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Solinger Teenager spendet 800 Euro für Wohnungslosenhilfe der Diakonie

Der Solinger Teenager Mika übergibt seine Geburtstagsspende in Höhe von 800 Euro an Klaus Krampitz von der Wohnungslosenhilfe der Diakonie Wuppertal. (Foto: © Diakonie Wuppertal)

Der Solinger Teenager Mika übergibt seine Geburtstagsspende in Höhe von 800 Euro an Klaus Krampitz von der Wohnungslosenhilfe der Diakonie Wuppertal. (Foto: © Diakonie Wuppertal)

SOLINGEN (red) – Ein 13-jähriger Junge aus Solingen hat mit einer ungewöhnlichen Geburtstagsaktion ein Zeichen der Mitmenschlichkeit gesetzt: Statt sich beschenken zu lassen, bat Mika seine Familie und Freunde um Geldspenden. Auf diese Weise kamen 800 Euro zusammen, die er nun an die Wohnungslosenhilfe der Diakonie Wuppertal übergeben hat.

Hintergrund ist die wachsende Zahl wohnungsloser Menschen in Wuppertal. Nach Angaben der Diakonie hat sich ihre Zahl in den vergangenen Jahren verdoppelt und ist im Stadtbild immer sichtbarer geworden. Auch Mika nahm diese Entwicklung wahr und wollte nicht einfach wegsehen, sondern gezielt helfen. „Es gibt viele Menschen, denen es nicht gut geht, und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, ihre Situation zu verbessern“, sagt er.

Spende für den Tagesaufenthalt in Wuppertal

Die Spendensumme wird für den Tagesaufenthalt für Menschen ohne Obdach an der Ludwigstraße in Wuppertal verwendet. Dort erhalten Betroffene warme Mahlzeiten, Wasch- und Duschmöglichkeiten sowie Beratung. Die Mitarbeiter unterstützen außerdem bei Behördengängen, der Wohnungssuche und der medizinischen Versorgung.

Bei der Diakonie Wuppertal stößt das Engagement des Solinger Teenagers auf große Anerkennung. „Es ist eine unglaubliche Geste, gerade von einem so jungen Menschen“, freut sich der Leiter der Zentralen Beratungsstelle und des Tagesaufenthalts für obdach- und wohnungslose Menschen, Klaus Krampitz. „Mikas Entscheidung zeigt, wie viel Mitgefühl und Verantwortung in jedem von uns steckt.“

Wohnungslosigkeit nimmt deutlich zu

Nach Einschätzung von Klaus Krampitz schlafen in Wuppertal derzeit rund 100 Menschen dauerhaft draußen. Vor zehn Jahren seien es lediglich etwa 15 bis 20 gewesen. Hinzu kämen viele weitere Menschen, die ohne festen Wohnsitz von Couch zu Couch ziehen. Ihnen allen fehle ein sicherer Ort, an dem sie zur Ruhe kommen und Würde erfahren könnten.

Die Diakonie Wuppertal hält dafür verschiedene Hilfsangebote bereit. Neben dem Tagesaufenthalt gehören dazu Notunterkünfte mit warmen Mahlzeiten sowie Wasch- und Duschmöglichkeiten. In Beratungsstellen helfen die Mitarbeitenden bei Behördengängen, bei der Wohnungssuche und bei Schuldenfragen. Hinzu kommen Projekte zur Wohnungserhaltung und Wiedereingliederung, die verhindern sollen, dass Menschen auf der Straße landen, oder sie auf dem Weg zurück in ein eigenes Zuhause begleiten.

„Wir bieten ein ganzes Paket an Hilfsmaßnahmen, das den einzelnen Menschen und seine Probleme in den Blick nimmt und deshalb wirkungsvoll und nachhaltig ist“, erklärt Geschäftsführerin Marion Grünhage. „Mikas Engagement ist ein leuchtendes Beispiel für das Engagement junger Menschen, die über die Not anderer nicht hinwegsehen, sondern effektiv helfen möchten.“

Ein starkes Zeichen aus Solingen

Mit seiner Geburtstagsaktion setzt Mika ein starkes Zeichen der Solidarität mit Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Gleichzeitig macht seine Spende auf ein Problem aufmerksam, das auch in der Region immer sichtbarer wird. Dass ein 13-Jähriger bewusst auf Geschenke verzichtet, um anderen zu helfen, verleiht dieser Aktion eine besondere Kraft.

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