
SOLINGEN (red) – Ab April übernimmt Maria Carroccio Ricchiuti neue Aufgaben bei der Stadt Solingen: Sie wird Gleichstellungsbeauftragte und löst damit Aldona Fenz ab, die zukünftig beruflich andere Wege gehen möchte. Das teilt jetzt das Rathaus mit.
Gerechte Teilhabe, Chancengleichheit und Vielfalt
Seit Ende 2018 hatte Ricchiuti die Kommunale Koordinierung der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ geleitet, die für junge Menschen Perspektiven im Übergang von Schule zum Beruf schafft. Zuvor war die studierte Soziologin mit einem Master-Abschluss in „Community Development“ (Gemeinwesenentwicklung, Quartiermanagement und Lokale Ökonomie) unter anderem sozialpädagogische Mitarbeiterin im Kommunalen Integrationszentrum und Quartiersmanagerin in der Hasseldelle.
Nun freut sie sich auf neue Herausforderungen. „Themen wie gerechte Teilhabe, Chancengleichheit und Vielfalt haben mich schon immer begleitet, für ganz unterschiedliche Zielgruppen.“ Die Verhinderung und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt steht für sie weiterhin im Fokus, ebenso „Diversity“, also die Anerkennung und Wertschätzung individueller Unterschiede in der Gesellschaft.
„Einen Ort des Wirkens schaffen“
Vor allem will sie daran arbeiten, dass bei der Gleichstellung von Mann und Frau die Schere zwischen dem gesetzlichen Rahmen und der Realität weiter geschlossen wird: „Seit 1999 gibt es in Nordrhein-Westfalen das Gleichstellungsgesetz. Viel wurde seither erreicht, aber am Ziel sind wir noch lange nicht.“ Auf dem Weg will sie die Menschen mitnehmen, in der Verwaltung und in der Stadtgesellschaft. Sie betont: „Ich möchte einen Ort des Wirkens schaffen“.

































