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Solingen: Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann besucht das Klinikum

Die Klinikum-Geschäftsführung um Prof. Dr. Martin Eversmeyer (re.) begrüßte am Montag NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). (Foto: © Bastian Glumm)

Die Klinikum-Geschäftsführung um Prof. Dr. Martin Eversmeyer (re.) begrüßte am Montag NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann besuchte am Montag das Solinger Klinikum. Der CDU-Minister wollte sich selbst ein Bild machen von der Umstrukturierung des Hauses, den derzeitigen Baumaßnahmen sowie der Implementierung zweier neuer Abteilungen. Die Neurologie mit Stroke Unit und die Neuro-Radiologie wechselten im Zuge der Schließung der St. Lukas Klinik ins Haus an der Gotenstraße (wir berichteten). Nach einem kurzen Rundgang und einem Blick in die diversen Baustellen des Klinikums, sprach Laumann zu Teilen der Belegschaft und fast allen Chefärzten des Hauses.

Kritische Töne in Richtung Kplus

Seit vergangenen Sommer hat sich die Krankenhauslandschaft in der Region maßgeblich verändert. Die insolvente Kplus Gruppe schloss ihre Krankenhäuser in Haan und Ohligs, für die Klinik in Hilden fand sich ein neuer Träger. „Dass das gesamte Team der Neurologie aus der Lukas Klinik ins Klinikum gegangen ist, hat mich schon sehr gefreut. Denn damit waren die Voraussetzungen gegeben, dass wir überhaupt ab Anfang Januar die Versorgung sicherstellen konnten“, betonte Laumann, der dem Klinikum attestierte, dass es im Hause „mächtig vorangeht“.

Die Klinikum-Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Standl (li.) und Prof. Dr. Martin Eversmeyer (re.) Führten NRW-Gesundheitsminister Laumann am Montag durchs Klinikum. (Foto: © Bastian Glumm)

Auch wenn das Klinikum in Rekordzeit die Wege geebnet habe, um eine Schlaganfallversorgung für Solingen sicherstellen zu können, fand Laumann kritische Worte in Richtung der Kplus Gruppe. Der CDU-Politiker hätte sich einen schrittweisen Übergang von der Lukas Klinik ins Klinikum gewünscht: „Und nicht wie es hier war, dass auf einmal einer die Klamotten hinschmeißt und sagt: Versorgungsauftrag hin oder her, jetzt schaut mal, wie ihr das hinbekommt. Besonders verantwortungsvoll fand ich das vom bisherigen Krankenhausträger nicht“, unterstrich der NRW-Gesundheitsminister.

Minister stellt Förderzusage ab Sommer in Aussicht

Aber wie geht es mit dem Klinikum nun weiter? Umfangreiche Neubaumaßnahmen stehen vor der Tür, seit geraumer Zeit wartet die Geschäftsführung auf Förderzusagen aus Düsseldorf. „Am 2. April endet die Frist für die Einreichung des Förderantrags, danach werden wir entscheiden. Und hier können wir ja schnell entscheiden, da die Krankenhausplanung fertig ist“, machte Karl-Josef Laumann deutlich.

Ein Bescheid aus Düsseldorf sei demnach noch vor der Sommerpause denkbar. Schlechte Nachrichten hatte der Minister auch im Gepäck: Das Perinatalzentrum im Klinikum soll zwar eine Schwerpunktabteilung bleiben, wird aber den Level 2 verlieren. In der Region gebe es bereits eine ganze Reihe Perinatalzentren ab Level 2, so Laumann. Hier müsse das Klinikum zurückstecken.

Laumann: „Klinikum hat exzellente Zukunft“

„Zwölf Baustellen sind bei uns im letzten halben Jahr parallel gelaufen, mehr als 15 Millionen Euro wurden investiert. Davon kamen zehn Millionen Euro vom Land, was diese Maßnahmen hier erst möglich gemacht hat“, betonte Prof. Dr. Martin Eversmeyer, Geschäftsführer des Klinikums.

Im Ministerium in Düsseldorf ist das Klinikum für die kommenden Jahre als Versorgungszentrum der Region gesetzt: „Dieses Krankenhaus hat medizinisch, wirtschaftlich und in jeder Hinsicht eine exzellente Zukunft vor sich. Das Krankenhaus ist eine zentrale Säule der Versorgung der Zukunft“, unterstrich Minister Laumann bei seinem Besuch am Montag.

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