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Kater Salabim wohnt jetzt auf der Kinderstation des Klinikums

Die Erfolgsgeschichte von Kater Salabim startet im Klinikum. (Foto: Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver, Sandra Kratz, Sabrina Fehrekampf, Dr. Volker Soditt)

Die Erfolgsgeschichte von Kater Salabim startet im Klinikum. (Foto: Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver, Sandra Kratz, Sabrina Fehrekampf, Dr. Volker Soditt)

SOLINGEN (mh) – Salabim, der Kater mit der verletzten Pfote, hat auf der Kinderstation des Städtischen Klinikums sein Zuhause gefunden. Damit beginnt die Erfolgsgeschichte um den schwarz-weißen Kater und seine Freunde. „Im Buch geht es um das doppelte Glück“, sagt Sandra Kratz, Dipl.-Psychologin im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ). „Kater Salabim erfährt erst durch seine Freunde, was Glück wirklich bedeutet.“

Salabim erkennt die Bedeutung von Glück

„Meine Emotionsbücher waren der Schlüssel zu dieser Geschichte“, verrät Autorin Sabrina Fehrekampf, die ihre Bücher unter dem Namen La Vie veröffentlicht. 2017 hatte sie sich auf ihren ganz persönlichen Jakobsweg begeben und ihre Erlebnisse in einer mehrbändigen Orakelbuchreihe festgehalten (wir berichteten).

Die 1982 in Haan geborene Mutter zweier Kinder (zwölf und acht) arbeitet gerne mit Menschen. Ein siebenjähriges Mädchen, das zu Besuch war, sah die Orakelbücher und begann zu fragen. „Wie sollte ich einem kleinen Mädchen am besten etwas über Emotionen erzählen?“, fragte sich Sabrina Fehrekampf. Also Tisch abräumen, Papier und Malstifte raus, alle drei Kinder versammeln und gemeinsam überlegen: „Was ist eigentlich Glück?“

Marienkäfer bringen Glück“, meinte eines der Kinder. „Kleeblätter auch“, daraufhin ein anderes. Kurzerhand wurde das Kleeblatt auf den Namen Felix (der Glückliche) getauft. Mitten hinein in die Überlegungen platzte La Vies Kater und nahm sofort auf dem Tisch Platz, wie es nun einmal Katzenart ist. Sofort stand fest: Ein Kater muss in die Geschichte. Er hat eine verletzte Pfote, weil ihn vor Jahren eine böse Hexe verbrüht hatte. Jetzt kann er nicht mehr jagen und wird ausgelacht.

Dipl.-Psychologin Sandra Kratz vom SPZ ist von dem Buch begeistert und hat auch gleich einen Leitfaden dazu geschriebene. (Foto: © Martina Hörle)

Nach einem persönlichen Gespräch mit Dipl.-Psychologin Sandra Kratz nahm die Erfolgsgeschichte um Kater Salabim ihren Lauf. Die Psychologin war begeistert und schmiedete zusammen mit La Vie gleich einen Plan. In einer gemeinsamen Aktion und der finanziellen Unterstützung des Fördervereins vom Klinikum sowie des Wald-Merscheider-Turnvereins (WMTV), der den Erlös seines Weihnachtsbaumverkaufs spendete, entstand ein bemerkenswertes Kinderbuch.

Für Kindergartenkinder ist es eine gelungene Vorlese-Geschichte. Auf kindgerechte Art lernen die Kleinen, was Glück eigentlich bedeutet und dass es sich vermehrt, wenn man es teilt. Auch die bezaubernden Illustrationen von Saskia Diederichsen fesseln Kinder sofort. Für erste und zweite Klassen eignet es sich hervorragend zum Lesen lernen.

Salabim ist vielseitig einsetzbar

QR-Codes führen auf die Internetseite des Verlages. Unter www.kater-salabim.de gibt es neben zahlreichen Informationen zu Merchandising-Artikeln einen Link zum YouTube-Video, in dem der Kater mit den Kindern spricht. Man gelangt ebenfalls auf die Seite der Näherin, die diese zauberhafte Katze selbst herstellt. Pädagogen können Arbeitsmaterial herunterladen und für Grundschulkinder einsetzen. Pädagogische Fragen bieten geeignete Gesprächsansätze zum Thema Mobbing, Familie und mehr.

„Es ist eine ganz tolle Aktion und immer noch ausbaufähig“, betont Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver vom Förderverein. „So ein langfristiges Projekt hatten wir bislang nicht.“ Und auch Dr. Volker Soditt, Chefarzt der Kinderklinik, ist begeistert. „Das Buch ist vielseitig verwendbar, unter anderem als Lehrmaterial für die Sprachentwicklung. Vor allem ist es ein schönes Präsent für Kinder, die hier stationär aufgenommen werden. Sie sind in einer Stresssituation. Durch den Kater werden sie auf spielerische Weise abgelenkt.“

Jedes Kind bekommt eine Trost-Tüte geschenkt, in der neben Ausmalbildern ein Micro-Buch über Salabims Erlebnisse zu finden ist. Bei Vorlesungen ist auch das Stofftier dabei, das gerne mit den Kindern kuschelt. Wer das Pech hat und erneut ins Krankenhaus muss, wird vermutlich gleich nach dem Kater Ausschau halten. „Ich gehe dahin, wo der Kater ist.“ Wie schön, wenn Kinder so gelassen einem Krankenhausaufenthalt entgegensehen. Schon jetzt hat einer seiner Brüder seinen Platz im Büro der Psychologin gefunden.

Auslöser der Salabim-Bücher waren die Emotionsbücher von La Vie, die sie 2017 nach ihrem ganz persönlichen Jakobsweg geschrieben hat. (Archivfoto: © Martina Hörle)

Der zweite Band „Salabim und die Wunder“ ist bereits in Arbeit. Weitere werden folgen. Wichtig war für La Vie vor allem die Qualität ihres Herzensprojektes. Ökologisch und nachhaltig sollte es sein. Kurzerhand gründete sie einen eigenen Verlag. Jetzt kann sie schnell auf die Wünsche ihrer Kunden eingehen und ihre eigenen Vorstellungen umsetzen. Von 1000 gedruckten Micro-Büchern wurden 500 verschenkt. Der Rest dient dem Verkauf und der Refinanzierung.

Weitere Bände folgen

Das Buch gibt es nicht nur als Micro-Ausgabe zum Preis von 4,95 €, sondern auch als Hardcover für 19,95 € im Buchhandel und beim Verlag. Von jedem verkauften Exemplar fließt ein Teil zurück ins Projekt.

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