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Raoul Brattig (FDP) in Solingen fest verwurzelt

OB-Kandidat Raoul Brattig (FDP) mit Ehefrau Susi und Töchterchen Maresa. (Foto: © Bastian Glumm)

OB-Kandidat Raoul Brattig (FDP) mit Ehefrau Susi und Töchterchen Maresa. (Foto: © Bastian Glumm)

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SOLINGEN (bgl) – Der Name Brattig ist in Solingen wohlbekannt. Und zwar nicht erst, seit der FDP-Politiker Raoul Brattig seine Kandidatur für den Posten des Oberbürgermeisters bei den Wahlen im kommenden März ankündigte. „Mein Großvater war stellvertretender Direktor des Humboldtgymnasiums und dort auch Lehrer, so dass ihn viele kannten“, sagt Raoul Brattig. Aber mehr noch: Großvater Werner Brattig war in Solingen ein recht bekannter Künstler und Maler. Zahlreiche seiner Werke haben nach wie vor ihre Liebhaber und sind in so manchem Solinger Wohnzimmer zu finden. „Er hat sehr viele Bilder von Fachwerkhäusern gemalt, da er damals in den ganzen Hofschaften unterwegs war“, erklärt Enkel Raoul.

In Merscheid aufgewachsen

Die Familie Brattig ist in Solingen fest verwurzelt. Und die Familie ist groß. Raoul Brattig hat allein sechs Geschwister, der 28-jährige ist der älteste. „Zum jüngsten Geschwister gibt es einen Altersabstand von zehn Jahren“, zeigt Raoul Brattig auf. Aufgewachsen ist der junge Liberale in Merscheid, unweit des Mildred-Scheel-Berufskollegs.

„Damals hatten wir in diesem Bereich noch sehr viel Grün, was für uns als Kinder natürlich super war. Inzwischen ist dort aber vieles bebaut“, erinnert er sich. Zur Grundschule ging er am Weyer und an der Erholungsstraße in Merscheid. Am Humboldtgymnasium machte der 28-Jährige dann sein Abi, studierte im Anschluss daran Mathematik und Geschichte in Wuppertal.

Aus der Geschichte für die Zukunft lernen

Vor allem die Historie liegt dem jungen Solinger außerordentlich am Herzen: „Ich finde es sehr spannend, wenn man etwas daraus lernen kann, was mal war. Man muss ja nicht jeden Fehler, der mal gemacht wurde, wiederholen. Geschichte ist gar nicht so langweilig, wie es immer behauptet wird“, macht Brattig deutlich. Ein Blick in die Geschichte erkläre viele Dinge, die sich bis heute auswirken würden. Das gelte global ebenso, wie für Solingen. „Wieso haben wir in Solingen eine so ausgeprägte Stadtteilkultur? Ein Blick in die Historie zeigt ja, dass es alles einst eigenständige Städte waren, die sich selbst verwaltet haben“, nennt Brattig ein anschauliches Beispiel aus der Klingenstadt.

Heute lebt Raoul Brattig immer noch in Merscheid, das allerdings ein gutes Stück weiter in Richtung Ohligs ganz in der Nähe der Cobra. „Ich lebe hier ruhig mit meiner Frau und meiner Tochter“, so Brattig. Wie viele andere Solingerinnen und Solinger auch, verbringt der FDP-Politiker aufgrund der Corona-Krise momentan ohnehin mehr Zeit zu Hause mit Frau Susi und Töchterchen Maresa. Und wenn Raoul Brattig neben Familie, Job und Wahlkampf etwas freie Zeit hat, dann geht er seiner privaten Leidenschaft nach: Historische Strategiespiele. „Und das ganz gleich, ob es sich um Brettspiele oder um Simulationen am PC handelt. Je komplexer, umso besser“, so Brattig weiter.

Eigenes Brettspiel entwickelt

Aber nicht nur das: Der Strategiespiel-Fan gestaltet auch selbst Brettspiele. „Es ist ganz spannend zu sehen, wie kreativ Leute sein können, wenn man ihnen den Raum dazu gibt“, betont Brattig, der eine Mischung aus Strategie- und Rollenspiel entwickelt. Zu einer Vermarktung ist es allerdings noch nicht gekommen. Mit seiner Familie geht Raoul Brattig gerne auf Reisen und will das auch wieder tun, sobald die Corona-Krise überstanden ist.

Auch hier verbindet er Reiselust mit seinem Interesse an Geschichte. „Deshalb reise ich mit meiner Familie gerne zu historischen Orten, mich interessieren beispielsweise sehr die Habsburger“, erläutert Brattig. So ist er des Öfteren in Österreich unterwegs, vor allem die Stadt Wien besucht er immer wieder gerne.

Brattig: „Ich war schon immer politisch interessiert.“

Zur Politik kam Raoul Brattig erst in den vergangenen Jahren. „Politisch interessiert war ich aber schon immer“, sagt der OB-Kandidat für die FDP. Auch hier spiele sein historisches Interesse eine gewisse Rolle, erklärt er. Irgendwann wurde ihm die Beobachterrolle dann allerdings zu wenig, so dass er begann, sich in der Solinger FDP zu engagieren. „Immer nur reden ist schön und gut, man muss aber auch mal selber machen. Meckern ist einfach, aber mal selbst etwas zu tun, ist ganz etwas anderes“, unterstreicht der junge Politiker sein lokalpolitisches Engagement.

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