Start Aktuelles Longfront-Bagger im Einsatz: Haus G am Klinikum verschwindet Stück für Stück

Longfront-Bagger im Einsatz: Haus G am Klinikum verschwindet Stück für Stück

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Kai Sturmfels (l.), Kaufmännischer Direktor des Städtischen Klinikums Solingen, und Geschäftsführer Prof. Dr. Martin Eversmeyer erläuterten den aktuellen Stand der Rückbauarbeiten an Haus G. (Foto: © Bastian Glumm)
Kai Sturmfels (l.), Kaufmännischer Direktor des Städtischen Klinikums Solingen, und Geschäftsführer Prof. Dr. Martin Eversmeyer erläuterten den aktuellen Stand der Rückbauarbeiten an Haus G. (Foto: © Bastian Glumm)

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SOLINGEN (bgl) – Auf der Großbaustelle des Städtischen Klinikums Solingen ist der nächste Meilenstein erreicht: Der mechanische Rückbau von Haus G hat begonnen. Nachdem das Gebäude in den vergangenen Wochen entkernt und nicht tragende Bauteile, Rohinstallationen sowie Oberflächen entfernt wurden, arbeiten sich nun Spezialbagger Stück für Stück durch den Rohbau. „Jetzt geht es richtig los. Mit einem der größten Abbruchbagger Deutschlands wird Haus G kontrolliert Stück für Stück zurückgebaut“, sagte gestern Geschäftsführer Prof. Dr. Martin Eversmeyer beim Ortstermin auf dem Campus des Klinikum.

Longfront-Abbruchbagger trägt Haus G ab

Zum Einsatz kommt dabei ein SENNEBOGEN 870 E Demolition, ein speziell für den kontrollierten Gebäuderückbau entwickelter Longfront-Abbruchbagger. Die rund 117 Tonnen schwere Maschine erreicht mit ihrem Ausleger enorme Arbeitshöhen und trägt das Gebäude kontrolliert von oben nach unten ab. Der Bagger verfügt über drei verschiedene Anbauwerkzeuge: einen Hydraulikhammer, einen Greifer sowie einen sogenannten Pulverisierer, mit dem Betonteile gezielt zerkleinert werden können. Gestartet wurde an der Rückseite des Gebäudes auf der Seite des Botanischen Gartens.

Der SENNEBOGEN 870 E Demolition ist das Herzstück des Rückbaus von Haus G. Mit seinen verschiedenen Anbauwerkzeugen trägt der bis zu 117 Tonnen schwere Longfront-Abbruchbagger das Gebäude kontrolliert von oben nach unten ab. (Foto: © Bastian Glumm)
Der SENNEBOGEN 870 E Demolition ist das Herzstück des Rückbaus von Haus G. Mit seinen verschiedenen Anbauwerkzeugen trägt der bis zu 117 Tonnen schwere Longfront-Abbruchbagger das Gebäude kontrolliert von oben nach unten ab. (Foto: © Bastian Glumm)

Im ausgewiesenen Baustellenbereich wurden Container für die sortenreine Trennung und Aufbereitung des Abbruchmaterials aufgestellt. Damit sollen die Anforderungen an das Recycling der anfallenden Materialien effizient umgesetzt werden. Zum Schutz des Bestands wurde der vordere Bereich von Haus G, angrenzend an den Haupteingang und das Bettenhaus E, durch eine großflächige Schwerlast-Gummimatte abgesichert. Die rund sechs Meter hohe und 24 Meter breite Konstruktion schützt angrenzende Gebäude sowie besonders sensible Bereiche vor herabfallenden Bauteilen. Darüber hinaus wurden die Zufahrt zum Schockraum sowie Teile der Eingangshalle mit einem Schutzgerüst gesichert.

Wassernebel bindet den Staub

Da der Krankenhausbetrieb während der gesamten Bauarbeiten uneingeschränkt weiterläuft, erfolgt der Rückbau abschnittsweise und unter strengen Sicherheits- und Brandschutzauflagen. Ergänzt werden diese durch umfangreiche Maßnahmen zum Staub- und Lärmschutz sowie zur Baustellensicherung.

Besonders auffällig ist eine sogenannte Schneekanone, wie sie normalerweise aus Skigebieten bekannt ist. Statt Schnee erzeugt sie einen feinen Wassernebel, der kontinuierlich über den Abbruchbereich gesprüht wird und Staubpartikel bindet. Zusätzlich verhindern Schutzvorhänge, dass herabfallendes Material den gesicherten Arbeitsbereich verlässt. „Während des Rückbaus steht für uns die Sicherheit an erster Stelle. Gleichzeitig setzen wir alles daran, die Belastungen für Patienten, Besucher und Mitarbeitende so gering wie möglich zu halten“, betonte Prof. Dr. Martin Eversmeyer.

Recyclingquote von bis zu 90 Prozent angestrebt

Mit dem Rückbau verfolgt das Klinikum auch nachhaltige Ziele. Sämtliche Materialien werden nach dem Abbruch sortenrein getrennt und anschließend dem Recycling zugeführt. Ein Großteil des aufbereiteten Betons kann später beispielsweise als Zuschlagstoff im Straßenbau wiederverwendet werden. Je nach Baufortschritt verlassen täglich zahlreiche Lastwagen die Baustelle, um die verschiedenen Materialfraktionen abzutransportieren.

Schritt für Schritt verschwindet Haus G: Während der Longfront-Abbruchbagger den Rohbau zurückbaut, bindet eine Schneekanone mit feinem Wassernebel den entstehenden Staub und sorgt so für eine möglichst geringe Belastung des laufenden Krankenhausbetriebs. (Foto: © Bastian Glumm)
Schritt für Schritt verschwindet Haus G: Während der Longfront-Abbruchbagger den Rohbau zurückbaut, bindet eine Schneekanone mit feinem Wassernebel den entstehenden Staub und sorgt so für eine möglichst geringe Belastung des laufenden Krankenhausbetriebs. (Foto: © Bastian Glumm)

Durch den zusätzlichen Baustellenverkehr bittet das Klinikum auf der Gotenstraße und insbesondere auf der Zufahrt zum Parkhaus um erhöhte Aufmerksamkeit. „Während der Bauarbeiten sind täglich zahlreiche Lkw auf dem Klinikgelände unterwegs. Deshalb bitten wir alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere im Bereich des Haupteingangs, langsam und aufmerksam zu fahren. So sorgen wir gemeinsam für die Sicherheit von Patienten, Besuchern und Mitarbeitenden“, sagte Eversmeyer.

Rückbau soll bis Anfang August abgeschlossen sein

„Unser Ziel ist eine möglichst hohe Recyclingquote. Die Materialien werden nach dem Rückbau sortenrein getrennt und anschließend wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt“, erläuterte der Kaufmännische Direktor des Klinikums, Kai Sturmfels.

Der mechanische Rückbau von Haus G soll nach derzeitiger Planung bis Anfang August abgeschlossen sein. Anschließend wird das Baufeld geräumt und für die nächsten Bauabschnitte vorbereitet. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum geplanten Neubau des Städtischen Klinikums Solingen erreicht.

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Bastian Glumm arbeitet seit vielen Jahren als Textjournalist für diverse Tages- und Fachmedien sowie als Cutter in der Videoproduktion. Der gelernte Verlagskaufmann rief im September 2016 das SolingenMagazin ins Leben.

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