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Projekt „Circular.Care.Solingen“ startet im Klinikum

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Bringen zunächst im Klinikum das Projekt
Bringen zunächst im Klinikum das Projekt "Circular.Care.Solingen" auf den Weg: v.li. Franka Bindernagel (Stadt Solingen), Sven Heuermann (Klinikum), Prof. Dr. Martin Eversymeyer (Geschäftsführer Klinikum), Beigeordneter Andreas Budde, Ariane Bischoff (Stadt Solingen) und Franziska Erbe (Wuppertal Institut). (Foto: © Bastian Glumm)

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SOLINGEN (red) – In Solingen ist ein neues Projekt zur Stärkung von Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz im Gesundheitswesen gestartet. Unter dem Titel „Circular.Care.Solingen“ arbeiten die Stadt Solingen, das Städtische Klinikum sowie das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie zusammen. Zunächst wird das Vorhaben im Klinikum umgesetzt, später können sich weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens beteiligen.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und verfügt über ein Gesamtvolumen von rund 1,25 Millionen Euro. Rund 90 Prozent der Summe werden über Fördermittel aus dem EFRE-Programm der Europäischen Union sowie aus Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW finanziert. Die verbleibenden zehn Prozent tragen die Projektpartner aus Eigenmitteln. Der Eigenanteil verteilt sich auf die Stadt Solingen mit rund 40.500 Euro, das Klinikum Solingen mit rund 44.400 Euro sowie das Wuppertal Institut mit rund 40.500 Euro. Zudem sind im Projekt mehrere Personalstellen eingeplant.

Fokus auf Abfallmanagement und Beschaffung

In der ersten Phase konzentriert sich das Projekt auf das Klinikum Solingen. Dort werden Abfallmanagement und Materialströme neu strukturiert. Ziel ist es, Wertstoffe besser zu trennen, geeignete Materialien erneut zu nutzen und Entsorgungsprozesse effizienter zu organisieren.

Parallel wird die Beschaffung medizinischer Produkte und Verbrauchsmaterialien überprüft und stärker an Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet. Auch die Mitarbeiter des Klinikums sollen in die neuen Abläufe eingebunden werden.

Abfallmengen reduzieren und Recyclingquoten verbessern

Mit dem Vorhaben sollen Ressourcenverbrauch und Abfallmengen reduziert sowie Recyclingquoten verbessert werden. Gleichzeitig zielt das Projekt darauf ab, Energiebedarf und CO₂-Emissionen zu senken und Kosten bei Einkauf und Entsorgung zu verringern. Darüber hinaus sind neue Prozesse in Zusammenarbeit mit Entsorgungsunternehmen und Herstellern vorgesehen, außerdem Impulse für ein kreislauffähigeres Produktdesign.

Nach Abschluss der ersten Projektphase sollen auch Praxen, weitere Kliniken und Pflegeeinrichtungen einbezogen werden. Geplant sind dazu Informations-, Beratungs- und Vernetzungsangebote.

Gesundheitswesen gilt als ressourcenintensiver Sektor

Das Gesundheitswesen gilt als ressourcenintensiver Sektor mit hohem Materialeinsatz und entsprechendem Abfallaufkommen. Im Klinikum Solingen fallen nach Angaben der Projektpartner jährlich rund 1.000 Tonnen Abfall an.

Bereits zuvor wurden dort Wiederverwendungsprojekte umgesetzt, darunter die Initiativen „Klinikum zum Mitnehmen“ und „Akademie zum Mitnehmen“, bei denen funktionsfähige Möbel und Ausstattung weitergegeben wurden. Zusätzlich fließen Erfahrungen aus regionalen Kreislaufwirtschaftsprojekten wie „FAB Region“ und „bergisch circular“ in das neue Projekt ein.

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Dieser Beitrag stammt von unserer Redaktion.

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