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Eine Erfolgsgeschichte: Zehn Jahre gemeinsame Einsatzleitstelle

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Sind mit der Arbeit der gemeinsamen Feuerwehrleitstelle Solingen/Wuppertal sehr zufrieden: v.li. Michael Pölcher, stellvertretender Leiter der Einsatzleitstelle, Wuppertals Feuerwehrchef Ulrich Zander, Solingens Ordnungsdezernent Jan Welzel, Wuppertals Ordnungsdezernent Matthias Nocke und Sebastian Wagner, stellvertretender Chef der Feuerwehr Solingen. (Foto: © B. Glumm)
Sind mit der Arbeit der gemeinsamen Feuerwehrleitstelle Solingen/Wuppertal sehr zufrieden: v.li. Michael Pölcher, stellvertretender Leiter der Einsatzleitstelle, Wuppertals Feuerwehrchef Ulrich Zander, Solingens Ordnungsdezernent Jan Welzel, Wuppertals Ordnungsdezernent Matthias Nocke und Sebastian Wagner, stellvertretender Chef der Feuerwehr Solingen. (Foto: © B. Glumm)

WUPPERTAL (bgl) – Die gemeinsame Leitstelle der Feuerwehren Wuppertal und Solingen hatte im Jahre 2007 einen nicht unbedingt glücklichen Start. Teils drastisch wurden öffentlich Sorgen geäußert, dass das nicht funktionieren könne, die Risiken zu groß seien, man die Sicherheit Solingens so nicht gewährleisten könne und doch jede Stadt ihre eigene Leitstelle behalten sollte. Heute, zehn Jahre später, ist man in Wuppertal und in Solingen gleichermaßen froh, damals diesen Weg gegangen zu sein.

„Die Kollegen sind längst hervorragend zusammengewachsen. Sie sind Schrittmacher einer besser werdenden Zusammenarbeit der Feuerwehren in Wuppertal und Solingen“, lobt Wuppertals Ordnungsdezernent Matthias Nocke im Pressegespräch anlässlich der Vorstellung des Berichts für das Jahr 2016 der gemeinsamen Einsatzleitstelle der beiden bergischen Feuerwehren.

Strukturierte Notrufabfrage steigert Qualität

Die von vielen Kritikern befürchtete Fehlerquote ist verschwindend gering. Bei 99,955 Prozent der disponierten Einsätze war die Wahl des Einsatzortes korrekt. Seinerzeit wurden immer wieder Befürchtungen geäußert, dass Straßen, die in beiden Städten namentlich vorkommen, im Einsatzfall zu einem Chaos führen würden. „Ja, es passieren noch Fehler, aber diese werden sofort nachvollziehbar gemacht“, betont Solingens Ordnungsdezernent Jan Welzel. Besonders stolz ist man auf die im Jahre 2012 eingeführte strukturierte Notrufabfrage.

Die Disponenten wurden dafür eigens geschult und eine spezielle Software kommt zum Einsatz. Bei der Notrufabfrage folgen die Beamten einem festgelegten Fragesystem, das schnell und fehlerfrei die benötigten Einsatzmittel vorschlägt. Der Clou: In Notlagen werden den Anrufern Verhaltensregeln durchgegeben und beispielsweise Schritt für Schritt Maßnahmen zur Ersten Hilfe erklärt oder sogar die richtigen Verhaltensweisen bei einer Reanimation.

Im vergangenen Jahre nahm die Leitstelle insgesamt 173.504 Anrufe an, aus denen 96.460 Einsätze resultierten, davon 29.377 in Solingen. (Foto: © B. Glumm)
Im vergangenen Jahre nahm die Leitstelle insgesamt 173.504 Anrufe an, aus denen 96.460 Einsätze resultierten, davon 29.377 in Solingen. (Foto: © B. Glumm)

Leitstelle nahm 2016 rund 173.000 Anrufe an

„Auf diese Weise wird sehr viel Zeit gewonnen, bis die Einsatzkräfte vor Ort sind“, erklärt Jan Welzel. Im vergangenen Jahr hatte es die Feuerwehrleitstelle mit mehr Anrufen zu tun, aus denen allerdings weniger Einsätze resultierten, wie noch im Jahr 2015. „Die Größe der beiden Städte findet sich auch in den Anrufzahlen wieder“, sagt Wuppertals Feuerwehrchef Ulrich Zander. 2016 nahm die Leitstelle insgesamt 173.504 Anrufe an – sowohl über die Notrufnummer 112 als auch über die 19222, die für Krankentransporte gedacht ist.

Daraus resultierten 96.460 Einsätze, wovon 29.377 in der Klingenstadt gefahren wurden. „Wir beobachten inzwischen jährlich einen Anstieg von fünf Prozent bei der Notfallrettung“, zeigt Zander den Schwerpunkt auf. 89 Prozent der disponierten Einsätze fanden im Rettungsdienst statt. Bei den weiteren elf Prozent handelte es sich um Einsätze im Brandschutz und der Technischen Hilfeleistung.

39 Beamte in drei Wachabteilungen auf der Leitstelle

In drei Wachabteilungen sind in der gemeinsamen Leitstelle 39 Beamte im Einsatz. Rund die Hälfte davon kommt von der Berufsfeuerwehr Solingen. Bis zu sechs Abfrageplätze können in der Leitstelle besetzt werden. Nachts sind freilich weniger Beamte am Telefon und am Funk. Im Großen und Ganzen sind beide Feuerwehren sehr zufrieden mit der Kooperation und der Unterstützung aus den Verwaltungen und der Politik. Eine Sache allerdings würde man sich wünschen: „Eine einheitliche IT-Infrastruktur der beiden Städte“, sagt Solingens stellvertretender Feuerwehrchef Sebastian Wagner.

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