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Stadt will Rathaus schrittweise öffnen und Eingangsbereich umbauen

Visualisierung des geplanten neuen Empfangsbereichs im Solinger Rathaus mit offener Ansprechzone, klarer Wegeführung und integrierten Informationsflächen. (Bild: © Stadt Solingen)

Visualisierung des geplanten neuen Empfangsbereichs im Solinger Rathaus mit offener Ansprechzone, klarer Wegeführung und integrierten Informationsflächen. (Bild: © Stadt Solingen)

SOLINGEN (bgl) – Seit der Corona-Zeit ist der Zugang zum Solinger Rathaus Schritt für Schritt eingeschränkt worden. Eingänge wurden geschlossen, darunter auch der Zugang über die Merianstraße. Der Haupteingang war zuletzt nur noch unter Kontrolle eines externen Sicherheitsdienstes passierbar. Sicherheitstüren, Zugangskontrollen und klare Besucherlenkung prägten seither das Bild. Das Vorgehen wurde in der Stadtgesellschaft unterschiedlich bewertet und teils auch kritisch gesehen.

Rathaus: schrittweise Öffnung nach Ostern

Nun plant die Stadtverwaltung eine schrittweise Öffnung und Neuordnung des Zugangs. Beim Mediengespräch zur 100-Tage-Bilanz stellte Oberbürgermeister Daniel Flemm gemeinsam mit dem Gebäudemanagement erste konkrete Ansätze für die Neugestaltung des Eingangs- und Empfangsbereichs vor. Ziel ist es, das Rathaus wieder stärker als erreichbare Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger zu positionieren. Mit „klarer Besucherführung, direkter Ansprache und verbesserten Servicefunktionen“.

Geplant ist, die Flure des Rathauses nach Ostern wieder zu öffnen. Besucher sollen sich künftig am Empfang anmelden und anschließend direkt zu ihren Ansprechpartnern gehen können. Das Terminprinzip bleibt bestehen, digitale Angebote sollen weiter genutzt werden. Gleichzeitig will die Verwaltung spontane Vorsprachen nicht mehr grundsätzlich ausschließen. Der Oberbürgermeister dämpfte jedoch Erwartungen an Sofortbearbeitung: „Man kann nicht damit rechnen, dass jemand innerhalb von fünf Minuten direkt einen Ansprechpartner bekommt.“

Visualisierung der geplanten Wartezone im Eingangsbereich des Solinger Rathauses mit Sitzbereich für Besucherinnen und Besucher. (Bild: © Stadt Solingen)

Sicherheitskonzept bleibt Grundlage der Öffnung

Die Öffnung ist an ein angepasstes Sicherheitskonzept gebunden. Hintergrund sind zunehmende Übergriffe auf Beschäftigte. Flemm sagte dazu: „Wir haben tatsächlich die Situation, dass Kolleginnen und Kollegen bedroht werden und angegangen werden – und das ist etwas, das wir in aller Deutlichkeit strafrechtlich verfolgen.“ Zugleich stellte er klar: „Wir sind hier Dienstleister für die Menschen und für die Bürgerinnen und Bürger. Aber die Kollegen und Kolleginnen ebenfalls – und insofern werden wir das sehr konsequent verfolgen.“

Empfangsbereich soll komplett neu gedacht werden

Parallel zur organisatorischen Öffnung soll auch der Eingangsbereich baulich und funktional neu gestaltet werden. Nach Einschätzung von Gebäudemanagement-Leiter Matthias Knospe erfüllt der heutige Zustand nicht die Anforderungen an einen bürgerfreundlichen Empfang. „Das ist kein Empfang, das ist kein Ort, wo ich hingehen möchte und wo ich empfangen werde. Das muss verändert werden.“

Matthias Knospe ist Leiter des Gebäudemanagements der Stadt Solingen. (Foto: © Bastian Glumm)

Vorgesehen ist ein neu strukturierter Empfangsbereich mit direkter Ansprechstation, schneller Ersthilfe und klarer Wegeführung. Bürger sollen dort unmittelbar Unterstützung erhalten oder sich orientieren können. Zusätzlich sind Bereiche für diskretere Beratungsgespräche im Hintergrund sowie Wartezonen geplant, falls Besucher von Mitarbeitern abgeholt werden. „Es wird hier einen Bereich geben, wo Bürger direkt angesprochen werden können und wo ihnen unmittelbar geholfen werden kann“, so Knospe.

Digitale Infos und sichtbare Bürgerorientierung

Ergänzend ist eine dauerhaft aktive Informationsfläche mit Bildschirm vorgesehen. Dort sollen Hinweise aus der Verwaltung, aktuelle Projekte und Programme sowie Informationen aus dem Stadtgeschehen gezeigt werden. Das Konzept fasste Matthias Knospe so zusammen: „Öffnung ist das Motto und Bürgernähe ist das Motto.“

Nach Angaben der Stadt werden die technischen und baulichen Voraussetzungen nun schrittweise umgesetzt. Der neue Empfangsbereich soll demnach Teil eines größeren Umbaus hin zu mehr Sichtbarkeit, Zugänglichkeit und Serviceorientierung im Rathaus sein.

Externe Security bleibt bis auf weiteres im Rathaus

Auf Nachfrage, ob mit der geplanten Öffnung auch der Einsatz des externen Sicherheitsdienstes entfällt, stellte der Oberbürgermeister ein zweistufiges Vorgehen in Aussicht: „Im ersten Schritt nicht, im zweiten Schritt wahrscheinlich. Wir gehen ja mit zwei Steps. Step 1 ist die Öffnung an sich, Step 2 ist der Umbau und Öffnung nach dem Umbau.“ Damit bleibt die externe Security zunächst bestehen, bis die bauliche und organisatorische Neugestaltung des Eingangsbereichs abgeschlossen ist.

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