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ADFC wirbt für Perspektivwechsel

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Joachim Bruns (li.) und ADFC-Sprecher Bernhard Stoer nutzten am Sonntag an der Kotterstraße die Gelegenheit für umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit. (Foto: © Martina Hörle)
Joachim Bruns (li.) und ADFC-Sprecher Bernhard Stoer nutzten am Sonntag an der Kotterstraße die Gelegenheit für umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit. (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – Mehr Verständnis füreinander – das möchte der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) gerne erreichen. Am Sonntag standen Mitglieder des ADFC, Ortsgruppe Solingen, während der Radfahrmeisterschaften an der Kotter Straße und informierten die zahlreichen Besucher. ADFC-Sprecher Bernhard Stoer und Kollege Joachim Bruns hatten umfangreiches Prospektmaterial mitgebracht und standen gerne Rede und Antwort.

Mitglieder des ADFC informierten Besucher

„Wir nutzen heute die Gelegenheit für mehr Öffentlichkeitsarbeit“, so Bernhard Stoer. Gerade im Rahmen der Radfahrmeisterschaften könne man auf diese Art zahlreiche Interessenten erreichen. Auch von dem nahegelegenen Spielfest kamen Passanten, um sich zu informieren. Bereits in der ersten Stunde waren schon 15 Besucher am Stand gewesen.

„Die Nachfrage nach unseren Broschüren ist groß“, stellte Stoer erfreut fest. Joachim Bruns meinte dazu: „Wir möchten gerne durch einen Wechsel der Perspektiven bei Radfahrern, Fußgängern, Hundebesitzern und anderen mehr Verständnis füreinander wecken. Wenn man sich in die Lage des anderen versetzt, erkennt man oft ganz neue Gesichtspunkte.“

Zahlreiche Besucher der Radfahrmeisterschaften und des Kinder-Spielfestes nutzten das umfangreiche Informationsangebot des ADFC. (Foto: © Martina Hörle)
Zahlreiche Besucher der Radfahrmeisterschaften und des Kinder-Spielfestes nutzten das umfangreiche Informationsangebot des ADFC. (Foto: © Martina Hörle)

Der ADFC ist die Interessengemeinschaft für die Radfahrer in Deutschland. Hier werden unter anderem Vorschläge für eine verbesserte Verkehrssituation von Radfahrern erarbeitet. „Der Abstand zwischen Auto und Radfahrer sollte etwa 1,50 Meter betragen“, so Bruns. Das ist bislang noch kein Gesetz. Daher wollen die Mitglieder des ADFC diesen Punkt mit extra bedruckten Warnwesten stärker ins Bewusstsein rücken.

Perspektivwechsel für mehr Verständnis

Auch die Trasse liegt im Fokus des Vereins. „Grundsätzlich ist die Trasse als schneller Fahrweg gut angenommen worden“, betonte Joachim Bruns. Aber auch hier plädierte er für gegenseitiges Verständnis aller Beteiligten. Während auf der einen Seite die Radfahrer ihr Tempo zeitweilig drosseln und nicht so dicht an Personen vorbeifahren sollten, könnten sich Fußgänger überlegen, ob es wirklich erforderlich ist, zu dritt oder viert nebeneinander zu gehen. Ebenso wolle man sich jetzt um die Umlaufsperren, auch Drängelgitter genannt, kümmern. „Hier können keine Lastenfahrräder durch“, erläuterte Bruns. Gleiches gilt für Räder mit Kinderanhängern.

Stöckerberg-Trasse als neues Projekt

Außerdem möchten die Mitglieder erreichen, dass beispielsweise vor den neu geplanten Geschäftsstellen der Sparkassen in Mitte und Ohligs oder vor dem Hauptbahnhof mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder eingerichtet werden.

Als neues Projekt hat der ADFC die Stöckerberg-Trasse im Auge. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, das aus der alten, fast vergessenen Straßenbahnlinie 5 auf Solinger Gebiet einen attraktiven Rad- und Fußweg mit Verbindung nach Wuppertal machen möchte. Dafür wurde extra der Verein „Neue Wege Solingen“ gegründet. Die Voraussetzungen sind gut, denn ein Großteil der Strecke ist noch erhalten geblieben. Für dieses Ziel sucht der Verein ambitionierte Mitstreiter. Kontaktaufnahme unter post@stoeckerberg-trasse.de

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