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Corona-Krise: Sparkassen unterstützen Handwerk

Auch viele Handwerksbetriebe beklagen enorme Umsatzeinbußen aufgrund der Corona-Krise. (Symbolfoto: © Bastian Glumm)

Auch viele Handwerksbetriebe beklagen enorme Umsatzeinbußen aufgrund der Corona-Krise. (Symbolfoto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (red) – Die Corona-Krise trifft viele kleine und mittelständische Unternehmen sowie Selbstständige aus dem Handwerk schwer. Aufträge brechen weg, Betriebe müssen geschlossen werden. Um liquide zu bleiben, haben Staat und Land ein breites Maßnahmenbündel für diese geschnürt. Doch nicht immer fällt der Überblick leicht. Die Sparkassen wollen dabei unterstützen.

Unternehmen im Handwerk fragen nach

„Zahlreiche Betriebe spiegeln mir, dass ihnen Orientierung fehlt. Sie fragen sich unter anderem, welche Förderkredite es speziell für sie gibt, wo genau diese beantragt werden können und wer dabei unterstützen kann“, erklärt Arnd Krüger, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal , die Herausforderungen für Betriebe und Selbstständige.

Arnd Krüger ist Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal. (Foto: © Bastian Glumm)

Für Kunden der Sparkassen Solingen und Wuppertal seien die Berater vor Ort die richtigen Ansprechpartner. Sie helfen bei Fragen weiter und suchen gemeinsam mit den Kunden nach Lösungen, so die Banken in einer gemeinsamen Presseerklärung. Und das nicht nur für das Handwerk. „Gemeinsam mit unseren Kunden sichten wir Möglichkeiten, stellen Unterlagen zusammen und führen da, wo es uns möglich ist, Anträge direkt aus bzw. überbrücken mit Finanzierungen“, so Gunther Wölfges, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Wuppertal. Auch ein Online-Prozess steht Kunden zur Verfügung, mit dem auf eine postalische Zusendung von Unterlagen verzichtet werden könne.

Beantragung von „Sondermaßnahmen Corona“ der KfW

Insbesondere im Kontext der „Sondermaßnahmen Corona“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übernehmen die Sparkassen, so auch Solingen und Wuppertal, eine Aufgabe bei der Vergabe. Bei den meisten staatlichen Programmen handele es sich um Kreditprogramme . Das erfordere eine Kreditprüfung. Die Sparkassen führen diese im Rahmen ihrer Hausbankfunktion für die KfW bis 3. Mio. Euro durch. Das nehme der KfW Arbeit ab und beschleunige die Vorgänge.

Stefan Grunwald ist Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse Solingen. (Foto: © Bastian Glumm)

„Die Beratung und Beantragung der Sonderprogramme hat derzeit für unsere Häuser oberste Priorität“, erläutert Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse Solingen. Hierfür habe man in beiden Häusern Kapazitäten gebündelt und aufgestockt

Notwendige Voraussetzungen für Unternehmen

Die staatlichen Maßnahmen konzentrieren sich auf Kundengruppen, die durch die Corona-Krise Einnahmeausfälle erlitten haben und sich aktuell nicht selbst helfen können. Wichtige Voraussetzung für eine Inanspruchnahme von Fördermitteln ist daher, dass die Unternehmen vor der Corona-Krise wirtschaftlich gesund waren. Ferner sehen die Förderinstitute vor , u. a. auch die KfW, dass auch für die Förderkredite bankübliche Sicherheiten zu stellen sind. Insgesamt haben die Sparkassen bereits jetzt zahlreiche Hilfs- und Beratungsanfragen von Unternehmen und Selbstständigen erreicht.

Soforthilfen für KMU, Solo-Selbständige und Freiberufler

Seit vergangener Woche können kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler Soforthilfen beantragen. Diese erfolgen im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses unter soforthilfe-corona.nrw.de. Die Sparkassen Solingen und Wuppertal unterstützen ihre Kunden hierbei, indem sie die Mittel für die Zeit bis zur Auszahlung vorfinanzieren.

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