
SOLINGEN (bgl) – Wenn am Freitagabend erstmals die „Nacht der Technik“ im Bergischen Städtedreieck stattfindet, richtet sich der Blick auch auf Solingen. Zwischen 18 und 24 Uhr öffnen in der Klingenstadt mehrere Unternehmen, technische Einrichtungen und Institutionen ihre Türen und geben Besuchern exklusive Einblicke in Bereiche, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind. Insgesamt beteiligen sich 29 Stationen in Solingen, Wuppertal und Remscheid an der Premiere der Veranstaltung.
Nacht der Technik startet offiziell um 18 Uhr
Eröffnet wird die Nacht der Technik am Freitagabend an der Bergischen Universität Wuppertal. Dort wird unter anderem Achim Willke, Geschäftsführer von Solingen.Business, mit einem Grußwort die Veranstaltung offiziell mit eröffnen.
„Mit diesem neuen Format machen wir heute sichtbar, was unsere Region seit jeher auszeichnet: Innovationskraft, technisches Know-how – getragen durch eine beeindruckende Vielfalt an Unternehmen, vom traditionsreichen Familienbetrieb bis hin zum hochspezialisierten Weltmarktführer oder dynamischen Startup“, erklärt Achim Willke.
Moderner Technik und Industriegeschichte
In Solingen reicht das Spektrum von moderner Industrietechnik über Forschung und Nachwuchsarbeit bis hin zu historischer Industriegeschichte. Besucher können unter anderem hinter die Kulissen der item Industrietechnik GmbH, der Röltgen GmbH & Co. KG sowie der TECSAFE GmbH blicken. Ebenfalls beteiligt sind das LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs, Solingen.Business auf dem Innovation.Campus sowie der Technische Hilfswerk Ortsverband Solingen.

Bei item Industrietechnik erhalten Besucher Einblicke in moderne Logistik- und Produktionsprozesse in der Europazentrale am Piepersberg, vom automatischen Lager bis zur Montage. Röltgen zeigt, wie aus Rohlingen präzise Prägestempel entstehen. TECSAFE wiederum macht den Weg zur fertigen Schaumeinlage durch moderne Fertigungsschritte erlebbar.
Industriegeschichte wird gleichzeitig im LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs lebendig. Dort erleben Besucherinnen und Besucher, wie unter schweren Hämmern und Pressen aus glühendem Stahl Scherenrohlinge entstehen. Ein direkter Bezug zur traditionellen Industriegeschichte der Klingenstadt.
Innovation.Campus setzt auf Mitmachen und Ausprobieren
Auch Solingen.Business beteiligt sich am Freitag ab 18 Uhr mit mehreren Technik- und Mitmachangeboten auf dem Innovation.Campus. Besucher können dort unter anderem verschiedene Formen des 3D-Drucks erleben, vom einfachen 3D-Stift bis hin zum großen 3D-Drucker.
Das Startup Felya Labs präsentiert außerdem eine Exoskeletthand, die digitale Inhalte physisch spürbar machen soll. Widerstand, Gewicht oder Grenzen können dadurch direkt an den Fingern wahrgenommen werden. Die Technologie versteht sich als programmierbares Interface für die Hand und könnte künftig unter anderem bei Robotik-Teleoperationen mit Kraftfeedback, Virtual-Reality-Anwendungen oder neuen Formen digitaler Steuerung zum Einsatz kommen.
Ergänzt wird das Programm durch Virtual-Reality-Brillen mit Einblicken in technische Berufe, kleine programmierbare Roboter sowie Mitmach- und Mini-Experimente des CHECK! Schülerforschungszentrums. Gerade junge Besucherinnen und Besucher sollen dadurch spielerisch für Technik, Innovation und technische Berufe begeistert werden. Einen weiteren Einblick in technische Arbeit bietet zudem das THW Solingen. Besucher können dort Einsatztechnik kennenlernen und mehr über ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz erfahren.
Techniknacht richtet sich auch an junge Menschen
Die Nacht der Technik versteht sich nicht nur als Blick hinter die Kulissen regionaler Unternehmen, sondern auch als Plattform für Berufsorientierung und Nachwuchsgewinnung. Viele Stationen bieten Gespräche mit Fachkräften, Auszubildenden und Studierenden an. Für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende sowie Studierende gibt es kostenlose „Bergische YoungTalent-Tickets“.
Neben Solingen beteiligen sich auch zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen aus Wuppertal und Remscheid an der Veranstaltung. Dort öffnen unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Energieversorgung, Forschung, Maschinenbau und öffentliche Infrastruktur ihre Türen.































