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E-Scooter sind jetzt auch in Solingen unterwegs

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Seit Mittwoch können jetzt auch in Solingen im gesamten Stadtgebiet E-Scooter ausgeliehen werden. (Foto: © Bastian Glumm)
Seit Mittwoch können jetzt auch in Solingen im gesamten Stadtgebiet E-Scooter ausgeliehen werden. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (red) – Mit Bus oder Bahn ankommen und die letzten Meter zum Arbeitsplatz schnell und bequem zurücklegen. Oder das Auto stehen lassen und den Bäcker ein paar Straßen weiter trotzdem zügig erreichen: E-Scooter-Sharing macht genau das möglich – seit Mittwoch nun auch auch in Solingen.

E-Scooter im gesamten Stadtgebiet

Die Stadt Solingen hat mit drei Anbietern, die ihre Fahrzeuge bereits in zahlreichen deutschen Städten verleihen, entsprechende Vereinbarungen getroffen. Die bis zu 20 Kilometer in der Stunde schnellen, elektrisch betriebenen Roller sollen jetzt im gesamtem Stadtgebiet zum Einsatz kommen. Mit der Zeit könnten insgesamt rund 2.000 Fahrzeuge für kürzere Strecken ausgeliehen werden, zum Start steht jedoch zunächst nur ein Teil des Kontingents zur Verfügung.

Der Verleih funktioniert bei den Anbietern Lime, Bird und Tier Mobility gleich: Man lädt eine App herunter und registriert sich. Darüber lässt sich dann das Ausleih-Fahrzeug an- und abmelden, bezahlt wird digital. Feste Ausleihstationen gibt es nicht, die Roller können dort stehen, wo Platz ist (free-floating-System) und sie nicht im Weg sind. Damit sie nicht behindern, werden an stark nachgefragten Orten Parkzonen eingerichtet.

Parkzonen an stark nachgefragten Orten

Schon jetzt gibt es solche Zonen am Hauptbahnhof, am Neumarkt und auf dem Walter-Scheel-Platz vor dem Rathaus, weitere sollen folgen. Und es gibt Bereiche, wo sie nicht fahren sollen. Dort können sie deshalb weder an- oder abgemeldet werden, etwa in Fußgängerzonen, in Parks oder auf Friedhöfen.

An stark nachgefragten Orten wurden Parkzonen für die E-Scooter eingerichtet. (Foto: © Bastian Glumm)
An stark nachgefragten Orten wurden Parkzonen für die E-Scooter eingerichtet. (Foto: © Bastian Glumm)

Das Thema Nachhaltigkeit ist beim Ausleihsystem ausdrücklich berücksichtigt: E-Scooter schaffen eine neue Möglichkeit für die Nahmobilität. Gerade in der Verbindung mit dem Öffentlichen Nahverkehr könnten sie auf kurzen Wegen zu einem Auto-Verzicht beitragen und damit zu einem Baustein auf dem Weg zur Verkehrswende werden. Die Fahrzeuge selbst sind mit Wechselakkus ausgestattet und werden mit Strom aus regenerativen Quellen betrieben. Die Transportfahrzeuge, mit denen sie verteilt und eingesammelt werden, fahren emissionsarm. Betreut wird das System zudem von angestellten Mitarbeitenden in fairen Arbeitsverhältnissen.

1 Euro zum Entsperren und 20 Cent pro Minute

„Wir stellen unser Angebot in enger Absprache mit der Stadt Solingen zur Verfügung, um diese neue Möglichkeit der Nahmobilität verantwortungsvoll auszubauen und der Stadt damit Lösungen für Verkehrsprobleme wie Staus oder Luftverschmutzung zu bieten“, sagt Jashar Seyfi, General Manager von Lime. Besonderes Augenmerk werde darauf gelegt, dass die Elektro-Scooter das vorhandene ÖPNV-Netz bestmöglich ergänzen und nicht als störend empfunden werden, so das Unternehmen. Das gesamte Betriebsgebiet in Solingen umfasst 34 Quadratkilometer.

Für einmalig 1 Euro zum Entsperren sowie 20 Cent pro Minute können die Scooter in Solingen ausgeliehen werden. „Gerade in der aktuellen Zeit wollen wir den Menschen in Solingen eine sichere Mobilitätsoption bieten, die es erlaubt, Abstand zu halten und an der frischen Luft unterwegs zu sein. Gleichzeitig wollen wir dazu beitragen, den ÖPNV zu Stoßzeiten etwas zu entlasten“, ergänzt Jashar Seyfi.

Für einmalig 1 Euro zum Entsperren sowie 20 Cent pro Minute können die Scooter in Solingen ausgeliehen werden. (Foto: © Bastian Glumm)
Für einmalig 1 Euro zum Entsperren sowie 20 Cent pro Minute können die Scooter in Solingen ausgeliehen werden. (Foto: © Bastian Glumm)

Gehwege, Fußwege, Fußgängerzonen sind tabu

In den nächsten Monaten wollen Stadt und Anbieter vor allem Erfahrungen sammeln und das System im engen Austausch miteinander weiter optimieren. Ziel ist es, die E-Scooter sicher in das städtische Verkehrsgeschehen einzubinden. In Kürze soll die Ausleihe auch über die SolingenApp zu finden sein.

Wer mit dem E-Scooter unterwegs ist, muss diese Regeln beachten:

  • Jeder Scooter darf nur von einer Person gefahren werden. Sie muss mindestens 18 Jahre alt sein.
  • E-Scooter fahren auf Wegen, die auch von Fahrrädern genutzt werden (Schutzstreifen, Radfahrstreifen, Radwege).
  • Ist solche Infrastruktur nicht vorhanden, muss die Straße genutzt werden. Gehwege, Fußwege, Fußgängerzonen sind tabu.
  • Beim Parken und Abstellen gilt: Ausfahren, Rampen, Feuerwehrzufahrten, Blindenleitsysteme müssen freigehalten werden, ebenso Gehwege auf einer Breite von mindestens 1,50 Metern.
  • Damit auch andere Platz finden, gilt beim Parken: Bitte in Reihen abstellen.
    Es wird empfohlen, einen Helm zu tragen. Pflicht ist das aber nicht.

Für Autofahrer gilt: Beim Überholen muss ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden.

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4 KOMMENTARE

  1. Gehwege sollten auch freigehalten werden. Welches nicht immer eingehalten wird. Z. B. SCHWERTSTR. Die E – Roller werden überall abgestellt auch mitten auf den Gehwegen. Ein ganz klares Minus dafür!

  2. Radfahrer haben es in Solingen schwer. Es gibt kaum Radwege und wenig Akzeptanz von Autofahrern. Wenn man das Fahrrad als Fortbewegungsmittel nutzen möchte, muss man sich den wenigen Platz jetzt mit E-Scootern teilen. Da ist Ärger vorprogrammiert .

  3. Nun haben wir den Salat.1000 Elektro-Roller werden chaotisch überall verkehrsgefährdend
    abgestellt.Ist der Akku leer ,blockiert das Antriebsrad. Die Folge ist,daß auch für andere Teil-
    nehmer verkehrsgefährdend abgestellt wird . Unfälle sind somit vorprogrammiert. Es ist wie immer
    …mangelnde Disziplin der Nutzer führt zu Verdruß und Ungemach.Offensichtlich ist unsere Gesellschaft auch in dieser Hinsicht beratungsresistent.Merke: dummen Kindern sollte man kein Spielzeug geben.Sinnlos.

  4. Mal abwarten wann die ersten Älteren Leute angefahren werden, wenn ein Roller über den Fußweg ballert, man hört sie nicht, das hat so ein Rentner dann verdient, über den Haufen gefahren werden und der Rollerfahrer haut auch noch ab, oder glaubt man das die anhalten und einen RTW holen.

    Danke Stadt.

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