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Lichternacht 2018: Der Südpark wird zur Unterwasserwelt

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Die diesjährige Lichternacht stand unter dem Motto „Meer Licht“. Dazu hatte Peter Amann aus Deckenleuchten Quallen gestaltet, die ihre Tentakel im Wind wehen ließen. (Foto: © Martina Hörle)
Die diesjährige Lichternacht stand unter dem Motto „Meer Licht“. Dazu hatte Peter Amann aus Deckenleuchten Quallen gestaltet, die ihre Tentakel im Wind wehen ließen. (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – Wer am Samstagabend in den Südpark kam, hatte das Gefühl, mitten im Meer zu stehen. Der Bereich vor den Ateliers lud zu einer faszinierenden Promenade durch zauberhafte Unterwasserwelten.

Das diesjährige Motto „Meer Licht“ war fantasievoll umgesetzt worden. Quallen wiegten sich in der Luft und ließen ihre Tentakel im Wind wehen. Wasserteppiche plätscherten mit Licht in Szene gesetzt. Die Künstler der Güterhallen hatten das Motto anlässlich des Internationalen Jahres des Riffs gewählt. Mit einer 5 x 2,50 Meter großen Skulptur wollten sie darauf aufmerksam machen, wie schützenswert dieser einzigartige Lebensraum ist. „Es ist eine Mischung aus Korallenriff und vulkanischem Gestein geworden“, erklärte Beatrix Deus. Das Werk trägt den Titel „Riff Obscure“ und lieferte durch die Beleuchtung im Inneren einen großartigen Special Effect. Rund 40 – 50 Stunden Arbeit hatten die Künstler hier investiert. Später soll es wahrscheinlich in einzelnen Deko-Elementen verkauft werden.

Korallenriff mit Special Effect

Während Peter Amann im Vorfeld noch überlegt hatte, wie er seine geplanten Quallen herstellen sollte, kam ihm ein glücklicher Zufall zu Hilfe. Die Aricon GmbH spendete 14 alte Deckenlampen mit einen Durchmesser von 1,10 Meter. Aus einem Teil dieser Lampen sind Quallen auf Drahtgestellen in unterschiedlichen Höhen entstanden. „Dann habe ich 15 Folien zerschnitten und vier Tage lang Tentakel geknüpft“, berichtete Amann. Das Ergebnis war auf jeden Fall großartig. Es gibt schon Anfragen nach diesen Quallen für andere Festivitäten.

Ein Highlight war der Walking Act mit den drei Riesenoktopussen von Karen Ulrich. (Foto: © Martina Hörle)
Ein Highlight war der Walking Act mit den drei Riesenoktopussen von Karen Ulrich. (Foto: © Martina Hörle)

Gleichzeitig stellte in Amanns Werkstatt Michael Lichtenstein ungewöhnliche Licht-Unikate aus. Der gelernte Stahlhochbau-Konstrukteur betreibt diese Arbeit als reines Hobby in seinem Keller. Aus alten Büchern, hier Meyers Universallexikon von 1905 – 1906, sind ausgefallene Lampen entstanden, jedes Teil ein Unikat. Doch der Hobbykünstler hat nicht nur Bücher für seine Lampen verwendet, sondern auch tragbare Plattenspieler und sogar einen alten Zapfhahn.

Licht-Unikate aus Büchern und Zapfhahn

Vor dem Atelier AndersARTig lief auf einer riesigen Leinwand ein Unterwasserfilm. „Markus Soblik, ein Freund von uns, ist begeisterter Tiefseetaucher“, erzählte Janine Werner. Bei seinen Tauchgängen hat er immer die Kamera dabei. Einen Teil der eindrucksvollen Aufnahmen hatte er für diesen Abend zur Verfügung gestellt. Im Inneren des Ateliers stand eine große Vitrine mit dekorativen Schmuck-Innenleben. Goldschmiedin Sandra Schultz stellte zum ersten Mal einen Teil ihrer Schmucksachen aus. Die Vitrine wird noch einige Zeit im Atelier stehenbleiben.

Petra Krötzsch löste ihre Wette ein und wandelte als Meerjungfrau die Ateliers entlang. Das Kostüm mit dem fünf Meter langen Meerjungfernschwanz ist von der Designerin Anke Kauermann entworfen und genäht. (Foto: © Martina Hörle)
Petra Kroetzsch löste ihre Wette ein und wandelte als Meerjungfrau die Ateliers entlang. Das Kostüm mit dem fünf Meter langen Meerjungfernschwanz ist von der Designerin Anke Kauermann entworfen und genäht. (Foto: © Martina Hörle)

„Es ist wieder einmal eine tolle Lichternacht“, freute sich Eventmanagerin Petra Krötzsch. „Es ist zwar durch den Regen nicht so voll, wie wir es uns gewünscht hätten, aber die Stimmung ist fantastisch.“ Sie selbst hatte an diesem Abend ihre Wette eingelöst und wandelte als Meerjungfrau, von einem Seepferdchen begleitet, vor den Ateliers entlang. Aufsehenerregend war nicht zuletzt der fünf Meter lange Meerjungfernschwanz, der von Designerin Anke Kauermann getragen wurde, die das Kostüm entworfen und genäht hatte.

Meerjungfrau als Wetteinlösung

Ein absoluter Hingucker waren ebenfalls die drei Riesenoktopusse, die Karen Ulrich als Walking Act durch den Südpark treiben ließ. Schüler der Ballett-Schule Angel Blanco tanzten in einer Performance als Schattenwesen mit Schleier hinter einer Wand verborgen vor dem Atelier von Régis Noël. Große beleuchtete Fische und andere Wassertiere flogen vor den Ateliers.

Schwebende Riesenoktopusse

Bobby Singh vom Restaurant Stückgut hatte das Catering organisiert. Die Musiker von Papalagi sorgten für grandiose musikalische Unterhaltung. Im Museum Plagiarius, der Lutherkirche und der Eissporthalle fanden ebenfalls verschiedene Aktionen statt. Und die Lebenshilfe brachte erstmals zusammen mit dem Psychosozialen Trägerverein Rock & Pop. Am Abend empfing Oberbürgermeister Tim Kurzbach im Steinhaus Bürgermeister und hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Solingens Partnerstädten Aue, Chalon, Gouda und Ness Ziona. Der „Abend der Städtepartnerschaften“ fand bereits zum dritten Mal im Rahmen der Lichternacht statt.

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1 KOMMENTAR

  1. Auch bei schlechtem Wetter eine lohnenswerte Veranstaltung… Und alle haben sich wirklich Mühe gegeben, auch die Gruppe aus dem Felix Gebäude, die jetzt erneut in dem Bericht nicht erwähnt wurde…. Schade, dann sollte man doch alle nennen…!

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