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„Urgestein“ der Rathaus-Pressestelle Sabine Rische geht in den Ruhestand

Sabine Rische war seit 1989 in der Pressestelle der Stadt Solingen im Einsatz, jetzt geht sie in den Ruhestand. (Archivfoto: © Martina Hörle)

Sabine Rische war seit 1989 in der Pressestelle der Stadt Solingen im Einsatz, jetzt geht sie in den Ruhestand. (Archivfoto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (red) – Wann und wo immer auf Solingens Straßen gebuddelt wurde – sie wusste Bescheid. Was wird gebaut, von wem und warum? Wie lange dauert das? Gibt es eine Umleitung? Sabine Rische hatte die Antworten und was sie nicht auf Anhieb sagen konnte, fand sie dank ihres eingespielten Kontakt-Netzwerks kurzfristig heraus. Nun geht sie nach jahrzehntelanger Medienarbeit im Rathaus in den Ruhestand.

Im Team der Pressestelle seit 1989

Seit September 1989 gehörte Sabine Rische zum Team der Pressestelle der Stadt Solingen. Zuvor war sie bereits mehrere Jahre bei einer Tageszeitung sowie bei einer Nachrichtenagentur tätig. In dieser Zeit hat sich die Arbeit in der städtischen Kommunikation grundlegend gewandelt: Schreibmaschine und Faxgerät sind längst Geschichte, während neue digitale Kanäle wie die städtische Website und Social Media heute selbstverständlich zum Arbeitsalltag gehören.

Trotz dieser Veränderungen ist die Arbeit für sie stets spannend geblieben. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Informationstechnik brachte immer neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich und sorgte dafür, dass Routine nie Einzug hielt.

Blick von außen auf die Klingenstadt

Ein Thema hat Sabine Rische dabei besonders geprägt: die Baustellen in Solingen. Früh erkannte sie die Bedeutung dieses Bereichs für die Bürgerinnen und Bürger und baute ihn systematisch aus. „Wenn wir den Servicegedanken ernst nehmen, müssen wir die Möglichkeiten schaffen, dass die Menschen gut durch unsere Stadt kommen“, so Rische. Über die Jahre entstand ein enges Netzwerk, das es ermöglicht, über Baumaßnahmen frühzeitig und umfassend zu informieren.

Als gebürtige Krefelderin brachte Sabine Rische von Beginn an einen „unverstellten Blick“ auf Solingen mit. Während alteingesessene Solingerinnen und Solinger ihre Stadt mitunter kritisch sehen, erkannte sie früh die positiven Seiten der Klingenstadt. Es war ihr stets ein Anliegen, diese hervorzuheben und damit zur positiven Entwicklung Solingens beizutragen.

Zwischen Technik und verständlicher Sprache

Mit der Zeit entwickelte sie ein besonderes Interesse für Stadtplanung und Stadtentwicklung. Zahlreiche Projekte begleitete sie über viele Jahre hinweg eng. Ihre Rolle verstand sie dabei vor allem als Vermittlerin: komplexe Inhalte aus Verwaltung und Technik verständlich aufzubereiten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu vielen Themen hätte man sie zeitweise nachts aus dem Schlaf holen und befragen können, so Sabine Rische.

Ihr thematisches Spektrum war breit: von der Stadtteilentwicklung in Ohligs und Solingen-Mitte über die Neugestaltung und den Hochwasserschutz in Unterburg bis hin zu technisch anspruchsvollen Projekten wie dem Bau des Viehbachsammlers. Ein besonderes Highlight der vergangenen Jahre war für sie die Sanierung von Schloss Burg.

Auch andere wichtige Themen begleitete sie über lange Zeit hinweg, darunter der Ausbau der Kindertagesstätten sowie die Solinger Freizeitkarte, die sie in mehreren Auflagen redaktionell betreut und gestaltet hat.

Abschied in den Ruhestand Ende April

Ende April verabschiedet sich Sabine Rische nun offiziell in den Ruhestand. Ihren letzten Arbeitstag hatte sie bereits am 27. März. Für sie selbst ist dieser Schritt folgerichtig: Es sei nun an der Zeit, Platz für jüngere Generationen zu machen.

Langweilig dürfte ihr dennoch nicht werden. Neben mehr Zeit für ihre Hobbys – darunter ihre Enkel, ihre Hunde und Katzen, Reisen sowie der Chorgesang – bleibt sie der Stadt weiterhin verbunden. In kleinerem Umfang wird sie künftig für die Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen tätig sein und so weiterhin an wichtigen Projekten mitwirken, etwa an der Entwicklung der Innenstadt oder der Welterbebewerbung der Müngstener Brücke.

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