SOLINGEN (red) – Von Dienstag, 17. Februar, bis Freitag, 20. Februar 2026, führen die Technische Betriebe Solingen eine Analyse des Solinger Restmülls durch. Das teilt jetzt die Stadtverwaltung mit. Ziel der Untersuchung ist es, die stoffliche und chemische Zusammensetzung des Restmülls zu ermitteln. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für eine präzise und rechtssichere Erfassung von Emissionen bei der Abfallverbrennung.
Die Analyse ist vollständig anonymisiert
Im genannten Zeitraum werden Restmüllbehälter von Solinger Grundstücken stichprobenartig geleert. Anders als bei früheren Analysen werden die Tonnen nicht ausgetauscht. Stattdessen wird der Inhalt der vor Ort stehenden Behälter in große Sammelcontainer umgeladen und anschließend von einem spezialisierten Institut sortiert und im Labor untersucht. Die Leerung kann dabei auch an Tagen erfolgen, die nicht dem regulären Abfuhrtermin entsprechen.
Die Auswahl der Grundstücke erfolgt per Zufall, sodass eine repräsentative Datengrundlage entsteht. Die Analyse ist vollständig anonymisiert. Rückschlüsse auf einzelne Haushalte sind nicht möglich. Die Abfallentsorgung bleibt durchgehend gewährleistet.
Exakte Bestimmung des sogenannten Emissionswertes
Im Fokus der Untersuchung steht nicht nur die Zusammensetzung des Abfalls, sondern auch die exakte Bestimmung des sogenannten Emissionswertes. Hintergrund ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz. Als Betreiber des Müllheizkraftwerks sind die Technischen Betriebe verpflichtet, für die bei der Verbrennung entstehenden fossilen CO₂ Emissionen entsprechende Emissionszertifikate zu erwerben.
Die detaillierte Analyse stellt sicher, dass nur die tatsächlich verursachten fossilen CO₂ Mengen berücksichtigt werden. Damit schafft die Untersuchung die Grundlage für eine ökonomisch präzise und rechtssichere Abrechnung im Rahmen des Emissionshandels.

