SOLINGEN (ots) – Am Sonntagnachmittag wurde die Feuerwehr um 14.30 Uhr zu einem Felsensturz am Balkhauser Weg, kurz vor dem Balkhauser Kotten, alarmiert. Mehrere große Felsstücke hatten sich aus dem Hang gelöst und waren auf die Fahrbahn gestürzt. Ein besonders großer Felsbrocken lag noch sichtbar im Gefahrenbereich.
Technisches Hilfswerk im Einsatz
Die Polizei sperrte die Straße umgehend vollständig. Die Feuerwehr verschaffte sich zunächst einen Überblick über die Lage. Aufgrund der Größe der Felsbrocken und der schwierigen geologischen Situation wurde ein Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) aus Solingen hinzugezogen. Dieser unterstützte die Einsatzleitung bei der Lage, sowie bei der Planung des Einsatzes von schwerem Räumgerät.
Die Fachgruppe Räumen des THW Ortsverbandes Düsseldorf kam mit sechs Einsatzkräften und einem Radlader zur Einsatzstelle und entfernte das liegende Gestein von der Fahrbahn. Insgesamt wurden rund 15 Kubikmeter Geröll und Felsmaterial von der Straße geräumt und zur Seite geschoben.
Geologe wurde zur Einsatzstelle hinzugezogen
Vor Ort stellte sich heraus, dass das Gestein aus brüchigem, schieferartigem Material bestand. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich weitere Felsstücke aus dem Hang lösen könnten, wurde zusätzlich ein Geologe hinzugezogen. Dieser stellte fest, dass sich durch den Hangrutsch ein Hohlraum unter einem tonnenschweren Felsvorsprung gebildet hatte und somit nicht ausgeschlossen werden kann, dass bei einem weiteren Abbruch Menschenleben unterhalb akut gefährdet werden könnten.
Während der Räumarbeiten sorgten Kräfte des ABC-Zuges mit insgesamt sechs Einsatzkräften für eine umfangreiche Ausleuchtung der Einsatzstelle, da sich die Arbeiten bis in die Abendstunden hinzogen. Die Technischen Betriebe Solingen richten eine entsprechende Beschilderung der Vollsperrung des Balkhauser Wegs ein. Die Einsatzstelle wurde im Anschluss an den Stadtdienst Natur und Umwelt übergeben.
Der Balkhauser Weg bleibt bis auf Weiteres vollständig für den Individualverkehr gesperrt, da weiterhin ein mögliches hohes Risiko durch weitere Felsabbrüche besteht. Der Einsatz für die Feuerwehr endete am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr.

