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Solinger Pfadfinder helfen im Hochwassergebiet Ahrtal

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David Bielemeier, Philipp Lang und Christian Limbach (v. li.) sind Solinger Pfadfinder und Mitglieder der Gruppe Silva Solingen-Wald, die in Kürze mit rund 40 Personen in das vom Hochwasser schwer getroffene Ahrtal fahren wird, um ansässigen Winzern zu helfen. (Foto: © Martina Hörle)
David Bielemeier, Philipp Lang und Christian Limbach (v. li.) sind Solinger Pfadfinder und Mitglieder der Gruppe Silva Solingen-Wald, die in Kürze mit rund 40 Personen in das vom Hochwasser schwer getroffene Ahrtal fahren wird, um ansässigen Winzern zu helfen. (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – Am 24. September wird sich eine rund 40-köpfige Gruppe der Solinger Pfadfinder auf den Weg in das vom Hochwasser schwer getroffene Ahrtal machen, um vor Ort ansässige Winzer zu unterstützen. Organisiert wird die Aktion vom Pfadfinderstamm Silva aus Solingen-Wald. Der kleine Weinort Dernau, der von der Flutkatastrophe im Juli dieses Jahres in weiten Teilen zerstört wurde, beklagt neben den geschädigten Weinbergen massive Schäden an der Infrastruktur. Die rund 1.800 Einwohner leben zum größten Teil vom Weinanbau und der Touristik.

Solinger Pfadfinder unterstützen Winzer

Bis zum 24. Oktober sind die Pfadfinder an jedem Wochenende in Dernau. In diesen Zeitraum fallen auch die Herbstferien, in denen es zusätzliche Einsätze geben wird. Die Gruppe hat Kontakt zu einem der ansässigen Winzer aufgenommen und wird hier tatkräftige Hilfe leisten.

„Ich war als Soldat in Erftstadt im Hochwassereinsatz“, berichtet David Bielemeier. Bei diesem Einsatz erlitt er einen Unfall und lag daraufhin im Städt. Klinikum. Am Fernseher verfolgte er die Geschehnisse im Ahrtal. „Ich dachte, schlimmer als das, was ich zuvor gesehen hatte, könnte es nicht mehr kommen. Doch die Bilder aus Dernau haben mir das Gegenteil bewiesen.“ Sofort stand für ihn fest, den Leuten, die so viel verloren hatten, beizustehen.

Dernau wurde schwer getroffen

Bielemeier, der im Vorstand der Pfadfindergruppe Silva Solingen-Wald ist, besprach das Vorhaben mit seinen Pfadfinderkollegen. „Ich stieß überall auf offene Ohren“, freut er sich. Vorstandskollege Philipp Lang ergänzt: „Wir sind Pfadfinder, wir wollen die Welt besser hinterlassen, als wir sie vorfinden. Auch wenn wir nicht in dieser Region wohnen, haben wir eine Verantwortung, den Menschen zu helfen.“ Seine Gruppenmitglieder – Lang leitet die Gruppe der sieben- bis zehnjährigen Wölflinge – sind für diesen Einsatz allerdings noch zu jung.

Der zwanzigjährige Christian Limbach, Mitglied der Roverstufe (so nennt man hier die 16- bis 20-Jährigen) meint dazu: „Während der Corona-Pandemie gab es für uns nicht viele Gelegenheiten, etwas zu tun. Mit dieser Hilfsaktion können wir zeigen, dass wir als Pfadfinder aktiv sind und helfen, wenn wir die Möglichkeit haben.“

Raus aus der Komfortzone

„Durch solche Ereignisse kommt man raus aus seiner Komfortzone“, betont David Bielemeier. „Da merkt man auch, wie schnell einem alles genommen werden kann – und oft nicht nur das Materielle.“ Der 36-Jährige ist neben seiner Vorstandstätigkeit Gruppenleiter der Rover. Was er bei den Pfadfindern als Kind selbst erfahren hat, möchte er jetzt an die jüngeren Gruppen weitergeben.

Dazu gehört vor allem:

  • nicht nur an sich denken
  • die Probleme sehen
  • nach Lösungen suchen
  • anpacken

Genau das tun sie jetzt. Die Fahrzeuge stehen bereit, die Zelte sind gepackt. Und sollten sie während dieser Zeit im Ahrtal auf weitere Projekte stoßen, werden sie nach Möglichkeit auch da wertvolle Unterstützung leisten. Vielleicht lassen sich später aus Solingen noch weitere Aktionen organisieren.

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