Website-Icon Das SolingenMagazin

Projektgruppe Druckgrafik Bergisch Land zeigt „was da ist“

(v. li. Ulla Riedel, Astrid Kirschey, Teresa Wojciechowska, Tati Strombach-Becher) Die Projektgruppe Druckgrafik Bergisch Land präsentiert am kommenden Sonntag in der Galerie Kirschey ihren neuen Druckkalender „was da ist“. (Foto: © Martina Hörle)

(v. li. Ulla Riedel, Astrid Kirschey, Teresa Wojciechowska, Tati Strombach-Becher) Die Projektgruppe Druckgrafik Bergisch Land präsentiert am kommenden Sonntag in der Galerie Kirschey ihren neuen Druckkalender „was da ist“. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – 15 Künstlerinnen und Künstler der Projektgruppe Druckgrafik Bergisch Land zeigen ab dem kommenden Sonntag in der Galerie Kirschey neue Grafiken der Reihe „Tradition & Experiment“.

Anliegen der Projektgruppe ist es, die vielfältigen Möglichkeiten der Druckkunst in ihrer beachtlichen Spannbreite zu zeigen. Der diesjährige Druckkalender, der bereits zum siebten Mal erscheint, trägt den Titel „was da ist“ und beschreibt einen Zustand, der sowohl fragend als auch bedrohlich oder einfach poetisch sein kann. Dem Betrachter stehen alle Möglichkeiten der Interpretation offen. Deshalb sind die Einzelwerke bewusst ohne Titel. Neben Originalgrafiken sind Lithografien, Radierungen, Metall- und Schablonendruck sowie Holz- und Linolschnitte zu sehen.

Projektgruppe Druckgrafik präsentiert neuen Kalender

„Wir pflegen die traditionellen Druckkünste, experimentieren aber auch damit“, so der Tenor der Gruppe. Daher nennen sie ihre Arbeitsreihe „Tradition und Experiment“. Auf Basis der Tradition entsteht Neues – beides hat seine Berechtigung. Vor sieben Jahren kam die Kalenderidee dazu. Man findet ein gemeinsames Thema, zu dem jeder teilnehmende Künstler seinen individuellen Beitrag leistet.

Ulla Riedel hat das Titelblatt (Mitte) des diesjährigen Kalenders entworfen. (Foto: © Martina Hörle)

Ulla Riedel hat das Titelblatt entworfen, ein Schablonendruck auf Büttenpapier. Die gebürtige Berlinerin lebt seit 1970 in Wuppertal, hat Freie Malerei an der Europäischen Kunstakademie in Trier studiert und arbeitet künstlerisch derzeit hauptsächlich im Bereich Schablonendruck. „Ich beziehe mich bei meinen Arbeiten auf organische, makroskopische Strukturen und auf Wiederholungen. Dadurch entstehen ständig neue Formationen von Mustern.“ Die Pandemie hat sich auf die Künstlerin nicht negativ ausgewirkt. Ohne den üblichen Termindruck und ständigen Blick auf den Kalender konnte sie wunderbar und ganz in Ruhe kreativ gestalten. „Die Druckgrafik ist für mich etwas Besonderes gegenüber anderen darstellenden Künsten“, sagt sie und gibt zu, dass sie dabei etwas disziplinierter und planvoller an die Arbeit geht.

Druckgrafik zeigt Wechselspiel der Emotionen

Die polnische Künstlerin Teresa Wojciechowska offenbart in ihren Arbeiten persönliche Erfahrungen während der Corona-Pandemie. Die massive Einschränkung ihrer sozialen Kontakte wurde zum Thema ihrer grafischen Arbeiten. „Ich und Ich – 100 Tage Einsamkeit“ zeigt ein Wechselspiel der Gefühle und Stimmungen. Die Bilder wurden von mehreren Metallplatten übereinander auf Papier gedruckt. Halbtransparente Silhouetten verkörpern eine einzige Person in diversen Alltagssituationen. Die diplomierte und promovierte Künstlerin ist seit 2000 Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler und war sechs Jahre lang Vorsitzende des BBK Bergisch Land.

Teresa Wojciechowska hat ihre persönlichen Erfahrungen während der Corona-Pandemie künstlerisch festgehalten. (Foto: © Martina Hörle)

„Cosmos bedeutet Weltordnung“ demonstriert Tati Strombach-Becher in ihrer Radierung. Pate standen hierbei Kindheitserinnerungen an die Zirkuswelt und die Figuren, die eben diese Welt bevölkern. Entstanden ist eine Collage, die eine völlig eigene Welt – einen Cosmos – darstellt, hinter dem sich die ganze Weite des Universums zeigt. Strombach-Becher ist seit 2011 im Vorstand des BBK Bergisch Land und arbeitet vorwiegend in der Technik Lithografie.

Die traditionellen Drucktechniken wurden 2018 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Der 15. März 2018 wurde zum Tag der Druckkunst erklärt und macht damit den hohen Stellenwert deutlich.

15. März Tag der Druckkunst

Folgende Künstlerinnen und Künstler werden ihre Werke präsentieren:
Barbara Held, Sarah Doerr, Carmen Meiswinkel, Marlene Mintert, Petra Mohr, Maria Pienkowski, Stephan Preuß, Ulla Riedel, Ulla Schenkel, AnneLi Schröder, Alvar Siefert, Tatjana Stroganowa, Tati Strombach-Becher, Boris von Reibnitz, Teresa Wojciechowska

Der Vernissage findet am kommenden Sonntag um 14 Uhr statt und ist bis zum 18 Oktober donnerstags und sonntags von 14 – 18 Uhr geöffnet.

Ort der Veranstaltung:
Galerie Kirschey, Alexander-Coppel-Straße 22 im Südpark

Die mobile Version verlassen