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Hachimi Azza stellt 36 Radierungen im Rathaus aus

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Oberbürgermeister Tim Kurzbach (re.) im Flur des 1. Obergeschosses im Rathaus-Altbau, der sich bestens als Ausstellungsraum für Künstler eignet. Hachimi Azza erläutert Details seiner Radierungen. (Foto: © B. Glumm)
Oberbürgermeister Tim Kurzbach (re.) im Flur des 1. Obergeschosses im Rathaus-Altbau, der sich bestens als Ausstellungsraum für Künstler eignet. Hachimi Azza erläutert Details seiner Radierungen. (Foto: © B. Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Der Flur in der 1. Etage des Rathaus-Altbaus eignet sich hervorragend als Ausstellungsraum. Denn dieser ist weit und zudem stark frequentiert, gehen doch tagtäglich zahlreiche Menschen durch diesen Bereich. Dessen ist sich auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach sehr wohl bewusst: „Es ist mir ein großes Anliegen, Künstlerinnen und Künstlern diesen Raum zu Ausstellungszwecken zur Verfügung zu stellen. Denn jeden Tag kommen viele Bürger hier durch“, so Solingens Stadtchef am Montagabend im Rathaus. Insgesamt 36 Bilder zeigt der Solinger Künstler Hachimi Azza im Rahmen einer Benefiz-Ausstellung. Zur Vernissage lud die Stadtverwaltung gestern Abend ins Rathaus ein. „Kunst ist auch immer der Ausdruck der Freiheit einer Gesellschaft“, betonte Tim Kurzbach.

„Mezzotinto-Verfahren“ ist arbeitsintensiv

Hachimi Azza wurde 1950 in Larache, Marokko geboren und siedelte später nach Belgien über. Heute lebt er in Solingen. Bereits im jugendlichen Alter von 17 Jahren stellte er erste Werke aus. In den folgenden Jahrzehnten seines künstlerischen Schaffens wurde mit zahlreichen internationalen Preisen gewürdigt. Seine Werke werden in der ganzen Welt in renommierten Sammlungen und Museen ausgestellt. Die 36 im Rathaus ausgestellten Radierungen hat Hachimi Azza im „Mezzotinto-Verfahren“ erstellt. Dabei handelt es sich um ein Schabkunstverfahren mit Tiefdrucktechnik, das außerordentlich zeit- und arbeitsintensiv ist. „An einem Bild arbeite ich gut und gerne zwei Monate“, berichtete Hachimi Azza. Die Besonderheit: Mit dem „Mezzotinto-Verfahren“ kann der Künstler ganz besonders effektvoll Plastizität und Körperlichkeit sowie Licht und Schatten darstellen.

Hachimi Azza erklärte im Rahmen der Vernissage das „Mezzotinto-Verfahren“. Dieses ist zeit- und arbeitsintensiv. (Foto: B. Glumm)
Hachimi Azza erklärt im Rahmen der Vernissage das „Mezzotinto-Verfahren“. Dieses ist zeit- und arbeitsintensiv. (Foto: © B. Glumm)

Erlöse der Kunstausstellung fließen in die Flüchtlingshilfe

Selbstverständlich kann jedes im Rathaus ausgestellte Bild auch gekauft werden. Die Erlöse fließen in die Solinger Flüchtlingshilfe. Oberbürgermeister Tim Kurzbach betonte, dass in den vergangenen Kahrzehnten durch Zuwanderung die Solinger Stadtgesellschaft erheblich bereichert wurde. „Wieviel ärmer wären wir, wenn wir nicht dieses zahllosen Talente hätten, die zu uns nach Solingen kamen“, so der OB. Die Ausstellung kann noch bis zum 13. Februar im Flur im 1. Obergeschoss des Rathaus-Altbaus besucht werden.

 

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