SOLINGEN (red) – Viele Jahre lebten Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Dorp mit ihren Familien in dem Gebäude an der Klingenstraße 122, später wurde es vermietet. Doch mit zunehmendem Alter traten immer mehr bauliche und energetische Mängel zutage. Das 1969 errichtete Haus hätte nur mit erheblichem finanziellem Aufwand umfassend saniert werden können. Die Kirchengemeinde entschied sich daher für einen grundlegenden Neuanfang: Das ehemalige Pfarrhaus wird umgebaut, modernisiert und erweitert. Künftig entstehen hier drei qualitativ hochwertige Wohnungen.
Projekt mit Landesfördermitteln finanziert
Gefördert wird das Projekt mit öffentlichen Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen, die durch die Stadt Solingen bewilligt wurden. Die Kirchengemeinde tritt dabei als Investorin auf und schafft gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum. Die Mieten werden langfristig begrenzt, die Wohnungen stehen ausschließlich Menschen mit Wohnberechtigungsschein zur Verfügung.
Planungs- und Baudezernent Andreas Budde übergab den Förderbescheid an Pfarrerin Raphaela Demski-Galla sowie Dr. Hanjo Bergfeld von der evangelischen Kirchengemeinde Dorp. „Ich freue mich sehr, dass die Kirchengemeinde diesen Schritt geht, er führt zu einer Win-Win-Situation“, betont Budde. „Die Gemeinde gibt dem Haus eine zukunftsweisende Nutzung. Und die Stadt erhält Wohnungen, die bezahlbar sind – und die wir dringend benötigen.“
Pfarrhaus: Modernisierung auf aktuellem Standard
Das Gebäude entspricht in seiner ursprünglichen Bauweise einem typischen Entwurf der 1960er Jahre: massiv gebaut, mit Flachdach und klarer, funktionaler Architektur. Es steht damit exemplarisch für den Nachkriegsstil und die damals moderne, offene Haltung der evangelischen Kirche.
Nach dem Umbau wird das Haus den heutigen Anforderungen gerecht. Geplant ist der Effizienzhausstandard 40 sowie eine barrierefreie Ausführung. Die drei bis fünf Zimmer großen Wohnungen erhalten zudem jeweils einen Freisitz.
Öffentliche Förderung als wichtiger Impuls
Die öffentliche Wohnraumförderung sorgt derzeit auch in Solingen für zusätzliche Dynamik beim Ausbau bezahlbarer Wohnungen. In mehreren Stadtteilen werden Projekte unterstützt, die im Laufe des Jahres bezugsfertig werden sollen. Für Investoren biete die Förderung attraktive Rahmenbedingungen, darunter sehr niedrige Zinssätze in den ersten Jahren sowie langfristige Planungssicherheit durch Mietpreis- und Belegungsbindungen. Ergänzend werden Tilgungsnachlässe gewährt.
Angesichts der weiterhin hohen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum komme solchen Projekten eine besondere Bedeutung zu, so das Rathaus in einer Medienmitteilung. Der Zugang zu geförderten Wohnungen ist an einen Wohnberechtigungsschein gebunden.
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