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Jüdische Gemeinde ehrt Tim Kurzbach mit „Goldener Menorah“

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Die Jüdische Kultusgemeinde Wuppertal hat Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach jetzt mit der
Die Jüdische Kultusgemeinde Wuppertal hat Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach jetzt mit der "Goldenen Menorah" gewürdigt. (Foto: © Bastian Glumm)
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WUPPERTAL (bgl) – Traditionell verleiht die Jüdische Kultusgemeinde Wuppertal anlässlich des Neujahrsempfang in der Bergischen Synagoge in Barmen die „Goldene Menorah“ an Persönlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften, die sich in besonderem Maße um die Synagoge, die Gemeinde oder dem interreligiösen Dialog verdient gemacht haben. Am Sonntag wurde im Rahmen des „Rosch Haschana“-Empfangs Oberbürgermeister Tim Kurzbach mit der „Goldenen Menorah“ ausgezeichnet.

„Goldene Menorah“ für besonderes Engagement

Zur diesjährigen Neujahrsfeier der Jüdischen Kultusgemeinde kamen am Sonntagnachmittag zahlreiche Vertreter aus der bergischen Politik, aus Vereinen und Verbänden, aus Kirchen- und Moscheegemeinden sowie aus Behörden in die Synagoge an der Gemarker Straße in Wuppertal-Barmen. „Für mich ist es eine große Ehre, die ,Goldene Menorah´, in Form einer Anstecknadel, an Oberbürgermeister Tim Kurzbach zu überreichen“, sagte Leonid Goldberg, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal.

Bevor es soweit war, sprach Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, eine Laudatio. „Die antisemitischen Begegnungen vor und nach seiner Amtsübernahme haben ihn dazu gebracht, bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten seine Zuhörer aufzufordern, sich mit Antisemitismus in ihrem beruflichen und privaten Umfeld zu beschäftigen. Auf jedem Schützenfest, jedem Sommerfest und jeder Jubiläumsfeier hat er stets ein Gegenhalten eingefordert. Seine Gesprächspartner mussten mit ihm dieses Thema diskutieren. Weit über das Normale hinausgehend ist sein Engagement in dieser Sache“, lobte Abraham Lehrer.

Kamen zum Neujahrsempfang der Jüdischen Gemeinde in der Synagoge in Wuppertal zusammen: v.li. Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Leonid Goldberg, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal. (Foto: © Bastian Glumm)
Kamen zum Neujahrsempfang der Jüdischen Gemeinde in der Synagoge in Wuppertal zusammen: v.li. Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Leonid Goldberg, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal. (Foto: © Bastian Glumm)

Mai 2021: Israelische Flagge vor dem Rathaus zerstört

Er erinnerte daran, dass im Mai vergangenen Jahres die vor dem Solinger Rathaus gehisste israelische Flagge heruntergerissen und verbrannt wurde (wir berichteten). Kurzbach habe nicht gezögert, umgehend eine neue Fahne zu hissen. Zudem sei sein Engagement im Rahmen der Städtepartnerschaft Solingens mit Ness Ziona in Israel lobenswert. „Seit fünf Jahren organisiert er den Kippa-Tag in Solingen und steht mit Leonid Goldberg auf dem Platz. Er hat sich nicht vertreiben lassen, als er von arabischen Jugendlichen angemacht wurde und er Drohungen im Privatraum erhalten hat“, so Lehrer weiter.

Kurzbach habe eine Liebe zu Israel entwickelt, ohne dass er die Gedenkarbeit beiseitegeschoben oder gar einen Schlussstrich gezogen habe, betonte der Laudator, der Solingens OB ausdrücklich zur Verleihung der „Goldenen Menorah“ beglückwünschte. Tim Kurzbach unterstrich in seiner Dankesrede, in seinen Bemühungen im Kampf gegen Antisemitismus nicht nachlassen zu wollen.

Sich als Gesellschaft vor die Gemeinde stellen

„Es darf niemals die Aufgabe der Jüdischen Gemeinde sein, für deren Rechte und deren Positionen in der Gesellschaft zu kämpfen. Unsere Aufgabe, auch als staatliche Vertreterinnen und Vertreter, ist es, das auszusprechen und sich vor die Gemeinde zu stellen“, machte Solingens Oberbürgermeister deutlich.

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