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Klinikum Solingen und Leverkusen vereinbaren Kooperation

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Unterzeichneten am Mittwoch eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit: v.li. Prof. Dr. Thomas Standl und Barbara Matthies von der Geschäftsführung des Klinikums Solingen, Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath und Hans-Peter Zimmermann, Geschäftsführer des Klinikums Leverkusen. Stehend dahinter: Solingens Ordnungsdezernent Jan Welzel. (Foto: © Bastian Glumm)
Unterzeichneten am Mittwoch eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit: v.li. Prof. Dr. Thomas Standl und Barbara Matthies von der Geschäftsführung des Klinikums Solingen, Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath und Hans-Peter Zimmermann, Geschäftsführer des Klinikums Leverkusen. Stehend dahinter: Solingens Ordnungsdezernent Jan Welzel. (Foto: © Bastian Glumm)

LEVERKUSEN (bgl) – Der Landkreis Solingen existierte bis ins Jahr 1929. Der Landrat hatte seinen Amtssitz seit 1914 in Opladen, das heute ein Stadtteil von Leverkusen ist. Das ehemalige Landratsgebäude ist noch erhalten. Heute befindet sich dort das Archiv der Stadt Leverkusen. Nicht ohne Grund wählte Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath diesen für Solingen wie Leverkusen gleichermaßen geschichtsträchtigen Ort, um eine Kooperation zu besiegeln, die die medizinische Versorgung beider Städte in Zukunft maßgeblich tragen wird.

Unterzeichnung der Absichtserklärung

Am Mittwoch unterzeichneten dort Richrath und sein Solinger Amtskollege Tim Kurzbach – sowie die Geschäftsführungen des Klinikums Solingen und Leverkusen – eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit. Künftig wollen beide Krankenhäuser ihre Kompetenzen bündeln und auf diese Weise auch Kosten einsparen. Was konkret geschehen soll, bleibt derweil noch offen. Beschlossen ist jetzt erst einmal, dass man sich zusammensetzen will und beide Kliniken nach Möglichkeiten abklopfen werde.

„Die Rahmenbedingungen, die uns seitens des Bundes und auch der Krankenkassen gesetzt werden, werden immer schwieriger. Wir sind aber der festen Überzeugung, dass wir als kommunale Krankenhäuser bestehen können und bestehen wollen“, erklärte Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Beide Kliniken sollen eigenständig bleiben, betonten Kurzbach und sein Leverkusener Amtskollege. Es sollen Kooperationen entstehen und so Synergien geschaffen werden.

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (li.) und sein Leverkusener Amtskollege Uwe Richrath unterzeichneten die Absichtserklärung am Mittwoch im Stadtarchiv der Stadt Leverkusen, wo von 1914 bis 1929 der Landrat des Landkreises Solingen untergebracht war. (Foto: © Bastian Glumm)
Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (li.) und sein Leverkusener Amtskollege Uwe Richrath unterzeichneten die Absichtserklärung am Mittwoch im Stadtarchiv der Stadt Leverkusen, wo von 1914 bis 1929 der Landrat des Landkreises Solingen untergebracht war. (Foto: © Bastian Glumm)

Beide Kliniken sollen eigenständig bleiben

Derartige Zusammenschlüsse seien in den letzten Jahren von zahlreichen Häusern erfolgreich umgesetzt worden, so Tim Kurzbach. „Wir beginnen den Prozess als zwei eigenständige Städte, als zwei eigenständige Häuser, die aber Gemeinsamkeiten miteinander suchen. Wir beginnen jetzt mit der Absicherung unserer beiden Häuser, der Absicherung der medizinischen Versorgung und der Absicherung der Arbeitsplätze“, kündigte Kurzbach an.

Denn Arbeitsplätze sollen davon grundsätzlich unberührt bleiben. Während im Solinger Klinikum rund 2.000 Frauen und Männer beschäftigt sind, sind es in Leverkusen sogar gut 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Ich verspreche mir von dieser Absichtserklärung und der Kooperation, dass wir die Möglichkeit bekommen, die exzellente Versorgung beider Häuser noch einmal steigern zu können, indem wir weitere Exzellenzen auf- und ausbauen. Ich sehe dem Ganzen sehr optimistisch entgegen“, sagte Barbara Matthies, Geschäftsführerin des Solinger Klinikums.

Ähnliche Stärken und ähnliche Probleme

Dem pflichtete Professor Dr. Thomas Standl, ärztlicher Geschäftsführer des Klinikums, bei: „Wir begegnen uns auf Augenhöhe und passen sehr gut zusammen. Wir haben ähnliche Stärken, aber auch ähnliche Probleme, die es jetzt in den kommenden Monaten zu schultern gibt“, machte Standl deutlich. Das Klinikum hat in den vergangenen Jahren rote Zahlen geschrieben und steht unter erheblichen Einspardruck.

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