Start Aktuelles Altes Finanzamt wird wieder Flüchtlingsunterkunft

Altes Finanzamt wird wieder Flüchtlingsunterkunft

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Aus der Ukraine kommen Flüchtlinge in steigender Zahl auch nach Solingen. (Archivfoto: © Bastian Glumm)
Aus der Ukraine kommen Flüchtlinge in steigender Zahl auch nach Solingen. (Archivfoto: © Bastian Glumm)

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SOLINGEN (red) – Mit Blick auf den Winter und auf die Lage in der Ukraine bereitet sich die Stadt darauf vor, dass weiterhin Flüchtlinge nach Solingen kommen, möglicherweise auch in stärkeren Zahlen als aktuell. Dabei orientiere sich Solingen vor allem an der vorgegebenen Aufnahmequote, heißt es aus dem Rathaus. Bei steigenden Flüchtlingszahlen in NRW werde auch die Aufnahmeverpflichtung der Stadt Solingen voraussichtlich weiter steigen.

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Ab dem 1. Dezember in Betrieb

Deshalb prüfe eine Lenkungsgruppe, welche Kapazitäten sich perspektivisch aktivieren lassen. Ziel sei es, immer einen ausreichenden Puffer zu haben. Dabei gehöre die Suche auf dem Mietwohnungsmarkt ebenso wie die Prüfung, an welchen Standorten noch Räume für den Bedarf hergerichtet werden könnten.

Vor diesem Hintergrund wird aktuell etwa das frühere Finanzamt an der Goerdelerstraße vorbereitet. Ab dem 1. Dezember soll es in Betrieb genommen werden und bei Bedarf Platz für bis zu 145 Menschen bieten. Schon während der Flüchtlingswelle 2016/2017 hatte das Land Nordrhein-Westfalen das Gebäude als Flüchtlingsunterkunft genutzt.

2022 privater Wohnraum für 800 Menschen vermittelt

Insgesamt wird sich die Zahl der Unterbringungsplätze in städtischen Einrichtungen auf rund 1.330 erhöhen. Mitgezählt sind dabei nicht nur Plätze etwa in Übergangsheimen und ähnlichen Einrichtungen, sondern auch in angemieteten Handwerkerwohnungen oder in einem Hotel. Darüber hinaus habe die Stadt in diesem Jahr bereits privaten Wohnraum für rund 800 Menschen vermittelt.

Auch weiterhin bleibe es erklärtes Ziel, Flüchtlinge in wohnungsähnlichen Unterkünften unterzubringen, betont die Stadtverwaltung. Auf Sammelunterkünfte oder etwa Turnhallen soll möglichst verzichtet werden. „Vollständig ausschließen können wir das aber aktuell nicht. Wir müssen genau beobachten, wie sich die Situation in der Ukraine, aber auch in andern Staaten in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt“, betont Sozialdezernent Jan Welzel.

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Dieser Beitrag stammt von unserer Redaktion.

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