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15 Jahre Sozialpädiatrisches Zentrum am Klinikum Solingen

15 Jahre Sozialpädiatrisches Zentrum am Klinikum Solingen: v.li. Martina Zsack-Möllmann (Aufsichtsrat des Klinikums), Prof. Dr. Martin Eversmeyer (Geschäftsführer des Klinikums), Dr. Ruth Klaeren (Leiterin SPZ) und Dr. Sven Propson (Chefarzt Kinderklinik). (Foto: © Bastian Glumm)

15 Jahre Sozialpädiatrisches Zentrum am Klinikum Solingen: v.li. Martina Zsack-Möllmann (Aufsichtsrat des Klinikums), Prof. Dr. Martin Eversmeyer (Geschäftsführer des Klinikums), Dr. Ruth Klaeren (Leiterin SPZ) und Dr. Sven Propson (Chefarzt Kinderklinik). (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (red) – Vor 15 Jahren nahm das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) des Städtischen Klinikums Solingen seine Arbeit in zwei Räumen innerhalb der Kinderklinik mit drei fest angestellten Mitarbeitern auf. Heute werden dort jährlich mehr als 2.000 Kinder ambulant behandelt, Tendenz steigend.

SPZ interdisziplinäre ambulante Einrichtung

Seit seiner Gründung ist das Sozialpädiatrische Zentrum fester Bestandteil des Solinger Netzwerks zur Förderung und Versorgung von Kindern. Niedergelassene Kinderärzte, Therapiezentren, die Frühförderstelle, das Coppelstift, das Autismuszentrum und viele weitere Einrichtungen arbeiten dabei eng zusammen. „Das musste ich erst einmal lernen“, sagt Dr. Sven Propson, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Städtischen Klinikum Solingen. „Hier ziehe man an einem Strang, wenn es um die Versorgung der Kinder gehe.“

Als interdisziplinäre ambulante Einrichtung ergänzt das SPZ die Arbeit niedergelassener Kinderärzte, Therapiezentren und Frühförderstellen. Behandelt werden Kinder mit Entwicklungsstörungen, psychischen Erkrankungen und (drohenden) Behinderungen unter ständiger ärztlicher Aufsicht. Eltern und andere Bezugspersonen werden eng in Diagnostik und Therapie einbezogen.

Stetig steigende Patientenzahl

Das Kerneinzugsgebiet umfasst Solingen und den Südkreis Mettmann. Inzwischen erreichen das SPZ aber auch zunehmend Anfragen aus Wuppertal, Leverkusen und Düsseldorf. Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehören allgemeine Entwicklungsverzögerungen und Entwicklungsstörungen, Sprachentwicklungsstörungen sowie Verhaltensauffälligkeiten wie der Verdacht auf ADHS oder Autismus.

„Ein Großteil unserer Patienten klagt über chronische Kopfschmerzen“, sagt Dr. Ruth Klaeren, Leiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums. Mit der steigenden Zahl der Patienten wachsen auch die Wartezeiten. Trotz zusätzlicher Mitarbeiter und weiterer Behandlungsräume müssen Familien inzwischen deutlich länger auf einen Termin warten.

Rund ein Jahr Wartezeit auf Behandlungsplatz

„Ich traue es mich kaum zu sagen, wir sind inzwischen bei einem Jahr“, sagt Dr. Ruth Klaeren. Die lange Wartezeit sei jedoch kein Solinger Problem, sondern bundesweit zu beobachten. Auch die Klinikleitung sieht die Arbeit des SPZ als unverzichtbar an. Mit Blick auf den geplanten Klinikneubau kündigte Geschäftsführer Prof. Dr. Martin Eversmeyer an, die Zukunft des Sozialpädiatrischen Zentrums besonders im Fokus zu behalten.

„Wir werden uns das auch im Zuge des Neubaus und der geplanten Umzüge ganz genau anschauen“, versprach er. Perspektivisch sollen die Altbauten auf dem Campus des Klinikums aufgegeben werden. Die dort untergebrachten Bereiche – wie Haus D, in dem das SPZ untergrebrach tsit – sollen anschließend in den neugebauten Bettentrakt umziehen. Auch der Aufsichtsrat unterstrich die Bedeutung der Einrichtung. Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Martina Zsack-Möllmann sagte: „Sie halten im SPZ die Zukunft der Stadtgesellschaft in Ihren Händen.“

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