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Pflege im Klinikum Solingen (12): Medizin und Technik in der Dialyse

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Nahomi Elkaz arbeitet seit 2014 im Klinikum, ihre Ausbildung in der Krankenpflege schloss sie 2018 ab. Die 37-Jährige schätzt an ihrer Aufgabe in der Dialyse den medizinischen Anspruch und die Arbeit mit den Geräten, aber auch den zwischenmenschlichen Kontakt zu den Patientinnen und Patienten. (Foto: © Bastian Glumm)
Nahomi Elkaz arbeitet seit 2014 im Klinikum, ihre Ausbildung in der Krankenpflege schloss sie 2018 ab. Die 37-Jährige schätzt an ihrer Aufgabe in der Dialyse den medizinischen Anspruch und die Arbeit mit den Geräten, aber auch den zwischenmenschlichen Kontakt zu den Patientinnen und Patienten. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Im Rahmen unserer großen Pflegeserie besuchen wir regelmäßig Stationen und Funktionsbereiche im Klinikum Solingen und schauen den dort arbeitenden Frauen und Männern über die Schultern. Im neuesten Teil unserer Serie haben wir uns ausführlich mit Nahomi Elkaz unterhalten, die in der Dialyse arbeitet. Die 37-Jährige hatte 2014 ihre Ausbildung in der Krankenpflege begonnen, zunächst noch als Assistentin. Nachdem sie anschließend ein halbes Jahr auf einer Station arbeitete, absolvierte sie schließlich ihre dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester. Bevor sie sich beruflich im Solinger Klinikum engagierte, war die Solingerin in ganz anderen Branchen tätig: „Ich habe drei Jahre in einer Verpackungsfirma gearbeitet, später dann in einem Unternehmen der Automobilbranche an der Maschine“, erzählt Nahomi Elkaz.

Medizin und Technik gehen Hand in Hand

Bis sie schließlich der Ehrgeiz packte und sie zuerst ihren Realschulabschluss nachholte und danach sogar das Abitur. „Während des Abis habe ich nebenbei im Altenheim gearbeitet und kam so mit der Pflege in Kontakt“, erinnert sie sich. Von der Arbeit war sie sofort begeistert: „Der Job hat mich gefunden und nicht andersherum“, freut sich die quirlige Krankenschwester. Da war dann der nächste Schritt ins Klinikum und zur Krankenpflege der logischste. Im vergangenen Jahr schloss sie ihre Ausbildung ab.

Seitdem ist sie in der Dialyse des Klinikums eingesetzt. Mit der Abteilung kam sie bereits während ihrer Ausbildung in Kontakt, als sie dort mehrere Tage hospitierte. „Hier ist der medizinische Aspekt sehr wichtig, aber auch die Technik spielt eine große Rolle. Das hat mich sehr interessiert, weshalb ich mich für die Dialyse entschieden habe“, erläutert Nahomi Elkaz. Eine Entscheidung, die sie nicht bereut hat, wie sie betont.

Früh- und Spätschicht in der Dialyse

Sechs Monate dauerte ihre Einarbeitungszeit in der Dialyse. Dann stand noch einmal eine Prüfung an. „Wir haben hier halt sehr viel Technik und viele verschiedene medizinische Geräte, auf die das Personal eingewiesen werden muss“, macht Thorsten Heider deutlich, der im Klinikum die Dialyse leitet. Zu den täglichen Aufgaben von Dialyse-Schwester Nahomi Elkaz gehören unter anderem das An- und Abhängen der Patienten an die Geräte sowie die Reinigung der medizinischen Apparate.

Arbeiten gut zusammen, sehr zur Freude der Patienten: Nahomi Elkaz und ihr Chef Thorsten Heider, der im Klinikum die Leitung der Dialyse innehat. (Foto: © Bastian Glumm)
Arbeiten gut zusammen, sehr zur Freude der Patienten: Nahomi Elkaz und ihr Chef Thorsten Heider, der im Klinikum die Leitung der Dialyse innehat. (Foto: © Bastian Glumm)

Während der Dialyse behält sie stets die Vitalwerte ihrer Patienten im Auge, denn „es kann passieren, dass es zu einem Blutdruckabfall kommt oder der Patient Krämpfe bekommt“, berichtet sie. Gearbeitet wird in der Abteilung im Zwei-Schicht-System mit Früh- und Spätschicht. Eine Nachtschicht gibt es seit zwei Jahren nicht mehr, die Sonntage sind ebenfalls frei.

Neben der Medizin und der Technik spielt gerade in der Dialyse auch das Zwischenmenschliche eine große Rolle. Denn es kommen immer wieder die gleichen Patientinnen und Patienten mehrmals die Woche und halten sich zur Behandlung für Stunden in der Abteilung auf. „Man hat hier sehr viel Zeit, um sich auch mal mit den Patientinnen und Patienten zu unterhalten. Wir haben hier nicht so den Zeitdruck, weshalb wir auch bei der Beratung ins Detail gehen können“, zeigt Nahomi Elkaz einen Unterschied zu regulären Pflegegruppen auf.

Da Dialyse-Patienten jahrelang zur Behandlung kommen, kenne man die Bedürfnisse der Leute und könne sich entsprechend darauf einstellen. 23 Dialyseplätze gibt es im Klinikum Solingen. „Ambulant und teilstationär ist es komplett ausgelastet, stationär variiert es, aber es gibt Zeiten, da sind wir auch dort voll ausgelastet“, berichtet Thorsten Heider.

Weiterbildungen stehen regelmäßig auf dem Programm

Regelmäßig werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dialyse weitergebildet. Dazu gehören unter anderem gerätspezifische Fortbildungen. Nahomi Elkaz machte im September ihre erste Weiterbildung zum Thema „Bauchfell-Dialyse“. „Natürlich sollte man in der Dialyse empathisch sein, aber das gilt selbstverständlich für die gesamte Pflege. Aber man sollte unbedingt auch eine gewisse Belastbarkeit sowie organisatorisches Talent mitbringen“, betont sie. Und nicht zuletzt technisches Verständnis.

Auch die "Bauchfell-Dialyse" wird im Klinikum durchgeführt. Nahomi Elkaz ließ sich für dieses Verfahren im September weiterbilden. (Foto: © Bastian Glumm)
Auch die „Bauchfell-Dialyse“ wird im Klinikum durchgeführt. Nahomi Elkaz ließ sich für dieses Verfahren im September weiterbilden. (Foto: © Bastian Glumm)

„Wir haben hier chronische Patienten, die mal gute und auch mal schlechte Laune haben. Das sollte man hier aber niemals persönlich nehmen“, sagt Nahomi Elkaz und betont dabei, dass man in der Dialyse die Patientinnen und Patienten noch einmal ganz anders kennenlernt, als das auf anderen Stationen vielleicht Fall ist. So oder so, die 37-Jährige ist von ihrer Arbeit begeistert und liebt ihren Job. „Das Team, die Kolleginnen und Kollegen, die Arbeitszeiten und nicht zuletzt die Arbeit sind einfach super“, schwärmt sie.

Bei der Dialyse handelt es sich um ein Blutreinigungsverfahren, das als Ersatz nach einem Nierenversagen zum Einsatz kommt. Die Patientinnen und Patienten kommen deshalb drei Mal die Woche in die Dialyse des Klinikums. Eine Dialyse dauert zwischen vier und fünf Stunden. Fest besetzt ist die Abteilung im Klinikum von Montag bis Samstag, aber es gibt auch Rufbereitschaften.

Für Pflegeberufe und OTA beim Klinikum Solingen bewerben

Weitere Informationen zu den Ausbildungen in der Pflege und den Gesundheitsberufen und wie man sich bewerben kann, gibt es auf der Homepage des Klinikums Solingen.

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