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Solingen: Kinder ziehen in die Kita „Wichtelwald“ in Ohligs ein

Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und SEG übergeben symbolisch den Schlüssel für die neue Kita „Wichtelwald“ an der Schwanenstraße und eröffnen damit offiziell das Gebäude mit Kita und geförderten Wohnungen. (Foto: © Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen)

Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und SEG übergeben symbolisch den Schlüssel für die neue Kita „Wichtelwald“ an der Schwanenstraße und eröffnen damit offiziell das Gebäude mit Kita und geförderten Wohnungen. (Foto: © Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen)

SOLINGEN (red) – An den Start gegangen ist die Kita „Wichtelwald“ schon vor einigen Monaten. Doch jetzt gehört das Domizil für den Übergang der Vergangenheit an: Rund ein Jahr, nachdem an der Schwanenstraße in Ohligs das Richtfest gefeiert werden konnte, ist der Neubau fertig. Stadt und Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen (SEG) haben bei diesem Projekt zusammengewirkt: Die SEG hat investiert und gebaut, die Stadt ist Mieterin und betreibt die Kita. SEG-Geschäftsführerin Julia Kunz übergab jetzt den symbolischen Schlüssel für die Kita an Stadtdirektorin Dagmar Becker und für die öffentlich geförderten Wohnungen an Andreas Budde, Beigeordneter der Stadt und SEG-Geschäftsführer.

Vier Gruppen und rund 70 Kinder

In Solingen ist das Gebäude eine Premiere, auf einer Fläche von insgesamt 1.500 Quadratmetern werden erstmals zwei Nutzungen kombiniert: Erdgeschoss und erste Etage bieten Platz für die Kita mit insgesamt vier Gruppen und rund 70 Kindern. Im zweiten Obergeschoss entstanden sechs vom Land geförderte, barrierefreie Wohnungen. Sie ergänzen den Bestand an bezahlbarem Wohnraum in Solingen.

Stadtdirektorin Dagmar Becker freut sich über die neue Tagesstätte: „In der Kita-Betreuung sind wir in Solingen jetzt sehr gut aufgestellt. Die Kita Wichtelwald ist ein weiteres wichtiges Puzzlestück, das vor allem dazu beiträgt, den Bedarf in Ohligs, wo viele junge Familien leben, zu erweitern.“  Offiziell in Betrieb gegangen waren die vier Gruppen der Kindertagesstätte bereits im vergangenen Oktober, damals zunächst am Übergangsstandort Altenberger Weg. Störungen im Bauablauf, etwa durch Lieferengpässe und einen frühen Vandalismusschaden, hatten dazu geführt, dass der Neubau später fertig wurde, als zunächst geplant.

Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Funktionalität

„Mit dem Ergebnis sind wir aber sehr zufrieden“, betont Julia Kunz. „Nicht nur optisch überzeugt der Neubau, der wunderschön in die grüne Umgebung eingebunden ist. Er ist vorbildlich in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit und die Funktionalität im Inneren passt.“ Das bestätigt auch Sabrina Krüth, die die Einrichtung seit der ersten Stunde leitet: „Das Warten hat sich gelohnt. Wir finden beste Voraussetzungen, um unser teiloffenes Konzept umzusetzen. Der Umzug war herausfordernd, aber jetzt kommen die Kinder an und fühlen sich wohl. Und ich freue mich darauf, gemeinsam mit ihnen „ihre“ Räume zu entdecken.“

Julia Kunz hebt weitere Vorteile des Neubaus hervor: „Das Grundstück, auf dem es jetzt steht, lag jahrelang brach, war weder schön noch gepflegt. Jetzt wird es sinnvoll genutzt und ist ein Gewinn für das Quartier.“ Andreas Budde ergänzt: „Ich freue mich, dass die SEG hier eine ihrer wesentlichen Aufgaben erfüllen konnte: Sie hat zur städtebaulichen Entwicklung beigetragen, eine Kita gebaut, die dringend gebraucht wird, und für modernen bezahlbaren Wohnraum gesorgt.“

Bezahlbarer Wohnraum in energieeffizientem Haus

Gefördert wurden die Wohnungen mit öffentlichen Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen, die die Stadt Solingen bewilligt hat. So konnte zu attraktiven Konditionen mit zinsgünstigen Darlehen gebaut werden, entstanden ist qualitativ hochwertiger Wohnraum mit zeitgemäßen Standards. Die Höhe der Miete ist langfristig begrenzt, einziehen können nur Personen, die Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben. Diese Zweckbindung gilt für 30 Jahre.

Der Neubau vereint nicht nur die beiden Nutzungen Wohnen und Kita, er ist auch nachhaltig und energieeffizient. Holz- und Massivbau wurden kombiniert und sind im Gebäude sichtbar. Zusammen mit Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage wird der hohe Effizienzhausstandard 40 erreicht, der die Nebenkosten gering hält.

Mit dem Gebäude wurde der Entwurf des Büros Schilling Architekten mit Studio Grijsbach Landschaftsarchitekten umgesetzt. Er war 2021 als Sieger aus einem Planungswettbewerb hervorgegangen, den die SEG ausgelobt hatte. Das großzügige, als Spiel- und Begegnungsflur angelegte Foyer, und der Dachgarten für die Wohnungen waren Kernstück des prämierten Architekturkonzeptes. Die Herstellungskosten liegen insgesamt bei rund 9,3 Millionen Euro.

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