SOLINGEN (red) – Nach 17 Jahren im nordrhein-westfälischen Landtag wird Josef Neumann bei der Landtagswahl 2027 nicht erneut kandidieren. Der 65-jährige SPD-Politiker vertritt Solingen und Wuppertal seit 2010 als direkt gewählter Abgeordneter in Düsseldorf. „Ich habe mich viele Jahre mit voller Kraft für meine Heimatstadt und für die Menschen hier vor Ort eingesetzt“, so Neumann. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, Verantwortung in neue Hände zu legen.“
Vierte Legislaturperiode als direkt gewählter Abgeordneter
Josef Neumann ist aktuell in seiner vierten Legislaturperiode als direkt gewählter Abgeordneter. „In unzähligen Ausschuss- und Plenarsitzungen, aber auch in stetigen Gesprächen im kleinen Kreis habe ich mich für die Themen eingesetzt, die wichtig sind für die Menschen hier vor Ort“, sagt Neumann. Neben der Mitgestaltung von Gesetzen und der Verteilung von Haushaltsmitteln hat er immer wieder wichtige Gelder für seinen Wahlkreis eingeworben.
Ein zentrales Anliegen war für Neumann stets die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen. „Mit dem Stärkungspakt Stadtfinanzen konnte ab 2011 ein erster wichtiger Schritt zur strukturellen Entschuldung Solingens eingeleitet werden“, betont er. Darüber hinaus konnten weitere Projekte vorangebracht werden. Dazu zählt er die Beschaffung der Industriefläche Rasspe in Stöcken, den Bau des Galileums in Ohligs, die finanzielle Sicherung der Mittel für integrierte Stadtteilentwicklungskonzepte (ISEK), die Stärkung des Gesundheitsstandorts Solingen einschließlich der Fördermittel für den Neubau am Klinikum Solingen sowie die Modernisierung von Schloss Burg. „Die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen hatten für mich immer oberste Priorität“, betont Neumann.
Anerkannter Sozial- und Gesundheitspolitiker
Als anerkannter Sozial- und Gesundheitspolitiker ist Neumann aktuell Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Landtag Nordrhein-Westfalen. Zudem ist er Mitglied im Ausschuss für Europa und Internationales. Als stellvertretender Vorsitzender der Sozialstiftung NRW ist ihm die Förderung von Menschen mit Behinderung eine besondere Herzensangelegenheit. Auch die zunehmende gesellschaftliche Herausforderung durch Einsamkeit und Isolation der Menschen hat Neumann zum politischen Thema gemacht.
In der Parlamentariergruppe NRW – Polen, Ukraine, Mittel- und Osteuropa, Baltikum wirkt Neumann beständig auf die Stärkung des innereuropäischen Zusammenhalts sowie auf soziale, wirtschaftliche und kulturelle Austauschprojekte zwischen den Ländern hin. Besonders engagiert ist Josef Neumann für humanitäre Hilfen für Menschen in Kriegs- und Krisengebieten.
Bei den OB-Wahlen Daniel Flemm (CDU) unterlegen
Josef Neumann hat nun entschieden, bei den nächsten Landtagswahlen im Jahr 2027 nicht erneut anzutreten. „Ich konnte viel bewegen für unsere Stadt und die Menschen hier“, sagt er und betont: „Bis zum Ende der Wahlperiode werde ich meine Arbeit für Solingen mit voller Kraft fortsetzen.“ Bei den Kommunalwahlen im September 2025 trat Josef Neumann als Oberbürgermeisterkandidat für Solingen an und unterlag seinem CDU-Kontrahenten Daniel Flemm.

