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Woche der Wiederbelebung: Jeder Mensch kann Leben retten

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Die Solinger Kooperationspartner stellen die Woche der Wiederbelebung 2026 vor. Bei den öffentlichen Trainings können Interessierte die Herzdruckmassage an Übungspuppen erlernen.

Die Solinger Kooperationspartner stellen die Woche der Wiederbelebung 2026 vor. Bei den öffentlichen Trainings können Interessierte die Herzdruckmassage an Übungspuppen erlernen.

(Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (red) - Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kann das schnelle Eingreifen von Menschen in unmittelbarer Nähe den entscheidenden Unterschied machen. Die Woche der Wiederbelebung rückt deshalb jedes Jahr die Laienreanimation in den Mittelpunkt. Vom 21. bis 27. September zeigen Fachleute bundesweit, wie sich mit wenigen Handgriffen Leben retten lässt. Auch in Solingen gibt es Schulungen und zwei öffentliche Veranstaltungen, bei denen Interessierte die Herzdruckmassage praktisch üben können.

Schnelle Hilfe erhöht die Überlebenschance

Etwa 50.000 bis 60.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich außerhalb eines Krankenhauses einen Herzstillstand. Er kann zu Hause ebenso auftreten wie am Arbeitsplatz, beim Sport oder während des Einkaufs. Bis der Rettungsdienst eintrifft, vergehen wertvolle Minuten. Umso wichtiger ist es, dass Anwesende die Situation erkennen, den Notruf wählen und unverzüglich mit der Wiederbelebung beginnen.

Eine sofort ausgeführte Herzdruckmassage hält den Blutkreislauf aufrecht und versorgt das Gehirn weiterhin mit Sauerstoff. Ohne diese Hilfe sinkt die Überlebenschance mit jeder Minute deutlich. Viele Menschen zögern dennoch aus Sorge, etwas falsch zu machen. Die Woche der Wiederbelebung soll diese Unsicherheit nehmen und vermitteln, dass entschlossenes Handeln im Notfall wichtiger ist als Perfektion.

Öffentliche Veranstaltungen in Ohligs und im Hofgarten

In Solingen stehen während der Aktionswoche zwei öffentliche Termine auf dem Programm. Am Dienstag, 22. September, können Bürger von 12 bis 17 Uhr in der Filiale der Stadt-Sparkasse Solingen in Ohligs die wichtigsten Schritte der Wiederbelebung kennenlernen und an Übungspuppen ausprobieren.

Ein weiterer öffentlicher Termin folgt am Donnerstag, 24. September, von 12 bis 17 Uhr im Hofgarten Solingen. Auch dort zeigen Fachleute, wie eine Herzdruckmassage richtig ausgeführt wird. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenlos. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Darüber hinaus finden an mehreren Solinger Schulen Trainings mit Übungspuppen statt. Auf diese Weise sollen bereits Kinder und Jugendliche mit der Laienreanimation vertraut gemacht und dazu ermutigt werden, in einer Notfallsituation Verantwortung zu übernehmen.

Prüfen, rufen und drücken

Die entscheidenden Maßnahmen bei einem Herzstillstand lassen sich auf drei einfache Schritte reduzieren: prüfen, rufen und drücken. Zunächst wird kontrolliert, ob die betroffene Person ansprechbar ist und normal atmet. Reagiert sie nicht und ist keine normale Atmung festzustellen, muss sofort der Notruf unter der Telefonnummer 112 gewählt werden.

Anschließend beginnt die Herzdruckmassage. Dafür werden die Hände übereinander in der Mitte des Brustkorbs platziert. Mit gestreckten Armen wird das Brustbein fünf bis sechs Zentimeter tief nach unten gedrückt. Empfohlen werden 100 bis 120 Kompressionen pro Minute. Als Orientierung für das richtige Tempo kann der Rhythmus des Bee-Gees-Klassikers „Stayin’ Alive“ dienen. Die Herzdruckmassage wird fortgesetzt, bis der Rettungsdienst eintrifft und die Versorgung übernimmt.

Solinger Netzwerk setzt sich für Wiederbelebung ein

Getragen wird die Woche der Wiederbelebung in Solingen von einem breiten Netzwerk. Zu den Kooperationspartnern gehören das Städtische Klinikum Solingen, die Feuerwehr Solingen, die Solinger Akademie für Gesundheitsberufe, die Bergische Erste Hilfe Schule, das DRK Solingen, der ASB Bergisch Land, der Johanniter-Regionalverband Bergisches Land und die Bergischen Lebensretter. Ebenfalls beteiligt sind die Stadt-Sparkasse Solingen und der Hofgarten Solingen.

Gemeinsam wollen die Partner das Wissen über Wiederbelebung verbreiten, Berührungsängste abbauen und möglichst viele Menschen dazu befähigen, im Ernstfall schnell und sicher zu helfen.

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