SOLINGEN (red) – Über Jahre wurde die Mittagsverpflegung für viele städtische Kindertagesstätten im Klinikum zubereitet. Doch bereits im vergangenen Herbst war laut einer Medienmitteilung der Stadt Solingen klar, dass diese Kooperation Ende März aus Kapazitätsgründen enden wird und die Stadt zum 1. April einen neuen Partner braucht. Im September wurden die Eltern in aktuell 14 betroffenen Kitas über die anstehende Veränderung und die nächsten Schritte informiert, vor allem über die Elternvertretungen „ihrer“ Kitas und über die Kommunikationsplattform in Kitas und Schulen, Sdui.
„Windmann Catering“ aus Hilden übernimmt
Zum 1. April übernimmt „Windmann Catering“ die Mittagsverpflegung. Das Unternehmen aus Hilden beliefert in Solingen bereits mehrere Schulen und Kindertagesstätten. Vorausgegangenen war ein Vergabeverfahren, das die Stadt zügig auf den Weg gebracht hatte. Dabei spielte neben dem Preis vor allem die Qualität eine maßgebliche Rolle.
So wurden Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zugrunde gelegt, außerdem wurde auf das sogenannte „Cook and Chill“-Zubereitungsverfahren umgestellt. Dabei werden die Mahlzeiten früh zubereitet, sofort stark heruntergekühlt und in der Mittagszeit vor Ort erwärmt. So bleiben sie frischer, geschmackvoller und vitaminreicher. Die Vergabe hatte der Rat nach Vorberatungen in den politischen Gremien im vergangenen Dezember beschlossen.
Kita-Verpflegung: Eltern müssen mehr bezahlen
Bereits im September war auch angekündigt worden, dass die Verpflegung in allen städtischen Kitas teurer werden wird. „Bisher war das Mittagessen auch im Vergleich mit umliegenden Städten sehr günstig, die letzte moderate Erhöhung hatte es 2019 gegeben. Doch die Preise, die aktuell unter 50 Euro liegen, lassen sich am Markt nicht mehr realisieren. Auf Grundlage der Vergabe wurde deshalb jetzt neu berechnet“, so das Rathaus in der Medienmitteilung von Donnerstag. In den 14 Kitas, die ab April vom neuen Partner versorgt werden, steigen die Beiträge auf 78,50 Euro. In den fünf weiteren städtischen Kitas, in denen vor Ort gekocht wird, auf 74,50 Euro. Die neue Beitragsordnung soll im nächsten Schritt politisch beschlossen werden.
Eltern mit geringem Einkommen, bei denen das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) greift, sind von der Erhöhung nicht betroffen. Sie erhalten automatisch einen ausreichenden Zuschuss für die Mittagsverpflegung ihrer Kinder. Wer wissen möchte, ob er einen solchen Zuschuss erhalten kann, wird in den städtischen Kitas beraten und bei Bedarf auch unterstützt, wenn ein Antrag beim Jobcenter gestellt werden soll.

