SOLINGEN (red) – Für ihren mutigen Einsatz nach dem Terroranschlag auf dem Solinger Fronhof sind sechs Solinger sowie eine Frau aus Münster mit der Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst verlieh die Auszeichnung jetzt in Düsseldorf an insgesamt 25 Menschen aus Nordrhein-Westfalen.
Ministerpräsident würdigt selbstlosen Einsatz
Die Geehrten hatten am 23. August 2024 unmittelbar nach dem Messeranschlag auf dem „Festival der Vielfalt“ Verletzten geholfen und dazu beigetragen, dass diese schnellstmöglich medizinisch versorgt werden konnten. Ihr beherztes Eingreifen half dabei, Menschenleben zu retten.
Bei der Verleihung sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Das entschlossene Handeln Einzelner kann Leben retten. Genau das haben die Menschen, die mit der Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet werden, eindrucksvoll bewiesen. Mit ihrem mutigen und selbstlosen Einsatz haben sie Mitmenschen aus lebensgefährlichen Situationen gerettet.“
Oberbürgermeister Flemm dankt den Geehrten
Beim Terroranschlag auf dem Fronhof während des Solinger Stadtjubiläums waren drei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden, vier von ihnen lebensgefährlich. Zahlreiche Helferinnen und Helfer kümmerten sich noch vor dem Eintreffen beziehungsweise gemeinsam mit den Rettungskräften um die Verletzten und trugen so entscheidend zu deren Versorgung bei.
Auch Oberbürgermeister Daniel Flemm gratulierte den Trägerinnen und Trägern der Rettungsmedaille in einem persönlichen Schreiben. „Die Auszeichnung ist eine besondere Anerkennung für Ihr beherztes und verantwortungsbewusstes Handeln. In einer außergewöhnlichen Situation haben Sie Mut, Entschlossenheit und Mitmenschlichkeit bewiesen. Dafür gebühren Ihnen großer Respekt und aufrichtiger Dank.“
Rettungsmedaille wird seit 1951 in NRW verliehen
Die Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen wird seit 1951 auf Grundlage des Gesetzes über die staatliche Anerkennung für Rettungstaten verliehen. Seit ihrer Einführung wurden insgesamt 1.435 Bürgerinnen und Bürger mit der Auszeichnung geehrt.

