Website-Icon Das SolingenMagazin

Neue Akademie für Gesundheitsberufe Solingen offiziell eingeweiht

Neubau der Akademie für Gesundheitsberufe an der Gotenstraße: Der neue Standort gegenüber dem Klinikum bündelt Ausbildung und Fortbildung für Pflege-, Rettungs- und Assistenzberufe. Rund 13 Millionen Euro wurden in das Gebäude investiert. (Foto: © Bastian Glumm)

Neubau der Akademie für Gesundheitsberufe an der Gotenstraße: Der neue Standort gegenüber dem Klinikum bündelt Ausbildung und Fortbildung für Pflege-, Rettungs- und Assistenzberufe. Rund 13 Millionen Euro wurden in das Gebäude investiert. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (red) – Mit der offiziellen Einweihung der neuen Akademie für Gesundheitsberufe verfügt Solingen über einen zentralen Ausbildungsstandort für Pflege-, Rettungs- und klinische Assistenzberufe. Der Neubau gegenüber dem Klinikum an der Gotenstraße soll Ausbildung und Fortbildung bündeln und damit die Gesundheitsversorgung in der Stadt und der Region langfristig stärken.

Die Einweihung fand am Donnerstagabend im Rahmen eines Neujahrsempfangs statt. Rund 13 Millionen Euro sind in das Gebäude investiert worden.

In der neuen Akademie sind die Pflegeschule und die Schule für Operationstechnische Assistenz (OTA) des Städtischen Klinikums Solingen sowie die Rettungsschule der Feuerwehren aus Solingen, Remscheid und Leverkusen untergebracht. Stadt und Klinikum sind gemeinsam Gesellschafter der neu gegründeten Einrichtung, die als Antwort auf den zunehmenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen verstanden wird.

Ausbildung als strategischer Baustein

Beim Neujahrsempfang stellte Klinikums-Geschäftsführer Prof. Dr. Martin Eversmeyer die Bedeutung der Akademie für die langfristige Entwicklung des Gesundheitsstandorts heraus. Das Klinikum habe in den vergangenen Jahren gezielt in Personal und neue Leistungsbereiche investiert. „Wir sind 2024 mit der Einstellung vieler neuer Mitarbeitenden in Vorleistung gegangen“, sagte Eversmeyer. „Die Strategie zahlt sich jetzt aus.“

Akademie-Geschäftsführerin Susanne Wiechmann mit Oberbürgermeister Daniel Flemm und Klinikums-Geschäftsführer Prof. Dr. Martin Eversmeyer beim Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten. (Foto: © Bastian Glumm)

Nach seinen Angaben wurden im vergangenen Jahr rund 32.000 stationäre Fälle behandelt, hinzu kamen etwa 50.000 Patientenkontakte in der Zentralen Notaufnahme. Versorgt wurden diese von rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch für die kommenden Jahre rechnet die Klinikumsleitung mit einem positiven Betriebsergebnis.

Enge Verzahnung von Theorie und Praxis

Die neue Akademie ist bewusst in direkter Nachbarschaft zum Klinikum angesiedelt. Ausbildung solle nicht losgelöst, sondern eng mit der praktischen Versorgung verbunden sein, machte Eversmeyer deutlich. Neben dem Klinikum selbst seien zahlreiche weitere Kooperationspartner eingebunden, darunter Pflegeheime und weitere Einrichtungen, in denen Auszubildende praktische Einblicke erhalten können.

Mit der Akademie verbindet sich zudem die Hoffnung, Fachkräfte langfristig an die Region zu binden. Ziel sei es, jungen Menschen früh Perspektiven im regionalen Gesundheitswesen aufzuzeigen.

Gemeinsames Projekt von Stadt und Klinikum

Für Oberbürgermeister Daniel Flemm ist die Akademie ein sichtbares Zeichen für die Zusammenarbeit von Stadt und Klinikum. „Erfolg entsteht im Team und gute Medizin braucht gute Pflege“, sagte Flemm. Mit dem Neubau sei ein multifunktionales Gebäude mit moderner technischer Ausstattung entstanden, das umfassende Ausbildungsmöglichkeiten eröffne.

Auch Akademie-Geschäftsführerin Susanne Wiechmann betonte die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts. „Wir sind nicht nur systemrelevant, wir sind menschenrelevant“, sagte sie. Die Akademie sei ein Versprechen an die Auszubildenden ebenso wie an die Stadt.

Praxisnahe Ausbildung: In den modern ausgestatteten Skills Labs können Auszubildende pflegerische Handgriffe und Versorgungssituationen realitätsnah trainieren. (Foto: © Bastian Glumm)

Bedeutung für die regionale Versorgung

Die Rettungsschule der Feuerwehren ist ebenfalls Teil der neuen Akademie. Deren Leiter Simon Preuß verwies auf die Verantwortung des Rettungsdienstes. Von der Corona-Pandemie bis hin zu außergewöhnlichen Einsatzlagen hätten sich die Menschen in Solingen stets auf ihre Feuerwehr verlassen können. „Wir sind stolz, dankbar und zuversichtlich“, sagte Preuß mit Blick auf den neuen Ausbildungsstandort.

Auch der neue Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums, Carsten Becker, unterstrich die Bedeutung der Akademie. „Die Akademie ist ein Highlight für die Sicherstellung der weiteren medizinischen Versorgung in unserer Stadt“, sagte Becker. Zugleich sei sie Teil einer langfristigen Entwicklungsstrategie am Standort.

Bis 2029 ist der Bau eines neuen Bettenhauses geplant, für den rund 180 Millionen Euro vorgesehen sind. Etwa die Hälfte der Summe wird vom Land Nordrhein-Westfalen getragen. „Dieser hohe Anteil der Förderung ist ein klares Bekenntnis des Landes, dass über uns die Versorgung Solingens und der Region gesichert wird“, sagte Prof. Dr. Martin Eversmeyer. „Auch im ambulanten Bereich sind wir mit den Medizinischen Versorgungszentren auf dem richtigen Weg.“

Die mobile Version verlassen