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49. Autoschau – Verkehrswacht beeindruckt mit Simulatoren

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Der Fahrsimulator am Stand der Verkehrswacht ermöglicht mit seinen drei Monitoren ein ideales räumliches Sehen. Bei der 49. Autoschau wollten ihn zahlreiche Besucher testen. (Foto: © Martina Hörle)
Der Fahrsimulator am Stand der Verkehrswacht ermöglicht mit seinen drei Monitoren ein ideales räumliches Sehen. Bei der 49. Autoschau wollten ihn zahlreiche Besucher testen. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – An diesem Wochenende findet nun schon zum 49. Mal die erfolgreiche Autoschau im Theater und Konzerthaus Solingen statt. Wieder einmal hat die Kraftfahrzeug-Innung Solingen als Veranstalter für gute Unterhaltung und ein breites Angebot an Informationen gesorgt.

Aufgrund des ungebrochenen Interesses rechnen die Aussteller auch in diesem Jahr mit rund 13.000 Besuchern. Mit über 150 Fahrzeugen und 14 Ausstellern kommen Autofreunde voll auf ihre Kosten. Neben Messeständen sowie Sehtest-Angeboten erweitern Beratungsmöglichkeiten zu Kfz-Ausbildungsberufen das Angebot und garantieren ein buntes Programm.

Besucherinteresse ist ungebrochen

Natürlich bleibt es nicht allein beim Ansehen der Fahrzeuge. Wer mag, kann sich gerne einmal in seinem Wunschauto auf dem Fahrersitz niederlassen. Außerdem stehen die Mitarbeiter der Autohäuser jederzeit für Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

„Ich freue mich, dass die beliebte Autoschau erneut im Theater und Konzerthaus stattfindet. Das gesamte Ambiente ist wirklich vielversprechend, ebenso die Nutzung des Atriums“, findet Richard Schmidt (SPD), Bezirksbürgermeister Mitte, und spricht den Mitgliedern der Kfz-Innung für die geleistete Arbeit seinen ausdrücklichen Dank aus. „Ich bin schon heute auf das kommende Jahr gespannt, wenn diese Veranstaltung mit ihrem 50. Mal ein Jubiläum feiert.“

Polizeihauptkommissarin Katrin Grastat von der Verkehrssicherheitsberatung berät und informiert gemeinsam mit den Kollegen von der Verkehrswacht die Besucher über zahlreiche Sicherheitsaspekte. (Foto: © Martina Hörle)
Polizeihauptkommissarin Katrin Grastat von der Verkehrssicherheitsberatung berät und informiert gemeinsam mit den Kollegen von der Verkehrswacht die Besucher über zahlreiche Sicherheitsaspekte. (Foto: © Martina Hörle)

Regen Zulauf gibt es ebenfalls wieder bei den Mitgliedern der Verkehrswacht Solingen. Gemeinsam mit Kollegen der Polizei informieren sie dieses Jahr zum Thema „Junge Fahrer“. Aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages wird die Aktion durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. „Wir haben in diesem Jahr das Motto „Vorsicht – Rücksicht – Einsicht“, berichtet Polizeihauptkommissarin Katrin Grastat von der Verkehrssicherheitsberatung.

Aufgebaut sind zwei unterschiedliche Fahrsimulatoren. Einer ermöglicht das Einstellen unterschiedlicher Strecken mit verschiedenen Wetterlagen und Geschwindigkeiten. Drei Monitore sorgen für ein ideales räumliches Sehen. Ausgestattet mit Gaspedal, Kupplung und Bremse sitzt man fast wie im richtigen Fahrzeug. „Ich hatte in der Fahrschule selbst die Möglichkeit, mit einem solchen Simulator zu üben“, sagt Alina Grod, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Verkehrswacht. „Es war für mich ein guter Einstieg, um ein Gefühl für das Fahren zu bekommen.“

Eindrucksvolle Simulationen

Die Besucher stellen sich im Simulator verschiedenen Gefahrensituationen, die durch andere Verkehrsteilnehmer oder auch Wetterverhältnisse entstehen können. Im Anschluss erhält jeder eine Computerauswertung über Geschwindigkeit, Reaktionsschnelligkeit und Aufprallgeschwindigkeit. Das stößt auf reges Interesse. Der zweite Simulator setzt die klassische Ablenkung durch ein mitgeführtes Handy ein und wertet im Anschluss die Veränderung der Reaktionen aus.

Was sich zunächst amüsant anhört, ist bei näherer Betrachtung fast erschreckend: Ein Rauschbrillensimulator gaukelt dem Träger den Zustand bei 1,3 Promille vor. Mit der aufgesetzten Brille läuft man über einen auf dem Boden liegenden Parcours. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis, das jeder einmal probieren sollte.

Das aufgebaute Diorama veranschaulicht eindrucksvoll den Bremsweg zweier Fahrzeuge bei unterschiedlicher Geschwindigkeit. (Foto: © Martina Hörle)
Das aufgebaute Diorama veranschaulicht eindrucksvoll den Bremsweg zweier Fahrzeuge bei unterschiedlicher Geschwindigkeit. (Foto: © Martina Hörle)

Ein Diorama stellt den Bremsweg zweier Fahrzeuge gegenüber, von denen eins mit 30 km/h und das andere mit 50/h fährt. Darüber hängt eine Schautafel, die verdeutlicht, wie wichtig es ist, Gegenstände im Fahrzeug vernünftig zu sichern. Kleine, leichte Dinge wie eine CD, ein Schirm, ein Handy können bei einem Aufprall zu gefährlichen Wurfgeschossen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherheit im Auto. „Man achtet zwar auf Airbags, tote Winkel, nutzt einen Rückfahrassistenten und mehr“, betont Katrin Grastat, „doch es gibt fünf grundlegende Aspekte, die mindestens genauso wichtig sind.“ Und sie nennt wichtige und lehrreiche Details zu Sitzposition, Sitzhöhe, Rückenlehne, Kopfstütze und Sicherheitsgurt.

Leichtes wird zum Wurfgeschoss

Auch die kleinen Besucher befassen sich mit Sicherheitsaspekten. Sie basteln sich eigene reflektierende Dinge, die sie bei Dunkelheit tragen können. Währenddessen können die Eltern mit einem Fragebogen zum Thema an einer Verlosung teilnehmen. „Die Fragen befassen sich mit allen Sicherheitspunkten unseres Standes“, verrät Grastat. Samstag und Sonntag gibt es je einen Gutschein für ein Pkw-Fahrsicherheitstraining zu gewinnen, gesponsert von der Verkehrswacht.

Für alle, die am Samstag keine Möglichkeit hatten, vorbeizukommen, gibt es am Sonntag von 11 bis 16 Uhr noch einmal die Gelegenheit.

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