SOLINGEN (red) – Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen machen sich auch an den Talsperren in der Region bemerkbar. Nach Angaben der Stadtwerke Solingen ist die Trinkwasserversorgung in der Klingenstadt jedoch weiterhin sichergestellt. Durch verschiedene Bezugsquellen kann die Versorgung bei Bedarf kurzfristig angepasst werden.
Versorgung über das Wasserwerk Baumberg
Die Stadtwerke beobachten nach eigenen Angaben sowohl die Wetterentwicklung als auch die Füllstände der Talsperren engmaschig. Bereits zum 20. Juli wurde vorsorglich die Wasserversorgung in Ohligs, Aufderhöhe und Teilen von Merscheid – etwa bis zum Bereich Schwarze Pfähle/Bebelallee – auf eine Versorgung über das Wasserwerk Baumberg umgestellt.
Mit dieser Maßnahme sollen sowohl die Sengbachtalsperre als auch die Große Dhünn-Talsperre entlastet werden. Nach Angaben der Stadtwerke zeigt sich der Effekt bereits bei der Entwicklung des Füllstandes der Sengbachtalsperre.
Über über zwei Wege kommt das Trinkwasser
Solingen und Haan werden regulär über zwei Wege mit Trinkwasser versorgt: über das Wasserwerk Glüder mit Wasser aus der Sengbachtalsperre sowie über das Wasserwerk Dabringhausen mit Wasser aus der Großen Dhünn-Talsperre.

Das Volumen der Sengbachtalsperre lag am 10. August bei rund 1,6 Millionen Kubikmetern und damit bei etwa 55 Prozent. Anfang Juli waren es noch 1,8 Millionen Kubikmeter beziehungsweise rund 63 Prozent. Bei Normalpegelstand fasst die Sengbachtalsperre etwa 2,8 Millionen Kubikmeter. Die aktuellen Werte bewegen sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie im vergangenen Jahr. Auch damals wurden im Laufe des Juli Anpassungen bei der Wasserversorgung vorgenommen.
Stadtwerke: „Es besteht kein Anlass zur Besorgnis“
„In der Zwischenzeit haben wir als eine Maßnahme die oben beschriebene Umzonung vorgenommen und auch die Bezugsmengen aus der Großen Dhünn wurden nachjustiert. Wir beobachten Temperatur- und Wetterentwicklung weiter sehr eng und passen die Wasserversorgung bei Bedarf entsprechend an. Aktuell ist die leitungsgebundene Trinkwasserversorgung von Solingen sichergestellt“, beruhigt Michael Esser, Hauptabteilungsleiter Wasser bei den Stadtwerken Solingen und ergänzt: „Uns erreichen derzeit aufgrund wiederkehrender Berichterstattung in anderen Landesteilen und Bundesländern in verschiedensten Medien vermehrt Nachfragen von besorgten Bürgerinnen und Bürgern. Es besteht kein Anlass zur Besorgnis. Wir sind strukturell gut aufgestellt.“
Unabhängig von der aktuellen Versorgungslage empfehlen die Stadtwerke einen bewussten Umgang mit Trinkwasser. Die Folgen des Klimawandels seien auch in der Wasserwirtschaft zunehmend spürbar. Dazu gehören veränderte Niederschlagsmuster ebenso wie längere Trockenphasen.



































