverts verwandeln sich in originelle Mini- Alben. Hier spielt das Upcycling eine wichtige Rolle.

Steffi Kalter hat vor zwanzig Jahren die Kunst als Hobby für sich entdeckt. Die Diakonin bildet sich derzeit zur Kunsttherapeutin in Bochum weiter. (Foto: © Martina Hörle)

„Wir haben mittlerweile so viel gelernt, Techniken ausprobiert und Erfahrungen durch learning by doing gemacht. Dieses Wissen möchten wir gerne weitergeben.“ Im Mai hatten sie die passenden Räumlichkeiten im Internet gefunden. „Beim Besichtigungstermin hat es bei uns beiden Klick gemacht“, schildert das Duo einstimmig. „Wir wussten sofort: Hier gehören wir hin.“ Die Räume sind zentral gelegen, gleich gegenüber der Dorper Kirche, wo Steffi Kalter getauft ist und getraut wurde. Heimatgefühl sozusagen.

Die rund 55 Quadratmeter bestehen aus einem großen Kreativraum, anheimelnd in Weiß und Türkis eingerichtet, einem Büro und einer kleinen behaglichen Küche. Der Blick ins Grüne sorgt für ein harmonisches Ganzes. Dank der kunsttherapeutischen Arbeit können viele Menschen einen Ausgleich zum Alltag durch Stressabbau finden. In der heutigen Zeit wichtiger denn je. Die Kurse finden in kleinen Gruppen von max. 8 – 10 Teilnehmern statt. „Wir möchten jedem ausreichend Zeit widmen können.“ Spezielle Workshops sind schon in Planung.

Spezielle Workshops in Planung

Am Samstag, dem 11.11. erwarten Steffi Kalter und Bogi Bell um 11:11 Uhr Freunde, Künstler und interessierte Besucher zu einer Eröffnungsfeier mit buntem Programm. Um 12 Uhr singt ein Chor Martinslieder. Patricia Langfeld, Performance-Künstlerin, und Tänzerin Anna Dimpfl unterhalten um 15 Uhr mit einer künstlerischen Einlage.

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