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Klinikum Solingen: Sie arbeitet seit 50 Jahren in der Pflege

Pflegedirektorin Heike Zinn (li.) und Pflegedienstleiterin Ulrike Clotten (re,) gratulieren Monika Koldrack zu ihrem 50-jährigen Dienstjubiläum im Städtischen Klinikum Solingen. (Foto: © Klinikum Solingen)

Pflegedirektorin Heike Zinn (li.) und Pflegedienstleiterin Ulrike Clotten (re,) gratulieren Monika Koldrack zu ihrem 50-jährigen Dienstjubiläum im Städtischen Klinikum Solingen. (Foto: © Klinikum Solingen)

SOLINGEN (red) – Auch nach einem halben Jahrhundert begeistert sich Monika Koldrack für die Arbeit in der Pflege. Seit 1976 arbeitet sie im Städtischen Klinikum. Für Pflegedirektorin Heike Zinn ist es eine Premiere: „Ich habe noch nie jemandem zum 50. Dienstjubiläum gratuliert.“ 40 Jahre, auch 45 Jahre, das käme schon mal vor. Aber 50 Jahre wie Monika Koldrack, das sei eine echte Rarität. Gemeinsam mit Pflegedienstleiterin Ulrike Clotten kommt Heike Zinn auf die Station, um sich für den Einsatz bei Monika Koldrack zu bedanken. Auch für die Flexibilität. Denn Monika Koldrack kommt, wie sie gebraucht wird. „Nur Nachtdienste mache ich nicht mehr.“

Neben der Rente im „Nebenjob“ aktiv

Die Patienten, sie sind der Hauptgrund, warum sie auch neben ihrer Rente – quasi im Nebenjob – weiter in der Pflege arbeitet. Mit Ausnahme ihrer Ausbildung, die sie in Mönchengladbach absolvierte, war sie ihr Arbeitsleben lang im Klinikum, immer in der Gastroenterologie. „Ich arbeite sehr gern mit unseren Patienten“, nennt Monika Koldrack ihre Motivation. Sie seien oft so dankbar, dass man ihnen helfe. „Für mich ist das befriedigender als zu dokumentieren.“

Und dann sind da natürlich die Kolleginnen und Kollegen. „Ich habe mich im Team immer wohl- und aufgehoben gefühlt“, sagt die examinierte Krankenschwester. Sechs bis sieben Tage arbeitet sie noch im Monat und freut sich dann, das Team der Station B12 zu treffen.

Einsatz in der Gastroenterologie im Klinikum

Vom Niederrhein an die Wupper zog es Monika Koldrack, weil sie eine Anzeige in der Schwesternzeitung gesehen hatte. „Die Stadt mit Herz im Städtedreieck“ war sie überschrieben. „Das hat mich angesprochen.“ Sie stellte sich vor und zog um in die Klingenstadt. Hier lernte sie dann auch ihren inzwischen verstorbenen Mann kennen, bekam ihre Tochter und blieb. Auch im Klinikum. Hier hat sie immer voll gearbeitet, zuletzt als stellvertretende Gruppenleiterin der Gastroenterologie. Den Posten hat sie mit der Rente abgegeben.

Wenn sie nicht arbeitet, liest die 71-Jährige gern und viel. Und ist mit ihrer fünfjährigen Enkelin unterwegs, die sie auch gut auf Trapp hält. Monika Koldrack kann Geschichten erzählen, von Sechs-Bett-Zimmern, von mechanischen Betten, die nicht höhenverstellbar waren, von fehlender Privatsphäre. Oder von dem Patienten, der ein ganzes Jahr im Klinikum war. „Da waren wir schon fast Familie“, erinnert sie sich. Natürlich war das damals auch eine Seltenheit, heute aber unvorstellbar.

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