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Klinikum feiert 50 Jahre Neurochirurgie

Freuen sich auf das Symposium am kommenden Samstag im Klingenmuseum: Privatdozent Dr. Ralf Buhl (li.). Chefarzt der Neurochirurgie am Klinikum Solingen, und sein Vorgänger Prof. Dr. Michael Schirmer. (Foto: © Bastian Glumm)

Freuen sich auf das Symposium am kommenden Samstag im Klingenmuseum: Privatdozent Dr. Ralf Buhl (li.). Chefarzt der Neurochirurgie am Klinikum Solingen, und sein Vorgänger Prof. Dr. Michael Schirmer. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Mit einem Symposium im Klingenmuseum feiert das Solinger Klinikum am kommenden Samstag das 50-jährige Bestehen der Neurochirurgie im kommunalen Krankenhaus an der Gotenstraße. Im Jahre 1969 wurde die Abteilung im Zuge des Neubaus von Haus E von Dr. Karl-Heinrich Euler ins Leben gerufen. Gemeinsam mit zwei Oberärzten und einem Assistenzarzt baute er damals die Klinik auf. „Heute haben wir drei Oberärzte, sieben Assistenten und verfügen über 32 Betten. Wir operieren jeden Tag, haben einen eigenen OP-Saal. Viel mehr expandieren können wir im Grunde gar nicht mehr“, betont Privatdozent Dr. Ralf Buhl, der die Neurochirurgie im Klinikum seit 2009 als Chefarzt leitet. Damals übernahm er die Klinik von Prof. Dr. Michael Schirmer, der 1988 Chefarzt der Neurochirurgie wurde.

1.000 Operationen in der Neurochirurgie jährlich

„In Solingen hat man Ende der 1970er 1.200 Patienten jährlich an der Bandscheibe operiert, im Klinikum rechts der Isar in München waren es dagegen nur 600“ erinnert sich Schirmer. Seinerzeit kamen 80 Prozent der neurochirurgischen Patientinnen und Patienten aus der Region zur Behandlung nach Solingen, lediglich 20 Prozent aus der Klingenstadt selbst.

„Als ich dann schließlich 1988 im Klinikum angefangen habe, waren es immer noch gut und gerne 800 Bandscheiben, die wir operiert haben“, so Prof. Dr. Michael Schirmer weiter. Es gab damals noch nicht so viele Kliniken, die diese Art der Behandlung angeboten haben. „Heute haben wir im Jahr etwa 1.000 Operationen, davon sind etwa 650 Bandscheiben“, zeigt Dr. Ralf Buhl die aktuelle Entwicklung auf.

Referenten aus dem In- und Ausland in Solingen

Inzwischen nehme man in der Neurochirurgie sehr viel mehr Eingriffe am Gehirn vor, so Buhl weiter. Dazu gehören unter anderem operative Eingriffe bei Hirntumoren oder nach Traumata. Rückblick und die Entwicklung der Neurochirurgie werden auf dem Jubiläumssymposium am Samstag im Stiftersaal des Klingenmuseums unter anderem Themen der renommierten Vortragenden sein.

Referenten aus dem In- und Ausland werden einen einen Blick zurück auf die Zeit werfen, als sich die Neurochirurgie 1969 als eigenständige Disziplin etabliert hat. Es wird aber auch um die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen des Faches gehen. Mit Prof. Dr. John Popp hat sich sogar ein Spezialist aus den USA zur Veranstaltung in Gräfrath angekündigt.

Hollywood-Star George Clooney 2014 in der Neurochirurgie

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Neurochirurgie am Klinikum Solingen einen überaus guten Ruf erarbeitet. So gut, dass sogar Hollywood-Star George Clooney auf die Abteilung aufmerksam wurde. 2014 ließ sich der Schauspieler von Dr. Ralf Buhl wegen seiner Rückenschmerzen im Krankenhaus an der Gotenstraße behandeln. „Ich konnte ihm damals helfen, das war die Hauptsache“, erinnert sich Buhl mit einem Lächeln, der über weitere Details des Besuchs Clooneys den Mantel des Schweigens legt.

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