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IHK und Wirtschaftsförderung: Schritt für Schritt auf Israel zugehen

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Grisha Alroi-Arloser (re.) ist Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Israelischen IHK in Tel Aviv. Er stellte jetzt das wirtschaftliche Potenzial Israels im Gründer- und Technologiezentrum vor. Oberbürgermeister Tim Kurzbach (li.) will den Kontakt zu Israel forcieren. (Foto: B. Glumm)
Grisha Alroi-Arloser (re.) ist Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Israelischen IHK in Tel Aviv. Er stellte jetzt das wirtschaftliche Potenzial Israels im Gründer- und Technologiezentrum vor. Oberbürgermeister Tim Kurzbach (li.) will den Kontakt zu Israel forcieren. (Foto: B. Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Fragt man den durchschnittlichen Deutschen, für wie groß er denn Israel halte, dann bekommt man die erstaunlichsten Antworten. So mancher vergleicht die Flächengröße des jüdischen Staates mit der von Texas, das doppelt so groß ist wie die Bundesrepublik Deutschland. Tatsächlich hat Israel aber nur die Größe des Bundeslandes Hessen. Eines von vielen Missverständnissen, wenn es um die Wahrnehmung des kleinen Staates am Mittelmeer geht. „Israel wird in den Medien immer mit Terror, Gewalt, Konflikten und Siedlern dargestellt und auch genau so wahrgenommen“, sagte Grisha Alroi-Arloser in seinem Vortrag im Gründer- und Technologiezentrum.

Dort war der Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Israelischen IHK in Tel Aviv im Rahmen eines „Business Lunch“ zum Thema „Wirtschaftspartner Israel“ zu Gast. Auf Einladung der IHK Wuppertal und der IHK Düsseldorf sowie der Solinger Wirtschaftsförderung stellte Alroi-Arloser den Staat Israel und sein wirtschaftliches Potenzial sowie Kooperationsmöglichkeiten auch für Solinger Unternehmer vor.

Wird oft fälschlicherweise als Hauptstadt Israels bezeichnet: Tel Aviv am Mittelmeer ist der Wirtschaftsmotor des Staates Israel. Hauptstadt ist Jerusalem. (Archivfoto: B. Glumm)
Wird oft fälschlicherweise als Hauptstadt Israels bezeichnet: Tel Aviv am Mittelmeer ist der Wirtschaftsmotor des Staates Israel. Hauptstadt aber ist Jerusalem. (Archivfoto: B. Glumm)

Grisha Alroi-Arloser: „Israel ist ein Hightech-Land“

Israel hat rund 8,5 Millionen Einwohner (vergleichbar mit Österreich) und ist die stärkste Volkswirtschafft in der gesamten Region. „Israel hat beispielsweise mehr NASDAQ-notierte Unternehmen, als jedes andere Land außerhalb Nord-Amerikas“, machte Grisha Alroi-Arloser deutlich. Während sich vielfach noch das Vorurteil halte, dass Israels Exporte am ehesten aus Jaffa-Orangen bestehen, macht der landwirtschaftliche Teil dessen seit geraumer Zeit nicht mehr als drei Prozent aus. Tatsächlich verschifft der jüdische Staat rund 70 Prozent Industriegüter in alle Welt. „Israel ist ein Hightech-Land“, so Alroi-Arloser weiter.

6.000 deutsche Unternehmen in Kontakt mit israelischen Partnern

Als Absatzmarkt für Hightech sei der eigene Markt zu klein. „Für Israel ist die Welt der Markt“. Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner für die israelische Wirtschaft. Rund 6.000 deutsche Unternehmen unterhalten rege Handelsbeziehungen zu ihren Partnern in Israel. Umgekehrt ist Israel der drittgrößte Handelspartner für Deutschland im Nahen Osten. Aufgrund der Öl-Importe ist nur das Handelsvolumen mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten noch größer.

Freuten sich über einen regen Austausch im Pliestersaal: v.li. Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Solinger Wirtschaftsförderung, Sofia Thives-Kurenbach, Städtepartnerschaftsbeauftragte der Stadt Solingen, Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Grisha Alroi-Arloser, Beatrice Achim von der Bergischen IHK und Robert Butschen von der IHK Düsseldorf. (Foto: B. Glumm)
Freuten sich über einen regen Austausch im Pliestersaal: v.li. Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Solinger Wirtschaftsförderung, Sofia Thives-Kurenbach, Städtepartnerschaftsbeauftragte der Stadt Solingen, Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Grisha Alroi-Arloser, Beatrice Achim von der Bergischen IHK und Robert Butschen von der IHK Düsseldorf. (Foto: B. Glumm)

Viele innovative Technologien wurden in Israel erfunden

Viele innovative Technologien kommen aus Israel. Angefangen bei den USB-Sticks und anderen Speichermedien, über Mobiltelefone bis hin zur Kinect-Technologie, dem ICQ-Messenger und ganz viel Sicherheitstechnik, die weltweit vor allem an Flughäfen zum Einsatz kommt. Und nicht zuletzt die Cherrytomate, die vor Jahren in einem Labor in Jerusalem entwickelt wurde.  Sichtlich beeindruckt zeigten sich die Gäste und die Vertreter der Solinger Wirtschaft in Anbetracht dieser Fülle an Informationen. Der Austausch auf dem Gebiet der Wirtschaft mit Israel ist ein Anliegen, das Oberbürgermeister Tim Kurzbach für die Zukunft forcieren möchte. „Ich habe Interesse an diesem Thema, da ich Interesse an Israel habe. Ich freue mich, dass wir uns hier Schritt für Schritt annähern“, so Kurzbach, der für die Zukunft weitere Aktionen in Sachen Israel ankündigte.

Deutsch-Israelische IHK im Internet: israel.ahk.de

Volksbank Bergisches Land

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