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Jugendlichen über Behördengrenzen hinweg helfen

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Unterzeichneten am Montag eine Kooperationsvereinbarung für die Jugendberufsagentur: v.li. Mike Häusgen, Leiter des Jobcenters, Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Martin Klebe, Chef der Arbeitsagentur Wuppertal-Solingen und Rüdiger Mann, Leiter des Stadtdienstes Jugend. (Foto: © B. Glumm)
Unterzeichneten am Montag eine Kooperationsvereinbarung für die Jugendberufsagentur: v.li. Mike Häusgen, Leiter des Jobcenters, Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Martin Klebe, Chef der Arbeitsagentur Wuppertal-Solingen und Rüdiger Mann, Leiter des Stadtdienstes Jugend. (Foto: © B. Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Während das Rathaus bereits im vergangenen Mai einen Pakt in Sachen Ausbildungsoffensive schmiedete (wir berichteten), geht man in der Jugendhilfe jetzt noch einen Schritt weiter. Am Montag unterschrieben Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Jobcenter, Stadtdienst Jugend und die Agentur für Arbeit eine weitere Kooperationsvereinbarung.

Mit einer Jugendberufsagentur soll jungen Menschen über Behördengrenzen hinweg so unbürokratisch wie möglich geholfen werden. „Es soll niemand mehr durch die Maschen fallen. Das hier ist das Ergebnis einer langen und intensiven Arbeit“, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Bei aller gesetzlicher Reglementierung wolle man eine individuelle Förderung der Hilfesuchenden stärker in den Fokus stellen.

Kooperation in der Jugendberufsagentur

Ganz konkret bedeutet die Zusammenarbeit, dass betreute junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren, die beim Team Jugend und dem Fachbereich Migration des Jobcenters, dem U25-Team Berufsberatung der Agentur für Arbeit, der Jugendgerichtshilfe und dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Stadtdienstes Jugend auflaufen, durch eine enge Vernetzung der Behörden eine optimale Förderung zuteil kommen soll.

So soll beispielsweise eine Suchtproblematik oder der soziale Hintergrund des Jugendlichen auch bei der Berufsorientierung berücksichtigt werden. „Ziel unserer Zusammenarbeit ist es, den Jugendlichen in seiner Gesamtheit zu betrachten“, betonte Martin Klebe, Chef der Arbeitsagentur Wuppertal-Solingen. Bisher haben die Behörden eher „nebeneinander her gearbeitet“.

Regelmäßiger Austausch in Fallkonferenzen

Die Kooperation sei zunächst rein „virtuell“. Soll heißen, dass die Kooperationspartner nicht gemeinsam unter einem Dach ein Beratungsangebot umsetzen. Auch wird es zunächst keine zentrale Anlaufstelle geben. Stattdessen will man sich in regelmäßigen Fallkonferenzen über die jeweiligen Jugendlichen austauschen. „Wir fangen mit einigen Jugendlichen an und werden das dann entwickeln“, erklärt Martin Klebe. Mike Häusgen, Leiter des kommunalen Jobcenters, erklärte, dass im Juni in seiner Institution allein 500 Jugendliche arbeitslos gemeldet waren.

„Das sind einfach zu viele“, machte er deutlich. Hier soll die Idee Jugendberufsagentur greifen, den jungen Menschen eine Perspektive geben und Hilfen anbieten. „Die Schulen sind ganz wichtige Partner, aber auch das muss noch entwickelt werden“, zeigte Martin Klebe zumindest schon einmal perspektivisch aus, wie die Zusammenarbeit noch weiter ausgebaut werden könnte. „Ziel ist es, am Ende eine Dienstleistung aus einer Hand zu bekommen“, fasste Klebe zusammen.

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