
SOLINGEN (red) – Auf einem Grundstück an der Wuppertaler Straße mussten gestern mehrere Eschen gefällt werden. Die Bäume sollten ursprünglich erhalten bleiben. Aufgrund einer akuten Gefahrenlage veranlasste der Stadtdienst Natur und Umwelt jedoch kurzfristig die Fällung, so die Stadt Solingen in einer Medienmitteilung.
Bau einer Kindertagesstätte geplant
Auf dem Gelände plant ein Investor den Bau einer Kindertagesstätte, weshalb derzeit Rodungsarbeiten stattfinden. Es war zuvor festgelegt worden, dass mehrere Bäume erhalten bleiben und während der Bauphase durch einen Schutzzaun gesichert werden sollten. Eine erneute Begutachtung ergab jedoch, dass alle betroffenen Bäume – ausnahmslos Eschen – krank und nicht mehr standsicher waren.
Ursache ist das sogenannte Eschentriebsterben, das nicht nur zum Absterben der Triebe führt, sondern auch das Kambium im Bereich des Wurzelhalses angreift. Verursacht wird die Erkrankung meist durch den Pilz Hallimasch, der ursprünglich aus Fernost stammt und in unsere Region eingeschleppt wurde. Selbst äußerlich gesunde Eschen sind in der Vergangenheit spontan gebrochen oder umgestürzt, da ihre Wurzeln nahezu vollständig abgestorben waren. In Solingen ist das Eschentriebsterben leider weit verbreitet.
Besondere Sicherheitsvorkehrungen erforderlich
Im Laufe des gestrigen Donnerstags wurden daher alle betroffenen Bäume auf dem Grundstück gefällt. Einige der ursprünglich zur Fällung vorgesehenen Bäume standen in unmittelbarer Straßennähe, weshalb besondere Sicherheitsvorkehrungen erforderlich waren.
Die Arbeiten mussten daher trotz Beginns der Brut- und Setzzeit durchgeführt werden. Die zuständige Naturschutzbehörde hatte hierfür eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Vorab wurde kontrolliert, dass sich in den Baumkronen keine bewohnten Nester befinden. Der Grünschnitt wird umgehend entfernt, um zu verhindern, dass sich dort Tiere ansiedeln.