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Lieber Solinger! Wir sagen Dankeschön und Aufwiedersehen

Bastian Glumm
Nach zehn Jahren verabschiedet sich das SolingenMagazin: Ein lokales Medienprojekt zieht den Hut und sagt Adieu.

Nach zehn Jahren verabschiedet sich das SolingenMagazin: Ein lokales Medienprojekt zieht den Hut und sagt Adieu.

(Foto: © KI-Visualisierung)
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Nach zehn Jahren: Wir verabschieden uns vom SolingenMagazin

Nach rund zehn Jahren werden wir das SolingenMagazin nicht mehr weiter bespielen. Die Seite bleibt vorerst noch online, wird aber auslaufen. Voraussichtlich im Laufe des kommenden Jahres werden wir sie dann komplett abschalten und vom Netz nehmen.

Wir leben inzwischen seit gut zwei Wochen in Italien. Und so ehrlich muss man sein: Von Italien aus lässt sich ein lokales Medium für Solingen nicht mehr seriös und dauerhaft weiterführen.

Zehn Jahre lokale Medienarbeit für Solingen

Zehn Jahre SolingenMagazin waren eine intensive, spannende und oft auch sehr schöne Zeit. Wir haben nicht nur Veranstaltungen angekündigt, sondern waren über all die Jahre selbst vor Ort, haben berichtet, fotografiert, Menschen begleitet, Unternehmen vorgestellt, Vereine, Institutionen und Initiativen sichtbar gemacht. Dabei ist ein richtig großer medialer Bestand entstanden: rund 10.000 Artikel, knapp 26.000 Fotos und unzählige Geschichten aus Solingen, die alle noch online zu finden sind. Ein dicker Brocken lokaler Medienarbeit, der sich in zehn Jahren angesammelt hat.

Unser Ziel war immer, Solingen nach außen positiv darzustellen, ohne unkritisch zu sein. Wir wollten zeigen, was in dieser Stadt passiert, wer sich engagiert, welche Menschen etwas bewegen und wo es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Die Reichweite des SolingenMagazins war bis zuletzt stark, teilweise sogar außergewöhnlich groß. An Aufmerksamkeit hat es also nie gefehlt. Und wir haben immer großen Wert auf Qualität gelegt. Gute Fotos, gute Texte. Nichts von der Stange.

Warum jetzt Schluss ist

Die größte Herausforderung war von Anfang an und bis zuletzt die Monetarisierung, in Solingen mitunter eine Hürde, die man ertsmal nehmen muss. Aber Lokaljournalismus, auch digitaler Lokaljournalismus, kostet Zeit, Arbeit und Geld.

Unsere 99-Euro-Aktion für Unternehmensporträts, die wir zuletzt noch initiiert hatten, war am Ende noch einmal als echtes Bonbon für Solinger Firmen gedacht: ein faires, niedrigschwelliges Angebot, um lokal sichtbar zu werden und zugleich ein unabhängiges Medium zu unterstützen. Obwohl das im Grunde ein No-Brainer war, wurde auch dieses Angebot kaum angenommen. Es gab nur wenige Interessenten, keine echte Resonanz. Das ist schade. Und was wirklich ernüchternd ist: Trotz anderthalbjähriger intensiver Suche haben wir keinen Nachfolger finden können, ernsthafte Interessenten gab es leider keine. Deshalb ziehen wir nun einen klaren Schlussstrich.

Alles in allem ist es natürlich traurig und nicht leicht. Aber wir blicken mit Dankbarkeit auf diese zehn Jahre zurück. Es hat Spaß gemacht. Es war Arbeit, manchmal sehr viel Arbeit, aber es war gute Arbeit. Danke an alle Leserinnen und Leser, an unsere Partner, an die Menschen, die mit mir gearbeitet haben, an Unternehmen, Vereine, Institutionen und alle, die uns über die Jahre unterstützt, informiert, gebucht, gelesen oder weiterempfohlen haben.

Danke, Solingen.

Euer/Ihr

Bastian Glumm

P.S.: Das natürlich noch in eigener Sache, denn wenn ihr daran interessiert seid, was wir in Italien so treiben, dann schaut einfach regelmäßig in unser neues Medium Vivere in Italien rein. Ci vediamo!

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