
SOLINGEN (red) – Mit einem symbolischen ersten Spatenstich ist jetzt offiziell der Startschuss für den Ausbau der Jahnkampfbahn gefallen. Die nördliche Stehplatztribüne des denkmalgeschützten Stadions in Wald erhält eine Überdachung. Die Stadt Solingen sieht darin einen weiteren Schritt zur Aufwertung des Kultur- und Sportstandorts sowie eine Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten für Sport, Kultur und gesellschaftliche Veranstaltungen.
Ort für Sport, Kultur und Miteinander
Zum offiziellen Baustart kamen Oberbürgermeister Daniel Flemm, der Beigeordnete Andreas Budde, Guido Rohn als Vorsitzender des Förderkreises Jahnkampfbahn Wald sowie Mitarbeiter der Stadtdienste und Vertreter aus der Politik zusammen. Bereits zuvor waren vorbereitende Arbeiten wie Baumfällungen und Kanalverlegungen erfolgt.
Oberbürgermeister Daniel Flemm betonte dabei die Bedeutung des Projekts über den Stadtteil hinaus: „Ich freue ich mich sehr, dass wir mit der Überdachung der Tribüne die Jahnkampfbahn als wichtigen Ort für Sport, Kultur und gesellschaftliches Miteinander stärken. Mich beeindruckt das langjährige Engagement des Förderkreises und der vielen Ehrenamtlichen, die mit ihrem Einsatz zeigen, welche Bedeutung die Jahnkampfbahn für Wald und für ganz Solingen hat. Für mich ist dieser Spatenstich ein klares Bekenntnis zu unserer Sport- und Kulturlandschaft und zu einem Ort, an dem Gemeinschaft entsteht.“
Jahnkampfbahn-Tribüne: Fertigstellung bis Jahresende
Die neue Überdachung soll auf einer Länge von rund 50 Metern entstehen. Läuft alles nach Plan, soll die Baumaßnahme bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Für Planung und Bauleitung ist das von der Stadt beauftragte Architekturbüro Gerhard Pfeil verantwortlich. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Denkmalschutz. Die neue Konstruktion soll die bestehenden Proportionen des historischen Stadions bewahren und weder die Höhe noch die Breite der Haupttribüne überschreiten. Die historischen Stehränge bleiben erhalten und werden lediglich dort instandgesetzt, wo dies notwendig ist.

Geplant ist eine offene Bauweise ohne Rückwand. Die Fundamente verschwinden hinter den vorhandenen Bruchsteinmauern, zudem soll die Überdachung weitgehend werbefrei bleiben und sich durch eine zurückhaltende Farbgestaltung harmonisch in das Gesamtbild einfügen.
Investition von rund 1,1 Millionen Euro
Für das Projekt sind inklusive Planungskosten insgesamt rund 1,1 Millionen Euro vorgesehen. Die Maßnahme ist Bestandteil des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts „Zukunft Solingen Wald 2030“ (ISEK) und wird über das Stadterneuerungsprogramm von Bund und Land gefördert.
Einen Eigenanteil von rund 220.000 Euro – etwa 20 Prozent der Gesamtkosten – tragen die Stadt Solingen über die Sportpauschale sowie der Förderkreis Jahnkampfbahn. Zusätzlichen Rückenwind für die Weiterentwicklung der Jahnkampfbahn gab es bereits Ende April: Damals wurde eine Bundesförderung in Höhe von 1,09 Millionen Euro aus dem Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zugesagt. Im Zuge der weiteren Entwicklung steht unter anderem auch eine Sanierung des Rasens auf dem Programm.
































