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Coworking: Erfolgsgeschichte an der Linkgasse fortgesetzt

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Sven Wagner (li.), Prokurist des Gründer- und Technologiezentrums Solingen sowie Entwickler der Coworking-Idee in der Klingenstadt, und Startup-Manager Phil Derichs im Coworking-Space Mitte an der Linkgasse. (Foto: © Bastian Glumm)
Sven Wagner (li.), Prokurist des Gründer- und Technologiezentrums Solingen sowie Entwickler der Coworking-Idee in der Klingenstadt, und Startup-Manager Phil Derichs im Coworking-Space Mitte an der Linkgasse. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Es ist schon eine ganze Weile her, als in den Räumen an der Linkgasse Aspirin, Hustensaft und Salben über den Ladentisch gingen. Und doch ist unverkennbar, dass im Coworkit in Mitte seinerzeit die Elefanten-Apotheke untergebracht war. Denn diverses Apotheken-Interieur ist nach wie vor vorhanden. Im September vergangenen Jahres eröffnete die Solinger Wirtschaftsförderung dort in zentraler Lage einen weiteren Coworking-Space.

Kooperation mit dem Innenstadt-Management

„Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt gemeinsam mit dem Innenstadt-Management der Stadt Solingen. Kern der Sache war es, Leerstände zu nutzen, um neue Konzepte aufzuzeigen. Was funktioniert immer, um Leben in ein von Leerständen geprägtes Areal zu bringen? Man versammelt arbeitende Menschen, die mittags Hunger haben“, erklärt Startup-Manager Phil Derichs mit einem Augenzwinkern.

Auf zwei Etagen erstreckt sich das Coworkit in Mitte. In der oberen Etage befindet sich eine großzügige Küche, wo die Coworker jederzeit kochen und auch essen können. Zudem sind zwei Besprechungsräume nutzbar. Im Erdgeschoss befinden sich die eigentlichen Arbeitsplätze. „Im Coworking gilt die grundsätzliche Regel: Wo man sitzen kann, da kann man auch arbeiten. Soll heißen, dass es auch denkbar ist, eines Tages draußen Tische als Arbeitsplätze anzubieten“, macht Derichs deutlich.

Die Solinger Wirtschaftsförderung eröffnete im vergangenen Jahr ein weiteres coworkit in der Innenstadt an der Linkgasse. (Foto: © Bastian Glumm)
Die Solinger Wirtschaftsförderung eröffnete im vergangenen Jahr ein weiteres coworkit in der Innenstadt an der Linkgasse. (Foto: © Bastian Glumm)

Coworking: Nutzung der Infratsruktur des Spaces

Das Konzept geht auf, selbst in Corona-Zeiten sind die zwölf festen Arbeitsplätze gut nachgefragt. Diese bestehen aus einem Schreibtisch und einem Bürostuhl sowie einer WLAN-Verbindung. Rechner oder Laptops müssen die Coworker selbst mitbringen. Kaffee ist frei, die Infrastruktur – wie Besprechungsräume – darf genutzt werden. Aufgrund der Corona-Beschränkungen kann derzeit jedoch nur eine geringere Zahl der Arbeitsplätze genutzt werden. Das freilich unter Beachtung der bestehenden Hygienevorschriften.

Aber es gibt auch einen großen Gemeinschaftstisch und eine „gemütliche Ecke“ mit Sofa und Sessel. Überhaupt wird im Coworking-Space eine mehr als lockere Atmosphäre gelebt. Denn das ist gleichzeitig die Philosophie des Projektes: „Man kommt hier in den Austausch, wir wollen verschiedene Branchen zusammenbringen. Die Zielgruppe ist außerordentlich breitgefächert“, so Phil Derichs weiter. Anders als in „normalen“ Großraumbüros soll man nicht nebeneinander her arbeiten, sondern interagieren. Miteinander reden, sich austauschen, ins Gespräch kommen. Tipps geben, von anderen lernen. Gemeinsam am Tisch sitzen und essen. Coworking eben.

Linkgasse: Projekt zunächst für zwei Jahre angelegt

Ein Konzept, das gerade in Corona-Zeiten zunehmend seine Liebhaber findet. Denn oftmals sitzen auch Soloselbständige jeden Tag für sich im Homeoffice und pflegen Kontake bestenfalls noch per Zoom-Meetings. Soziales bleibt da gerne mal auf der Strecke. Das findet man in den Coworking-Spaces, derzeit allerdings alles den Corona-Maßnahmen entsprechend. Finanziert wird das Projekt an der Linkgasse, das zunächst auf zwei Jahre angelegt ist, mit Mitteln aus dem Förderprogramm „City 2013″ und des GuT sowie mit einer Spende der Gerd-Kaimer-Stiftung.

Der Space in Mitte verfügt über zwölf Arbeitsplätze, die Infrastruktur wie Besprechungsräume und Küche können die Coworker mitnutzen. (Foto: © Bastian Glumm)
Der Space in Mitte verfügt über zwölf Arbeitsplätze, die Infrastruktur wie Besprechungsräume und Küche können die Coworker mitnutzen. (Foto: © Bastian Glumm)

Das coworkit an der Linkgasse ist inzwischen das dritte von der Wirtschaftsförderung Solingen umgesetzte. Der erste Space eröffnete bereits 2016 in den Räumen des GuT, Anfang 2020 kam ein zweiter Standort in Wald hinzu, als Public Private Partnership Projekt in Kooperation mit der New Work Immobilien GmbH. Der Space im Gründer- und Technologiezentrum ist 2017 von Haus 1 in Haus 4 umgezogen und hat so seine Fläche von zunächst 90 auf jetzt 1.000 Quadratmeter locker verzehnfacht. Der Space an der Linkgasse verfügt über rund 150 Quadratmeter reine Nutzfläche.

Coworking-Spaces in allen Solinger Stadtteilen geplant

„Unsere Strategie ist es, in den nächsten Jahren in jedem Stadtteil ein vollwertiges Coworking zu haben. Ohligs und Gräfrath sind unsere nächsten beiden Hotspots“, sagt Sven Wagner, Prokurist des Gründer- und Technologiezentrums und Entwickler der Coworking-Idee in Solingen. Regelmäßig fanden vor Corona in den coworking-Spaces zudem Veranstaltungen, Vorträge und andere Events statt. Diese können durchaus auch rein geselliger Natur sein, haben aber oftmals ganz konkrete Inhalte rund um die Themen Start-Up oder beispielsweise Existenzgründung. Das soll alles nach Corona auch wieder der Fall sein.

„Coworking ist eine Mentalität, eine Bewegung. Der Space ist nur der Ort, wo das stattfinden kann. Das unterscheidet dieses Konzept eben so deutlich von den ,shared offices´, den Gemeinschaftsbüro“, macht Sven Wagner deutlich. Übrigens: Es gibt eine ganze Reihe von Preis- und Nutzungsmodellen. Das fängt bei einem Tagesticket an und geht bis zu einer Dauernutzung mit Büro im GuT.

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