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Elektromobilität in Solingen voranbringen

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Mehr Ladestationen, mehr Car-Sharing und eine bessere Anbindung an den ohnehin schon mehrheitlich elektrisch betriebenen ÖPNV in Solingen. Bei der Elektromobilität möchte die Stadt Solingen in den kommenden Jahren einiges erreichen. (Foto: © Bastian Glumm)
Mehr Ladestationen, mehr Car-Sharing und eine bessere Anbindung an den ohnehin schon mehrheitlich elektrisch betriebenen ÖPNV in Solingen. Bei der Elektromobilität möchte die Stadt Solingen in den kommenden Jahren einiges erreichen. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Die Stadt Solingen will auf den Straßen der Klingenstadt mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge möglich machen. Mit einem „Integrierten kommunalen Elektromobilitätskonzept“ soll in den nächsten Jahren einerseits die Infrastruktur für Elektroautos verbessert, aber auch andererseits Konzepte für ineinandergreifende Verkehrsmittel entwickelt werden. Das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro „Planersocietät“ aus Dortmund wurde deshalb beauftragt, den Ist-Zustand in Solingen zu erheben und einen Maßnahmenkatalog zu erstellen, wie die Klingenstadt in Sachen Elektromobilität für die Zukunft fit gemacht werden kann. Rund 100.000 Euro kostet die Erhebung, die zu 80 Prozent vom Bund gefördert wird und im Sommer 2018 fertig sein soll. „Es geht zunächst darum, die Ladeinfrastruktur zu verbessern“, betont Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. Derzeit ist die Zahl der Ladestationen in der Klingenstadt noch recht überschaubar. Das soll sich ändern.

ÖPNV mit in die Überlegungen einbeziehen

Auch der öffentliche Nahverkehr soll in die Überlegungen mit einbezogen werden, zumal Solingen dort seit jeher Vorreiter bei der Elektromobilität ist. Denn 64 Prozent aller Buslinien in der Klingenstadt werden von Oberleitungsbussen bedient. „Das können aber auch durchaus 80 oder sogar 90 Prozent werden“, setzt Hoferichter die Messlatte nach oben. Konzeptionell soll zudem erarbeitet werden, wie man problemlos vom Obus auf ein Elektromobil umsteigen kann – oder umgekehrt. Zahlreiche Akteure sollen im Verlauf der Erhebung mit ins Boot geholt werden. Außerdem will die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel voran gehen und eigene Verbesserungsmöglichkeiten ausloten. Unlängst hat die Stadt eine Ladestation für ein Elektro-Handwerkerfahrzeug eingerichtet.

Sebastian Schröder-Dickreuter vom Dortmunder Büro „Planersocietät“ wird mit seinen Kollegen die Klingenstadt in Sachen "Elektromobilität" auf Herz und Nieren untersuchen. Ein Endergebnis erwartet man im Sommer 2018. (Foto: B. Glumm)
Sebastian Schröder-Dickreuter vom Dortmunder Büro „Planersocietät“ wird mit seinen Kollegen die Klingenstadt in Sachen Elektromobilität auf Herz und Nieren untersuchen. Ein Endergebnis erwartet man im Sommer 2018. (Foto: © B. Glumm)

Status Quo feststellen und mögliche Maßnahmen aufzeigen

„Wir fangen an mit Akteursgesprächen und gehen beispielsweise auf die Stadtwerke oder die Betreiber von Parkhäusern zu“, erklärt Sebastian Schröder-Dickreuter vom Büro „Planersocietät“. Potenzielle Standorte sollen ermittelt und der Bedarf erörtert werden. Nachdem der Status Quo in Solingen festgestellt wurde, geht es weiter mit der möglichen Optimierung. Klare Ziele sind dabei nicht vorgegeben. Diese sollen sich vielmehr im Rahmen der Ermittlungen ergeben. Auch ein Kostenplan und mögliche Investitionssummen werden vom Dortmunder Planungsbüro erarbeitet.

Am 2. März soll die Öffentlichkeit im Rahmen einer Auftaktveranstaltung darüber informiert werden. „Rund ein Drittel der CO-Emissionen liegen im Straßenverkehr begründet“, macht Birte Viétor, Klimaschutzmanagerin der Stadt Solingen, deutlich. Mit Erfolg hat sich Solingen Ende 2015 im Rahmen der Förderrichtlinie „Elektromobilität“ um Fördermittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur beworben und erhielt als eine von wenigen Kommunen in Nordrhein-Westfalen den Zuschlag.

Auftaktveranstaltung zum Thema „Elektromobilität“ am 2. März, von 17 bis 19 Uhr, in den Räumen der Stadtwerke Solingen an der Beethovenstraße 210.

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