SOLINGEN (red) – Die Stadt Solingen wird Teil eines landesweiten Pilotprojekts und testet als eine der ersten drei Modellkommunen in Nordrhein-Westfalen die KI‑Verwaltungsassistenz NRW.Genius. Im Rahmen eines gemeinsamen Termins unterzeichneten Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Oberbürgermeister Daniel Flemm am heutigen Donnerstag eine entsprechende Vereinbarung.
Unterstützung bei zeitintensiven Tätigkeiten
Damit beginnt für die Stadt Solingen die Erprobung von NRW.Genius. Mit der unterzeichneten Vereinbarung startet erstmals eine Teststellung der kommunalen Nachnutzung von NRW.Genius in Kommunen. Ziel ist es, Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung bei zeitintensiven Tätigkeiten mit Textdokumenten zu unterstützen und gleichzeitig erste Erfahrungen mit dem Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung zu sammeln.
Die Anwendung bietet verschiedene Funktionen, die Abläufe vereinfachen können. Dazu zählen das Zusammenfassen von Texten, das Erstellen neuer Inhalte auf Basis von Stichpunkten, die Recherche in umfangreichen Dokumenten, das Beantworten von Fragen zu PDF-Dateien sowie die verständliche Aufbereitung komplexer Sachverhalte.
Flemm: „Schritt, um Verwaltung zukunftsfähig zu machen“
„KI made in Nordrhein-Westfalen: Mit der erstmaligen Erprobung von NRW.Genius auf kommunaler Ebene legen wir einen wichtigen Grundstein für die digitale Verwaltung von Morgen. Solingen leistet als Modellkommune echte Pionierarbeit, um digitale Innovationen landesweit nutzbar zu machen. Die gewonnenen Erfahrungen aus der Praxis sind entscheidend, um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung verantwortungsvoll und zielgerichtet weiterzuentwickeln. Gerade kleinere und mittlere Kommunen können davon profitieren, da die Entwicklung und der Betrieb von KI-Anwendungen mit hohen technischen und finanziellen Aufwänden verbunden sind. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit kommunaler Verwaltungen zu stärken, Mitarbeitende zu unterstützen und die digitale Zukunft des Staats aktiv zu gestalten“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Oberbürgermeister Daniel Flemm unterstrich den Nutzen für die kommunale Praxis: „Die Stadt Solingen zählt zu den ersten Kommunen, die NRW.Genius testen. Das ist ein wichtiger Schritt, um unsere Verwaltung zukunftsfähig zu machen. KI‑gestützte Assistenzsysteme können unsere Mitarbeitenden spürbar entlasten und Abläufe effizienter machen. Das schafft Zeit für die Aufgaben, bei denen persönlicher Kontakt und fachliche Expertise besonders wichtig sind.“
Test des Systems in ausgewählten Bereichen
Die Stadt Solingen wird NRW.Genius in den kommenden Monaten in ausgewählten Bereichen testen und die gewonnenen Erkenntnisse aktiv in die Weiterentwicklung der Anwendung einbringen.

